TrierMehr PV-Anlagen durch Pachtmodell

Besichtigung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der KiTa St. Adula in Trier-Pfalzel.
v.l.: Christoph Hein, Kita-Leiter; Marco Wagner, Hochbauamt Trier; Dr. Thilo Becker, Baudezernent; Christine Seiler, Stadtwerke Trier; Margret Pfeiffer-Erdel, Ortsvorsteherin; Nadir Pieper, Stadtwerke Trier
(Bildquelle: Presseamt der Stadt Trier)
Besichtigung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der KiTa St. Adula in Trier-Pfalzel.
v.l.: Christoph Hein, Kita-Leiter; Marco Wagner, Hochbauamt Trier; Dr. Thilo Becker, Baudezernent; Christine Seiler, Stadtwerke Trier; Margret Pfeiffer-Erdel, Ortsvorsteherin; Nadir Pieper, Stadtwerke Trier
(Bildquelle: Presseamt der Stadt Trier)
Auf acht kommunalen Gebäuden in Trier entstehen Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 561,76 Kilowatt peak (kWp). Wie die Stadt Trier berichtet, sind fünf Anlagen bereits fertiggestellt, drei weitere sollen bis Ende September folgen.
Die Anlagen sollen jährlich rund 529.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom erzeugen und den CO₂-Ausstoß um etwa 182 Tonnen senken. Zugleich rechnet die Stadt mit einer Entlastung ihres Haushalts von rund 35.000 Euro pro Jahr. Die Kommune will damit zudem ihre Abhängigkeit von Preisschwankungen bei fossilen Energieträgern verringern. Umgesetzt wird das Vorhaben über ein Pachtmodell mit den Trierer Stadtwerken. Die Stadtwerke übernehmen die Investitionen und verpachten die Anlagen anschließend an die Stadt. Diese zahlt dafür eine feste jährliche Pacht.
Vor dem Bau prüften das städtische Hochbauamt und die Stadtwerke die einzelnen Standorte. Dabei flossen unter anderem Lastganganalysen, Ertragsprognosen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen ein. Auch die Statik der Gebäude, die Ausrichtung der Dächer und die Zugänglichkeit wurden berücksichtigt. So sollte bereits vor der Umsetzung feststehen, ob sich die Anlagen wirtschaftlich betreiben lassen.
Die Wirtschaftlichkeit hängt dabei nicht allein von der Solarstromproduktion ab. Ein Teil des erzeugten Stroms kann direkt in den jeweiligen Gebäuden genutzt werden. Überschüsse stehen innerhalb des kommunalen Bilanzkreises für andere städtische Immobilien zur Verfügung. Hinzu kommen vermiedene Netzentgelte und Umlagen. Nach den derzeitigen Verbrauchsprofilen erwartet die Stadt, rund 353.000 kWh pro Jahr direkt vor Ort nutzen zu können. Weitere etwa 176.000 kWh sollen im kommunalen Bilanzkreis für andere Immobilien zur Verfügung stehen.
Die Gesamtproduktion entspricht nach Angaben der Stadt rechnerisch dem Jahresverbrauch von rund 150 Haushalten mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh. Zu den bereits fertiggestellten Anlagen gehören die Photovoltaik-Anlage auf der Kita St. Adula mit 99,19 kWp, auf der Grundschule Ambrosius mit 63,7 kWp, auf der Grundschule Tarforst mit ebenfalls 63,7 kWp sowie auf der Fahrzeughalle der Feuerwache II mit 122,85 kWp. Auch die Berufsbildende Schule EHS verfügt inzwischen über eine Anlage mit 69,16 kWp.
Am HGT-Anbau soll eine Anlage mit 22,7 kWp entstehen. Für die Egbert-Grundschule sind 85,36 kWp vorgesehen. Auf der Tufa soll eine Anlage mit 35,1 kWp installiert werden. Die Fertigstellungen dieser drei Projekte waren für Ende August beziehungsweise Ende September 2026 vorgesehen.
Der Stadtrat hatte das Photovoltaik-Projekt im Jahr 2024 beschlossen. Mit dem Pachtmodell übernehmen die Stadtwerke die Finanzierung und die Stadt kann die Anlagen auf ihren Gebäuden nutzen, ohne die Investitionskosten selbst tragen zu müssen.
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