Sonntag, 8. November 2026

naturstromBerliner Stadtwerke beteiligen sich an Solarpark

[07.08.2026] Die Berliner Stadtwerke beteiligen sich mit 35 Megawatt am bislang größten Solarpark der naturstrom-Gruppe bei Frankfurt (Oder). Gemeinsam planen beide Unternehmen zudem Batteriespeicher, um die Einspeisung des Solarstroms flexibler zu steuern.

Die Berliner Stadtwerke übernehmen die Hälfte eines 70-Megawatt-Solarparks im brandenburgischen Petershagen bei Frankfurt (Oder).

(Bildquelle: naturstrom AG)

Die Berliner Stadtwerke übernehmen die Hälfte eines 70-Megawatt-Solarparks im brandenburgischen Petershagen bei Frankfurt (Oder). Wie die Berliner Stadtwerke und die naturstrom-Gruppe mitteilen, umfasst die Beteiligung 35 Megawatt der Freiflächenanlage, die 2025 in Betrieb ging. Beide Partner planen außerdem, den Solarpark mit Batteriespeichern zu ergänzen.

Der Solarpark liegt im Ortsteil Petershagen der Gemeinde Zeschdorf, rund 75 Kilometer östlich von Berlin. Auf einer Fläche von 73 Hektar erzeugen mehr als 120.000 Solarmodule jährlich rund 73 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von mehr als 22.800 Dreipersonenhaushalten mit jeweils 3.200 Kilowattstunden. Nach Angaben von naturstrom ist es das bislang größte Photovoltaikprojekt des Unternehmens.

Felix Genze, Geschäftsführer von NaturStromProjekte, bezeichnet die Zusammenarbeit mit regionalen Stadtwerken als Modell für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Solche Partnerschaften ermöglichten es, Projekte regional zu verankern und die Energiewende dezentral voranzutreiben.

Für die Berliner Stadtwerke bedeutet die Beteiligung nach eigenen Angaben einen weiteren Ausbau ihres regional erzeugten Stromportfolios. Geschäftsführer Chris Werner sieht darin einen Beitrag zu den Klimazielen des Landes Berlin und verweist auf den steigenden Strombedarf durch die Verkehrs- und Wärmewende. Regional erzeugter Strom könne zudem helfen, die Strompreise für kommunale und private Kundinnen und Kunden zu stabilisieren.

Auch die Standortgemeinde profitiert finanziell von dem Solarpark. Nach Angaben der Unternehmen erhält Zeschdorf entsprechend § 6 EEG Zahlungen für jede eingespeiste Kilowattstunde. Daraus sollen Einnahmen von bis zu 150.000 Euro pro Jahr entstehen. Hinzu kommen Gewerbesteuereinnahmen.

Als nächsten Schritt wollen die Berliner Stadtwerke und naturstrom Batteriespeicher in unmittelbarer Nähe des Solarparks errichten und betreiben. Die Speicher sollen den erzeugten Solarstrom zeitlich flexibler einspeisen, um höhere Erlöse zu erzielen und die Systemkosten der Energiewende zu senken. „Speichern kommt in dieser neuen Phase der Energiewende eine besondere Rolle zu“, sagt Felix Genze. „Eine bedarfsgerechtere Einspeisung ist Trumpf, um möglichst werthaltigen Solarstrom zu produzieren und die Systemkosten der Energiewende zu senken.“





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