Dienstag, 12. Mai 2026

AEE50,2-Hertz-Umrüstung kommt voran

[22.04.2014] Bis zum Dezember dieses Jahres muss bei allen Photovoltaikanlagen mit mehr als zehn Kilowatt Spitzenleistung die Abschaltfrequenz umgestellt worden sein. Die Nachrüstung der großen Solaranlagen ist nahezu abgeschlossen, bei den kleineren gibt es noch Nachholbedarf.
Bis zum Dezember dieses Jahres müssen auch die kleineren Photovoltaikanlagen nachgerüstet werden.

Bis zum Dezember dieses Jahres müssen auch die kleineren Photovoltaikanlagen nachgerüstet werden.

(Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de)

Die Nachrüstung von Solaranlagen zur Änderung der 50,2-Hertz-Abschaltfrequenz kommt in Fahrt. Das gibt die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in einer Pressemitteilung bekannt. „Nahezu abgeschlossen ist die Nachrüstung der großen Photovoltaikanlagen“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE. „Eine Vielzahl an kleineren, übers Land verteilten Anlagen steht allerdings jetzt erst noch bevor.“ Als die Nachrüstung im vergangenen Jahr begann, kam es laut AEE zu Startschwierigkeiten. Die Fragebögen, welche die Netzbetreiber an die Anlagenbetreiber versendet hatten, seien vielfach fehlerhaft zurückgeschickt worden. Seitdem internetgestützte Fragebogen verwendet wurden, sei die Fehlerquote bei den Fragebögen aber gesunken. Die erste Nachrüstungswelle betraf vor allem die großen PV-Anlagen mit einer Spitzenleistung von über 100 Kilowattpeak (kWp). Jetzt sind die Anlagen von 10 bis 30 kWp und die mittelgroßen von 30 bis 100 kWp an der Reihe. Das betreffe zum Teil auch Dachanlagen privater Betreiber. „Je kleiner die Anlage, desto geringer ist in der Regel auch das technische Wissen der Anlagenbesitzer über die Anlagendaten“, so Vohrer. Es bestehe daher die Gefahr, dass es zu weiteren Verzögerungen kommen könnte. Dabei sei die Umrüstung für die Anlagenbetreiber kostenlos und erfordere genauso wenig Aufwand wie die Heizungsablesung.
Bis spätestens Dezember 2014 müssen in Deutschland alle Photovoltaikanlagen mit mehr als zehn kWp nachgerüstet werden – so sieht es die Systemstabilitätsverordnung vor. Dies betrifft rund 400.000 Anlagen, die meisten davon stehen in Bayern und Baden-Württemberg. Durch die Umrüstung soll verhindert werden, dass sich bei Überschreiten einer Netzfrequenz von 50,2 Hertz alle Anlagen gleichzeitig abschalten und dadurch die Stabilität des europäischen Verbundnetzes gefährdet wird.





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