Freitag, 9. Oktober 2026

Gemeindewerke Enkenbach-AlsenbornKlimaStadtWerk des Monats Dezember

[09.12.2014] Der sechste Gewinner der Auszeichnung KlimaStadtWerk des Monats steht fest: Die Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn werden für ihr Konzept eines virtuellen Kraftwerks geehrt.
Die Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn sind KlimaStadtWerk des Monats Dezember.

Die Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn sind KlimaStadtWerk des Monats Dezember.

v.l.: Andreas Alter, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn; Anita Frank, stellvertretende Leiterin der Gemeindewerke; Jürgen Wenzel, Ortsbürgermeister Enkenbach-Alsenborn ; Verena Gal, Projekt-Managerin Kommunaler Umweltschutz der DUH; Li

(Bildquelle: Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn)

Die Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn aus Rheinland-Pfalz sind das KlimaStadtWerk des Monats Dezember. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeichnet den Versorger für sein Konzept eines virtuellen Kraftwerks im eigenen Anlagenpark aus, das ab dem Jahr 2015 stufenweise realisiert werden soll. Mit dem Plan zeigt der kommunale Eigenbetrieb beispielhaft auf, wie sich eine verbrauchsnahe Erzeugung aus erneuerbaren Energien im ländlichen Raum optimieren, der Ausstoß von Treibhausgasen bei der Stromerzeugung verringern sowie ein Vertriebsmodell für eigenen Grünstrom umsetzen lässt, so die Begründung der Jury. Laut DUH haben die Gemeindewerke konsequent einen Anlagenpark zur Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien aufgebaut. Durch den Betrieb eines Biomasseheizkraftwerks, einer Photovoltaik-Freiflächenanlage sowie kleinerer Photovoltaik-Anlagen decken sie bereits heute rund 38 Prozent der Gesamtstromlieferungen im gemeindeeigenen Stromnetz ab. Ab 2015 werden diese dezentralen Erzeugungseinheiten mithilfe einer Software zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet. „Mit dem Betrieb unserer regenerativen Kraftwerke sparen wir bereits heute rechnerisch über 10.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich ein“, erklärt Ortsbürgermeister Jürgen Wenzel (CDU). „Zukünftig möchten wir alle neuen Erzeugungsanlagen in das System des virtuellen Kraftwerks integrieren. Wenn die Vernetzung implementiert ist, werden unsere Gemeindewerke auch unabhängiger vom Stromeinkauf aus fossilen Quellen und in der Preisbildung sein.“ Verena Gal, Projekt-Managerin im Bereich Kommunaler Umweltschutz der DUH: „Die Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn denken bereits weit über den reinen Ausbau der erneuerbaren Energien hinaus.“ Gerade für ein kleines Gemeindewerk sei das außergewöhnlich. Das Projekt verdeutliche jedoch auch, dass der Aufbau einer intelligenten Anlagenvernetzung und besonders von Speicherkapazitäten ohne den Rückgriff auf Fördermittel für Stadtwerke heute in den wenigsten Fällen wirtschaftlich ist. Mit der Auszeichnung der Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn wurde das letzte von insgesamt sechs KlimaStadtWerken des Monats ausgezeichnet.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energieeffizienz

dena: Studie zur Sanierung veröffentlicht

[01.10.2026] Eine dena-Studie vergleicht die Klimawirkung serieller und konventioneller Sanierungen über 50 Jahre. Im untersuchten Modellprojekt schneidet die serielle Sanierung bei den Treibhausgasemissionen etwas besser ab. mehr...

Stuttgart: Energiebericht 2025 vorgelegt

[01.10.2026] Stuttgart hat seinen Endenergieverbrauch seit 1990 um 23 Prozent gesenkt. Bei den städtischen Gebäuden und Anlagen führten Energiemanagement und Sanierungen nach Angaben der Stadt allein 2024 zu Einsparungen von mehr als 100 Millionen Euro. mehr...

Heidelberg: Energiebedarf städtischer Gebäude gesunken

[01.10.2026] Der Energiebedarf der städtischen Gebäude in Heidelberg ist seit 1993 um rund 65 Prozent gesunken. 2025 deckten eigene Blockheizkraftwerke und Photovoltaikanlagen zudem knapp die Hälfte des Stromverbrauchs der kommunalen Liegenschaften. mehr...

Konstanz: Denkmalschutz trifft Klimaschutz

[07.09.2026] Zwei denkmalgeschützte Gebäude in Konstanz verbinden energetische Sanierung mit Wärmepumpe und Photovoltaik. Die Villa Rosenau und ein Gebäude in der Niederburg zeigen, welche Lösungen unter besonderen baulichen und denkmalrechtlichen Bedingungen möglich sind. mehr...

