Dienstag, 24. März 2026

Grünwald / UnterhachingWärmeverbund gestartet

[18.04.2013] Einen Wärmeverbund haben die Unternehmen Geothermie Unterhaching und Erdwärme Grünwald geschlossen. Seit einigen Tagen fließt Wärme aus der Geothermiequelle Laufzorn nach Unterhaching.
Unterhaching und Grünwald nehmen Wärmeverbundleitung in Betrieb.

Unterhaching und Grünwald nehmen Wärmeverbundleitung in Betrieb.

(Bildquelle: Geothermie Unterhaching)

Die Unternehmen Geothermie Unterhaching (GUH) und Erdwärme Grünwald (EWG) haben eine gemeinsame Wärmeverbundleitung in Betrieb genommen. Darüber fließt Wärme aus der Geothermie-Bohrstelle der EWG in Laufzorn nach Unterhaching. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, wurde die hierfür notwendige, rund fünf Kilometer lange Verbundtrasse innerhalb von nur sechs Monaten durch den Grünwalder und Perlacher Forst verlegt. Über die Leitung könne eine Wärmeleistung von bis zu 20 Megawatt bereitgestellt werden. Ermöglicht werde der in dieser Form einzigartige Wärmetransfer durch modernste Technologien auf beiden Seiten. Von dem Verbund profitieren beide Geothermie-Gesellschaften und damit beide Gemeinden gleichermaßen – Grünwald kann seine Bohrung auslasten und Unterhaching seinen Energiebedarf decken. Zudem plant die GUH, die EWG-Wärme im kommenden Winter auch für die Unterhachinger Fernwärme zu nutzen. Darüber hinaus können sich EWG und GUH nach eigenen Angaben jetzt im Bedarfsfall CO2-freie Wärme aus Geothermie liefern – etwa, wenn Wartungsarbeiten anstehen. Bisher mussten Grünwald und Unterhaching ihre Wärmeerzeugung dann kurzzeitig auf Öl umstellen, was nicht regenerativ und zudem kostspielig gewesen sei. Bei der Inbetriebnahme der Leitung betonten die beiden Bürgermeister von Grünwald und Unterhaching, Jan Neusiedl (CSU) und Wolfgang Panzer (SPD), deren Bedeutung für die Energiewende im Landkreis München: „Jetzt fließt die Wärme auch gemeindeübergreifend. Bei diesem partnerschaftlichen Verbund gibt es nur Gewinner: die beiden Geothermie-Gesellschaften, die Bürgerinnen und Bürger beider Gemeinden und die Umwelt.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geothermie

Praxisforum Tiefengeothermie: Schwerpunkte des Programms

[23.03.2026] Das Praxisforum Tiefengeothermie stellt vier thematische Foren für sein Programm 2026 vor, darunter ein neues Wärmenetz-Forum. Die Veranstaltung in Pullach will zeigen, wie sich die heimische Energiequelle schneller ausbauen lässt und gewinnt vor dem Hintergrund hoher Energiepreise an Brisanz. mehr...

Vulcan Energy: Neuer Bohrplatz in Rohrbach

[18.03.2026] Vulcan Energy baut mit dem Bohrplatz Trappelberg in Rohrbach einen weiteren Standort für sein Geothermie- und Lithiumprojekt Lionheart bei Landau. Der Ausbau soll klimaneutrale Wärme liefern und die industrielle Lithiumgewinnung in der Region voranbringen. mehr...

Plattform Erneuerbare Energien BW: Informationsportal zur Geothermie gestartet

[13.03.2026] Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hat das Informationsportal Geothermie BW gestartet. Die neue Online-Plattform soll Transparenz über Projekte der tiefen Geothermie schaffen und den fachlichen Austausch zwischen Bürgern, Kommunen und Fachakteuren im Land stärken. mehr...

Fraunhofer IEG: Studie belegt Geothermie-Potenzial von verkarsteten Kalkgesteinen

[11.03.2026] Verkarstete Kalkgesteine in zwei bis drei Kilometern Tiefe könnten in Nordrhein-Westfalen ein bislang unterschätztes Reservoir für geothermische Wärme sein. Neue Bohrkernanalysen aus Iserlohn zeigen, welches Potenzial diese Gesteinsschichten für Wärmenetze und Industrieversorgung besitzen. mehr...

GeoTHERM expo & congress: Messe bestätigt ihren Stellenwert

[06.03.2026] Die GeoTHERM expo & congress 2026 in Offenburg hat ihre Rolle als führende europäische Fachmesse für Geothermie erneut bestätigt. Mehr Besucher, starke internationale Beteiligung und ein Innovationspreis für ein neues seismisches Erkundungsfahrzeug zeigen, wie dynamisch sich die Branche im Zuge der Wärmewende entwickelt. mehr...

