TrianelHohe Schlagkraft trotz Veränderung

Trianel-Hauptsitz in Aachen: Die Stadtwerke-Kooperation stellt sich neu auf.
(Bildquelle: Trianel GmbH)
Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat im vergangenen Jahr den Umbau des Unternehmens vorangetrieben und die Voraussetzungen für eine neue Systemarchitektur sowie die Weiterentwicklung von Geschäftsfeldern geschaffen. Bei der Vorstellung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2017 (wir berichteten) erklärte Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel: „Die Reorganisation und die neuen Strukturen ermöglichen es uns, noch stärker auf die Bedürfnisse von Stadtwerken in einem sich verändernden Marktumfeld einzugehen. Neben Synergien im klassischen Handels- und Beschaffungsgeschäft ermöglichen wir zunehmend auch intelligente Kooperationen bei Digitalisierungsthemen.“
Bessere Prozesse und Kostensenkungen
Durch die Reorganisation seien bessere Prozesse und Kostensenkungen möglich geworden. Trianel-Geschäftsführer Oliver Runte erläutert: „Wir haben unsere Organisation an digitale Prozessketten angepasst und können deutlich effizienter mit unseren Kunden zusammenarbeiten und Kompetenzen bündeln.“ Durch die Automatisierung der Geschäftsprozesse seien die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Handels-, Beschaffungs- und Vertriebsplattform Trianel DESK gelegt worden, die nach Angaben von Trianel bereits von über 20 Stadtwerken genutzt wird. „Unsere Kunden erkennen die Vorteile eines zunehmend digitalen Portfolio-Managements und der integrierten Handelsplattform“, sagt Runte.
Digitale Energielösungen
Zufrieden zeigt sich die Trianel-Spitze auch damit, Stadtwerke stärker als Berater und Systemdienstleister zu unterstützen. „Die Entwicklung von Endkundenlösungen für Stadtwerke liegt uns am Herzen und eröffnet neue Formen der Zusammenarbeit. Mit dem neu geschaffenen Bereich Digitale Energielösungen haben wir hier eine gute Basis geschaffen“, sagt Sven Becker. Gemeinsam mit Stadtwerken gehe Trianel mit der Gründung des ersten kommunalen Digitalen Labs noch einen Schritt weiter (wir berichteten). „Mit dem Trianel Digital Lab haben wir ein Format gefunden, gemeinsam mit den Stadtwerken Know-how aufzubauen und digitale Lösungen auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen. Über diese gemeinsame kommerzielle F&E-Plattform erhalten die Stadtwerke auch wichtige Impulse für die kulturelle und unternehmerische Weiterentwicklung“, erläutert Sven Becker. Im vergangenen Jahr seien bereits die ersten drei Pilotprojekte gestartet.
Fokus auf Erneuerbare
Einen weiteren Fokus legt Trianel nach eigenen Angaben auf die Projektentwicklung für Erneuerbare-Energien-Projekte. „Mit dem Baubeginn des Trianel Windparks Borkum II Ende Juni 2018 erfüllen wir in der Projektentwicklung Offshore alle Erwartungen. Bis Herbst 2019 sollen alle Windkraftanlagen stehen und unser zweites Offshore-Projekt in Betrieb gehen“, hebt Becker hervor (wir berichteten). Für die Projektentwicklung Onshore hingegen hätten sich die Voraussetzungen durch das neue Ausschreibungsdesign und die politischen Unsicherheiten rund um das EEG zwar erschwert, dennoch zeigt sich Trianel optimistisch hier auch weiterhin erfolgreich Projekte umsetzen zu können. „Durch die eigene Entwicklung von Projekten gemeinsam mit Stadtwerke-Partnern, die dann in die Ausschreibungsrunden gebracht werden, haben wir uns in der Wertschöpfungskette weiter integriert und für die nächsten Jahre gut aufgestellt. Unsere Projekt-Pipeline ist gut gefüllt“, so Becker.
Direktvermarktung bleibt wichtig
Bei der Vermarktung erneuerbarer Energien habe sich Trianel 2017 strategisch neu aufgestellt. Mit der Entscheidung, das Portfolio auf 3.200 Megawatt zu verschlanken, sei auf die veränderte Marktsituation reagiert und ein klarer Fokus auf Standortqualität gelegt worden (wir berichteten). „Die Direktvermarktung bleibt für uns ein wichtiges strategisches Geschäftsfeld, das wir perspektivisch weiterentwickeln“, kündigt Oliver Runte an.
In diesem Jahr setze Trianel die eingeleitete Restrukturierung weiter fort. Sven Becker ist optimistisch: „Wir haben bereits viel erreicht und operativ trotz der vielen Veränderungen eine hohe Schlagkraft bewiesen. Nach dem ersten Halbjahr 2018 sehen wir uns gut auf Kurs. Wir erwarten für 2018 ein positives Ergebnis allein aus dem operativen Ergebnis.“
VNEW: Unter neuer Flagge unterwegs
[27.03.2026] Der Stadtwerkeverband VSHEW firmiert künftig als Verband der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW). Hintergrund ist die Ausweitung auf weitere Bundesländer sowie der Anspruch, die Energiewende regional stärker zu bündeln. mehr...
JUWI: Strategische Neuausrichtung
[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...
Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme
[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...
evm: Nachhaltige Energiegewinnung
[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...
Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite
[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...
GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit
[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...
VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem
[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...
JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut
[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...
Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg
[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw die Gesellschaft Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt
[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...
dena: 100 vielversprechende Start-ups
[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...
Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen
[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...
Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten
[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...
Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken
[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...
Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant
[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...














