Mittwoch, 18. März 2026

StromversorgungZuverlässigkeit steigt

[25.08.2014] Die deutsche Stromversorgung ist nach wie vor äußerst zuverlässig. Im Jahr 2013 lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher bei rund 15 Minuten.

Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung befindet sich auf einem konstant hohen Niveau, meldet die Bundesnetzagentur (BNetzA). Demnach lag der SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index), der die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher angibt, im Jahr 2013 bei 15,32 Minuten. „Damit ist der SAIDI-Wert im Vergleich zum Vorjahr gesunken“, teilte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, mit. Im Jahr zuvor lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer bei 15,91 Minuten. „Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es im vergangenen Jahr weniger Störungen durch Einwirkung Dritter gab“, so Homann. Dazu zählen Versorgungsunterbrechungen, die unter anderem durch die Berührung spannungsführender Teile durch Personen, Tiere oder Fahrzeuge entstehen. Hierzu gehören auch Störungen, die durch Erd- und Baggerarbeiten verursacht werden. Auf der Mittelspannungsebene ist laut Bundesnetzagentur aber bereits das dritte Jahr in Folge eine hohe Zunahme von Versorgungsunterbrechungen durch Rückwirkungsstörungen zu verzeichnen. Diese liegt dann vor, wenn eine Versorgungsunterbrechung auf eine Störung in einem vor- oder nachgelagerten Netz, in der Anlage eines Letztverbrauchers oder auf eine Versorgungsunterbrechung bei einspeisenden Kraftwerken zurückzuführen ist. Dennoch liege die durchschnittliche Dauer, die jeder Letztverbraucher pro Jahr von der Stromversorgung unterbrochen ist, deutlich unter dem Mittelwert der Jahre 2006 bis 2012. Für das Jahr 2013 meldeten 868 Netzbetreiber für 878 Netze rund 179.000 Versorgungsunterbrechungen.
Bei der Ermittlung des SAIDI-Wertes für das Niederspannungs- und das Mittelspannungsnetz werden weder geplante Unterbrechungen noch Unterbrechungen aufgrund höherer Gewalt, wie Naturkatastrophen, berücksichtigt. In die Berechnung fließen ungeplante Unterbrechungen ein, die auf atmosphärische Einwirkungen, auf Einwirkungen Dritter, auf Rückwirkungen aus anderen Netzen oder auf andere Störungen im Bereich des Netzbetreibers zurückzuführen sind. Zudem muss die Versorgung länger als drei Minuten unterbrochen sein.



Stichwörter: Netze | Smart Grid, BNetzA


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