Sonntag, 8. November 2026

Smart MeterErfolgreich den Weg ebnen

[10.08.2016] Die Netzgesellschaft Mitnetz Strom und der IT-Dienstleister GISA wollen Stadtwerke bei der wirtschaftlichen und sicheren Einführung der Smart-Meter-Technologie unterstützen.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende regelt die Anforderungen für den Einbau und die Administration intelligenter Messsysteme. Die in Mitteldeutschland führende Netzgesellschaft Mitnetz Strom sowie der IT-Dienstleister und Branchenspezialist GISA arbeiten eng zusammen und bieten Energieerzeugern schon heute passende Lösungen dafür an. „Wir arbeiten gemeinsam an Mehrwerten für unsere Kunden“, erklärt Dirk Hünlich von Mitnetz Strom. Deshalb entwickeln die beiden Partner gezielt Anwendungen und Szenarien, die Stadtwerke für ihr Marketing nutzen können.
Smart Meter sind auch die Voraussetzung für stärker verbrauchsabhängige Produkte auf dem Energiemarkt. So lassen sich für den Bereich der Energiewirtschaft stark individualisierte und völlig neue Tarifoptionen kreieren. Die Smart-Meter-Einführung umfasst aber auch weitreichende Änderungen in allen Prozessen – von der Implementierung neuer Technik über die Vermittlung von Messwerten bis hin zur Weiterverarbeitung in Abrechnungssystemen.

Datenschutz und Datensicherheit

Bei Datenschutz und Datensicherheit, Infrastruktur und Know-how werden Energieversorger und Stadtwerke mit dem Smart Meter Roll-out vor große Herausforderungen gestellt. Mitnetz Strom und GISA wollen ihre Kunden bei der wirtschaftlichen und sicheren Einführung der Technologie unterstützen. Mitnetz Strom bringt hierzu eine große Anwendergruppe aus über 30 Erzeugern und Stadtwerken mit ein, GISA steuert ein BSI-zertifiziertes Rechenzentrum, weit über 20 Jahre Branchenerfahrung sowie geschulte und zertifizierte Mitarbeiter für den gesamten Prozess bei. „Das Ziel ist, dass wir gemeinsam die Thematik Smart Meter Roll-out und Daten-Management bearbeiten und einen gemeinsamen Wissensstand entwickeln“, erläutert Dirk Hünlich die Idee der Anwendergemeinschaft. „Die Stadtwerke profitieren von unserem Wissen und können sich zielgerichtet mit dem Thema auseinandersetzen.“

Gemeinsame Erfahrungen

Der Gruppe und allen interessierten Stadtwerken steht ein Multimandanten-Pilotsystem auf Basis des robotron*GWA Managers und des robotron*eSmart bei GISA zur Verfügung. Die Stadtwerke lernen so die Gateway-Administrations-Prozesse sowie die Funktionen des Systems kennen und gewinnen wertvolle Erkenntnisse für eine wirtschaftliche Umsetzung im späteren Produktivbetrieb. Mitnetz Strom und GISA erhalten in der Anwendergemeinschaft Rückmeldungen über Anforderungen und Wünsche der Teilnehmer. So geht das Thema intelligente Messsysteme für die Stadtwerke weit über die Erfassung von Stromverbrauchsdaten hinaus: Die Integration weiterer Erfassungs- und Abrechnungssysteme von Gas-, Wärme- und Wasserverbrauch verspricht den Marktteilnehmern den größten Nutzen. Die Ablösung der klassischen Ableseverfahren eröffnet zusätzliche Potenziale für den wirtschaftlichen Betrieb. Mitnetz Strom und GISA arbeiten bereits an Lösungen, um die Übertragung von Messwerten aller Sparten abdecken zu können.

Nicht zu viel bezahlen

Die Kooperationspartner sind außerdem in der Lage, alle Leistungen im Bereich Smart Meter modular aufzubauen und anzubieten. Die spezifischen Kundenanforderungen entscheiden über den Umfang der Leistungen, angefangen bei der reinen Beratungsleistung über die Projektierung und den Server-Betrieb bis hin zur Bereitstellung und zum Betrieb der Infrastruktur durch Partnerunternehmen.
Bleibt die Frage nach den Kosten. Kalkulationen hängen von der konkreten Ausgestaltung der gesetzlichen Regelungen ab und können zum jetzigen Zeitpunkt kaum nachhaltig und sicher sein. Mit dem Vorteil exakt auf eigene Bedürfnisse zugeschnittener Dienstleistungen und Infrastruktur – egal, was das neue Gesetz bringen mag – werden Stadtwerke bei Mitnetz Strom und GISA aber nur das bezahlen, was sie wirklich benötigen.

Jeannine Kallert ist verantwortlich für den Geschäftsbereich Marketing bei der GISA GmbH, Halle (Saale).




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

kraftwerk Software Systems: Neues Outsourcing-Angebot

[03.11.2026] Mit dem neuen Angebot xPro übernimmt kraftwerk Software Systems komplette Geschäftsprozesse für Energieversorger. Das Modell soll Stadtwerke bei Personalengpässen entlasten und die Betriebs- und Ergebnisverantwortung auf den Dienstleister übertragen. mehr...

bericht

KRITIS: Von der Risikoanalyse zur Resilienz

[29.10.2026] Cyber-Angriffe, Naturgefahren und technische Ausfälle erhöhen die Risiken für Energieversorger. Ein ganzheitlicher Ansatz hilft, Risiken finanziell zu bewerten, Maßnahmen zu priorisieren und die Versorgung schneller wiederherzustellen. mehr...