Blick von der Terrasse des Heidelberger Schlosses auf die Altstadt bei Sonnenuntergang. Im Vordergrund sind die historische Schlossmauer, eine Balustrade und ein Turm mit geschwungener Haube zu sehen. Im Hintergrund erstrecken sich die Dächer der Altstadt, der Neckar mit der Alten Brücke sowie bewaldete Hänge im warmen Abendlicht.

Heidelberg: Energieverbrauch deutlich gesenkt

[15.07.2026] Die kommunalen Gebäude der Stadt Heidelberg haben ihren Energieverbrauch seit 1993 um rund 67 Prozent reduziert. Nach Angaben der Stadt gingen auch die betriebsbedingten CO₂-Emissionen im Jahr 2024 weiter zurück. mehr...

Bremen: Weserpromenande mit LED-Beleuchtung ausgestattet

[06.07.2026] Die neue Weserpromenade in Bremen-Blumenthal erhält eine energieeffiziente LED-Beleuchtung mit 30 modernen Straßenleuchten. Das Projekt verbindet Stadtentwicklung mit nachhaltiger Infrastruktur und zeigt, wie Beleuchtung Sicherheit, Aufenthaltsqualität und Umweltschutz zugleich fördern kann. mehr...

bericht

Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus

[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...

IfE: Whitepaper zum Energiemanagement veröffentlicht

[22.05.2026] Das Institut für Energietechnik hat ein neues Whitepaper zum kommunalen Energiemanagement veröffentlicht. Der Leitfaden soll Städten und Gemeinden helfen, Energieverbräuche systematisch zu steuern und Klimaschutzmaßnahmen trotz knapper Ressourcen dauerhaft umzusetzen. mehr...

Karlsbad: Neues Energieversorgungssystem für Schule

[21.05.2026] Die Ludwig-Guttmann-Schule in Karlsbad erhält eine regenerative Wärme- und Kälteversorgung mit Wärmepumpen, Erdsonden und großer Photovoltaikanlage. Das vom Bundesumweltministerium geförderte Modellprojekt soll den CO₂-Ausstoß um 95 Prozent senken und zeigt, wie energieintensive Schulgebäude klimaneutral betrieben werden können. mehr...

ewo: Beteiligung am Projekt Main-Light

[20.05.2026] ewo beteiligt sich am Projekt Main-Light für die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 und liefert die Licht- und Steuerungstechnik für eine autarke, solarbetriebene Außenbeleuchtung. Die Installation soll in Frankfurt zeigen, wie sich energieeffiziente Beleuchtung, Sensorik und insektenfreundliches Licht für öffentliche Räume kombinieren lassen. mehr...

dena: Leitfäden zu seriellen Sanierungen veröffentlicht

[19.03.2026] Das dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren veröffentlicht neue Leitfäden für die Planung serieller Sanierungen. Sie bündeln Praxiswissen von der Bestandsaufnahme bis zur Kreislauffähigkeit und sollen Projekte effizienter und sicherer machen. mehr...

Münster: Sanierungskonzept für Quartier geplant

[17.03.2026] Die Stadt Münster entwickelt für den Bezirk Kinderhaus West ein energetisches Sanierungskonzept auf Quartiersebene. Eine Förderung der KfW in Höhe von 193.000 Euro soll helfen, gemeinsame Lösungen für Wärmeversorgung, Gebäudesanierung und Klimaanpassung zu identifizieren. mehr...

Agentur für Erneuerbare Energien: Projekt zur Abwärmenutzung

[16.02.2026] Das Projekt ON_Site erfasst systematisch das Abwärmepotenzial von Rechenzentren und Elektrolyseuren. Das Borderstep Institut und die Agentur für Erneuerbare Energien wollen damit Standortentscheidungen in der Energie- und Digitalinfrastruktur neu ausrichten. mehr...

Essen: Modernisierung der Straßenbeleuchtung

[06.02.2026] Essen modernisiert ihre Straßenbeleuchtung und hat 1.394 Laternen auf LED-Technik umgestellt. Die Maßnahme senkt den Energieverbrauch deutlich und ist Teil eines umfassenden städtischen Umrüstungsprogramms. mehr...

Ahlerstedt: Batteriespeicher in Betrieb genommen

[30.01.2026] Terra One hat im niedersächsischen Ahlerstedt einen Batteriespeicher mit 15 MW Leistung und 30 MWh Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage soll Überschüsse aus Wind- und Solarstrom aufnehmen und zur Stabilisierung des regionalen Stromnetzes beitragen. mehr...