Sonntag, 8. November 2026

Stadtwerke MünsterWeitere Investitionen geplant

[22.06.2026] Die Stadtwerke Münster haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von fast 14 Millionen Euro abgeschlossen. Der kommunale Versorger investierte zugleich knapp 60 Millionen Euro in Energie-, Wärme- und Glasfaserprojekte.

Stadtwerke Münster schütten über zehn Millionen Euro an die Stadt aus.

(Bildquelle: Stadtwerke Münster)

Im Geschäftsjahr 2025 haben die Stadtwerke Münster einen Jahresüberschuss von 13,7 Millionen Euro erzielt. Das teilte das Unternehmen mit. Von diesem Betrag werden 10,6 Millionen Euro an die Stadt Münster ausgeschüttet. Nach Angaben der Stadtwerke stehen der Ausbau erneuerbarer Energien und neuer Wärmequellen, die Elektrifizierung des Verkehrs sowie der Ausbau der Versorgungsnetze im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Zudem bietet das Unternehmen Dienstleistungen rund um Photovoltaik, Wärmepumpen und Mobilität an.

Weniger Strom und Gas verkauft

Im Strom- und Gasvertrieb verzeichnete das Unternehmen einen Absatzrückgang. Die Stromlieferungen gingen gegenüber dem Vorjahr um 15,4 Prozent zurück, die Gaslieferungen um 0,7 Prozent. Bei der Fernwärme konnten die Stadtwerke zusätzliche Kundinnen und Kunden gewinnen. Die Absatzmenge stieg um 0,7 Prozent.

Im Jahr 2025 investierten die Stadtwerke fast 60 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 35,8 Prozent. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund einer Milliarde Euro. Das Geld soll vor allem in Windenergieanlagen, erneuerbare Fernwärme und den Ausbau des Glasfasernetzes fließen. Auch bei kommunalen Infrastrukturprojekten sind die Stadtwerke tätig. Im Auftrag der Stadt Münster steuern sie unter anderem die Erneuerung des Preußenstadions. Darüber hinaus vergab der Konzern nach eigenen Angaben 2025 Aufträge im Wert von mehr als 88 Millionen Euro an Unternehmen aus Münster und der Region.

Ausbau erneuerbarer Energien

Beim Ausbau erneuerbarer Energien wurden 2025 drei Windenergieanlagen in Südlohn mit einer Leistung von 17 Megawatt in Betrieb genommen. Eine weitere Anlage in Lemgo ging im Mai 2026 ans Netz. Ebenfalls im Mai nahm das Unternehmen nach eigenen Angaben seine bislang leistungsstärkste Photovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Freifläche mit 4.875 Kilowatt Peak (kWp) in Betrieb. Darüber hinaus verfügen die Stadtwerke über Genehmigungen für 14 weitere Windenergieanlagen. Sechs Anlagen sollen in Sendenhorst entstehen, fünf in Dülmen und drei in Warendorf-Milte. Weitere Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 145 Megawatt befinden sich nach Unternehmensangaben in Planung.

Wärmewende kommt voran

Auch bei der Wärmewende wurden Projekte vorangetrieben. Nach Angaben der Stadtwerke wurden 2025 wichtige Schritte für ein Tiefengeothermie-Vorhaben sowie für die kommunale Wärmeplanung umgesetzt. Zudem soll eine zweite Großwärmepumpe im Hafenkraftwerk zur kommenden Heizperiode weitere Teile der Fernwärmeversorgung übernehmen. In den Neubaugebieten Albachten-Ost und Handorf-Kirschgarten setzt das Unternehmen auf sogenannte kalte Nahwärme.





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