Stadtwerke KonstanzUmspannwerk erhält neuen Transformator

Das Umspannwerk Weiherhof hat jetzt einen neuen Transformator mit einer Leistung von 40 MVA erhalten.
(Bildquelle: SWK)
Ein neuer Leistungstransformator soll die Kapazität des Stromnetzes in Konstanz deutlich erhöhen. Die Stadtwerke Konstanz berichten, dass das rund 70 Tonnen schwere Gerät künftig im Umspannwerk Weiherhof arbeitet und dort einen zentralen Baustein des Netzausbaus bildet.
Der Transformator wurde im italienischen Modena gefertigt und per Tieflader nach Konstanz transportiert. Zunächst setzten Techniker das Gerät auf ein Hilfsfundament.Anfang März schoben sie den Transformator in den Neubau des Umspannwerks an seine endgültige Position.
Das neue Aggregat hat – wie der bereits vorhandene Transformator – eine Leistung von 40 Megavoltampere (MVA). Beide Anlagen sollen künftig parallel laufen. Damit steigt die verfügbare Leistung im Umspannwerk Weiherhof auf insgesamt 80 MVA. Die Stadtwerke planen die Inbetriebnahme des neuen Geräts bis Ende Mai. Die Investition beläuft sich auf rund 1,6 Millionen Euro.
Der Ausbau reagiert auf den absehbar stark steigenden Strombedarf der Stadt. Immer mehr Gebäude nutzen Wärmepumpen, gleichzeitig wächst die Zahl der Elektrofahrzeuge und neue Wohngebiete kommen hinzu. Zwar nimmt auch der Anteil lokal erzeugten Solarstroms zu, doch das Netz muss die Versorgung auch dann sichern, wenn Photovoltaikanlagen wenig Energie liefern.
Die langfristige Zielnetzplanung haben die Stadtwerke gemeinsam mit der Bergische Universität Wuppertal entwickelt. Sie zeigt, dass sich die heute benötigte Netzleistung bis 2035 beziehungsweise 2045 nahezu verdreifachen wird. Trotz des guten Zustands der bestehenden Infrastruktur macht diese Entwicklung einen systematischen Ausbau erforderlich.
Der neue Transformator im Umspannwerk Weiherhof ist daher Teil eines umfassenden Investitionsprogramms. Insgesamt wollen die Stadtwerke Konstanz rund 150 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Netzinfrastruktur investieren, um Versorgungssicherheit und Energiewende in der Region langfristig abzusichern.
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