INIT: Stadtwerke Heilbronn setzen auf Cloud-Lösung

[26.10.2026] Die Stadtwerke Heilbronn haben ihr Kunden- und Vertriebsmanagement auf eine Cloud-Lösung von INIT umgestellt. Damit wollen sie interne Abläufe vereinfachen und neue digitale Angebote für Fahrgäste ermöglichen. mehr...

Karlsruhe: KI-Anwendungen für die Energieversorgung entwickeln

[26.10.2026] Bei einer KI-Challenge in Karlsruhe haben Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen Ansätze für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Energieversorgung entwickelt. Im Mittelpunkt standen Genehmigungsverfahren, der Betrieb Kritischer Infrastruktur und die Widerstandsfähigkeit von Energiesystemen. mehr...

bericht

Organisation: Cyber-Schutz ist Chefsache

[22.10.2026] Wer Cyber-Resilienz auf technische Schutzmaßnahmen reduziert, greift zu kurz. Die Technik muss auch in entsprechende organisatorische Prozesse eingebettet sein, mit klaren Verantwortungsstrukturen und Entscheidungswegen. Cyber-Sicherheit wird somit zur Managementaufgabe. mehr...

bericht

Cyber-Sicherheit: NIS2-Konformität ­wirtschaftlich umsetzen

[20.10.2026] Im Rahmen der NIS2-Richtlinie sind auch kleinere Stadtwerke dazu verpflichtet, verbindliche Anforderungen an die Cyber-Sicherheit, das Risikomanagement und die Meldeprozesse umzusetzen. Aufgrund fehlender Security-Experten und begrenzter IT-Budgets ist das jedoch eine große Herausforderung. mehr...

dena: Konzept für Energiedatenraum bis 2032 vorgelegt

[19.10.2026] Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat ein Konzept für einen branchenübergreifenden Energiedatenraum vorgestellt, der den Datenaustausch im Stromsektor bis 2032 verbessern soll. Eine Studie zeigt am Beispiel variabler Netzentgelte, welche Vorteile eine gemeinsame digitale Infrastruktur bieten könnte und wie sich diese schrittweise einführen ließe. mehr...

EnBW: Energiewelt-App überarbeitet

[16.10.2026] Die EnBW hat ihre Kunden-App überarbeitet und um neue Funktionen zur Verbrauchsüberwachung und Steuerung von Energieanlagen erweitert. Die Anwendung integriert nun auch ein Heim-Energie-Management-System, mit dem sich unter anderem Wärmepumpen und Elektroautos steuern lassen. mehr...

Schleupen/Hansen: Zusammenarbeit verlängert

[16.10.2026] Die Softwareunternehmen Schleupen und Hansen Technologies setzen ihre Zusammenarbeit im Energiedatenmanagement für weitere fünf Jahre fort. Mehr als 80 Energieversorger mit über drei Millionen Messstellen nutzen die gemeinsame Lösung bereits. mehr...

Cyber-Sicherheit: Risiken für Wind- und Solarparks

[13.10.2026] Eine neue Studie hat Tausende über das Internet erreichbare Systeme im Umfeld europäischer Wind- und Solarparks identifiziert. Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland warnt vor wachsenden Risiken für die Energieversorgung durch die zunehmende Dezentralisierung. mehr...

Stadtwerke Flensburg: Instandhaltung auf neue Softwarelösung umgestellt

[06.10.2026] Die Stadtwerke Flensburg haben ihre mobile Instandhaltung auf eine neue Softwarelösung umgestellt. Das Maintenance Portal von argvis soll papierbasierte Abläufe ersetzen und die Arbeit in Netzen, Erzeugung und Service auf einer gemeinsamen Plattform bündeln. mehr...

Soluvia: Abrechnungsplattform für Stadtwerke eröffnet

[29.09.2026] Soluvia Energy Services bietet seine Abrechnungsplattform SESuite erstmals Energieversorgern außerhalb des MVV-Energie-Konzerns an. Das Full-Service-Angebot richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Versorger, die ihre Abrechnungssysteme ablösen oder neu aufstellen wollen. mehr...

data analytics institute: Neuer Konsortialpartner von energy data-X

[28.09.2026] Das data analytics institute wird Konsortialpartner von energy data-X und bringt seinen Datenraum HEAT-X für die kommunale Wärmeplanung ein. Damit sollen Daten aus Strom- und Wärmesektor künftig über eine gemeinsame Infrastruktur verknüpft werden. mehr...

Greenflash: Dezentrale Energiesysteme in Echtzeit steuern

[25.09.2026] Greenflash hat mit Greencore AI eine Software zur Echtzeitsteuerung dezentraler Energiesysteme entwickelt. Sie soll Erzeugung, Speicherung und Verbrauch anhand von Prognosen und aktuellen Marktdaten wirtschaftlich aufeinander abstimmen. mehr...

items: ITS Group übernimmt Fernwärme-Software

[24.09.2026] items überträgt seine Fernwärme-Software Grid Insight: Heat zum 1. November 2026 an die ITS Group. Mit der Software wechselt auch das zuständige Team zum Dortmunder Unternehmen. mehr...