Stadtwerke Bruchsal: John Deere erhält grüne Fernwärme

[06.03.2026] Das Bruchsaler Werk von John Deere soll künftig mit geothermisch basierter Fernwärme versorgt werden. Ein neuer Liefervertrag mit den Stadtwerken Bruchsal und die Übernahme der Energiezentrale sollen die Wärmewende vor Ort voranbringen. mehr...

Bohrgerät bei der Verlegung von Erdsonden für ein kaltes Nahwärmenetz: Auf einer Baustelle sind gestapelte Sondenrohre zu sehen, während ein Arbeiter die Tiefenbohrung zur Nutzung von Erdwärme vorbereitet.

Stadtwerke Münster: Kalte Nahwärme im Neubaugebiet

[27.02.2026] Im Neubaugebiet Albachten-Ost setzen die Stadtwerke Münster auf ein zentrales Wärmesystem, das mit Erdwärme betrieben wird. Rund 100 Erdsonden werden künftig rund 500 Wohneinheiten mit Wärme versorgen. Die Investitionskosten belaufen sich auf 8,5 Millionen Euro. mehr...

Berlin: Kicken und wärmen

[23.02.2026] Unter einem Fußballspielfeld in Berlin entsteht ein großflächiges Geothermie-Kollektorfeld, das vier öffentliche Gebäude vollständig mit erneuerbarer Wärme versorgt. Das Projekt am Maikäferpfad gilt als wirtschaftlich tragfähiges Modell für die kommunale Wärmewende und zeigt, wie sich Sportflächen energetisch doppelt nutzen lassen. mehr...

Praxisforum Tiefengeothermie: Neuer Name spiegelt Aufschwung

[23.02.2026] Das Praxisforum Geothermie Bayern firmiert künftig als Praxisforum Tiefengeothermie und richtet sich damit neu aus. Die Umbenennung reagiert auf das Geothermie-Beschleunigungsgesetz und den bundesweiten Ausbau der Tiefengeothermie – und markiert einen strategischen Schritt für das Branchentreffen im Oktober 2026. mehr...

Trier: Kaltes Nahwärmenetz im Bau

[18.02.2026] Im Trierer Stadtteil Gartenfeld entsteht derzeit ein neues Wärmenetz. Es nutzt oberflächennahe Geothermie und soll sowohl Neubauten als auch Bestandsgebäude versorgen. Laut den Projektbeteiligten ist das Vorhaben als Pilotprojekt angelegt. mehr...

Blick von oben in eine Messehalle der GeoTHERM in Offenburg: Zahlreiche Aussteller präsentieren an hell beleuchteten Ständen Bohrtechnik, Geothermie- und Energielösungen, während Fachbesucherinnen und Fachbesucher zwischen den Ständen Gespräche führen.

Fraunhofer IEG: Mehr Tempo bei Geothermie

[16.02.2026] Auf der GeoTHERM in Offenburg präsentiert das Fraunhofer IEG neue Ansätze zur Nutzung von Erdwärme. Das Ziel besteht darin, die Geothermie schneller in den Massenmarkt zu bringen. Die Forschenden sehen großes Potenzial für Kommunen und Industrie. mehr...

bericht

Potsdam: In der heißen Phase

[12.02.2026] Potsdam ist ein bundesweit und europäisch beachtetes Leuchtturmprojekt für Tiefengeothermie und erneuerbare Fernwärme. Das Vorhaben zeigt, wie die Wärmewende technisch machbar und wirtschaftlich umsetzbar ist. mehr...

bericht

Forschung: Den Blick in den Untergrund öffnen

[02.02.2026] Um das Potenzial von Geothermie als klimaneutrale Wärmequelle zu nutzen, brauchen Stadtwerke nicht nur Investitionsbereitschaft, sondern auch fundierte Daten und erprobte Technologien. Hier setzt das Reallabor Geothermie Rheinland des Fraunhofer IEG an. mehr...

Stadtwerke München: Bauabschnitt von Goethermie-Großprojekt abgeschlossen

[02.02.2026] Beim Geothermie-Großprojekt Michaelibad in München ist ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen: Die acht Standrohrbohrungen sind fertiggestellt. Damit ist der erste Meilenstein der Bauphase für die größte Geothermie-Anlage Kontinentaleuropas erreicht. mehr...

Duisburg: Ministerium unterstützt Erkundungsbohrung

[13.01.2026] Nordrhein-Westfalen fördert in Duisburg eine Erkundungsbohrung zur Tiefengeothermie mit rund 7,5 Millionen Euro. Das Projekt der Stadtwerke Duisburg soll die Grundlage für eine klimafreundliche und langfristig bezahlbare Wärmeversorgung im Fernwärmenetz schaffen. mehr...