WindparksHöhere Anfangsvergütung verlängern
Windenergieanlagen, die unter dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 in Betrieb genommen wurden, erhalten anstatt der Grundvergütung in den ersten fünf Betriebsjahren die höhere Anfangsvergütung. Je windschwächer ein Standort ist, desto länger wird die höhere Anfangsvergütung gezahlt. Damit sie auch in den Folgejahren auf dem Konto landet, müssen Anlageneigentümer jedoch ein sogenanntes Referenzertragsverfahren bei einem Wirtschaftsprüfer in Auftrag geben. Darauf weist das Beratungsunternehmen Sterr-Kölln & Partner hin. „Wer Anfang 2015 eine Windenergieanlage in Betrieb genommen hat, sollte rasch aktiv werden“, erklärte Christian Schmidt von Sterr-Kölln & Partner. Ein Verzicht auf das Referenzertragsverfahren könne mehrere Millionen Euro Minderertrag zur Folge haben und die Anlage unwirtschaftlich machen.
Damit Windenergieanlagenbetreiber auf windschwachen Standorten wirtschaftlich nicht benachteiligt würden, habe der Gesetzgeber sichergestellt, dass sie die Anfangsvergütung über einen längeren Zeitraum erhalten. Dadurch solle das Ungleichgewicht ausgeglichen werden, dass an unterschiedlichen Standorten sehr unterschiedliche Erträge erzielt werden. Wie lange die Anfangsvergütung weitergezahlt werde, hänge von der Abweichung vor Ort zu der typenspezifischen Leistungskennzahl des jeweiligen Windenergieanlagenmodells, dem sogenannten Referenzertrag, ab. Die erhöhte Anfangsvergütung könne für bis zu 15 Folgejahre, und damit in Summe für maximal 20 Jahre zuzüglich des Jahres der Inbetriebnahme, in Anspruch genommen werden.
Verfahren nach neuem Reglement
Fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des EEG 2014 am 1. August 2014 haben die ersten Anlagenbetreiber nun das Verfahren nach neuem Reglement abgeschlossen. Der Anspruch auf Zahlung der verlängerten erhöhten Anfangsvergütung ist in § 49 Abs. 2 EEG 2014 geregelt; bei jüngeren Anlagen auch im zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültigen EEG unter der Berücksichtigung von Übergangsregelungen. Die Regelung besagt, dass der Zeitraum der Zahlung der erhöhten Einspeisevergütung von 8,9 Cent pro Kilowattstunde auf Basis des Vergleichs zwischen dem Referenzertrag und dem tatsächlichen Ertrag der Anlage ermittelt wird. Anhand der Unterschreitung wird die Anzahl der Monate der erhöhten Anfangsvergütung ermittelt. Ab dem Zeitpunkt, an dem kein Anspruch mehr besteht, erhält der Anlagenbetreiber über die restliche Laufzeit nur noch die Grundvergütung von 4,95 ct/kWh oder 50 Prozent weniger.
„Kurz vor Ablauf der fünf Jahre ist das Referenzertragsverfahren einzuleiten, im Regelfall wird der Netzbetreiber den Anlagenbetreiber dazu auffordern“, sagte Schmidt. Für das Verfahren sei es notwendig, einen Wirtschaftsprüfer zu beauftragen. Der Wirtschaftsprüfer erstelle ein Ertragstestat und ein Anlagenzertifikat und hole den Referenzertragswert der Anlage von der Fördergesellschaft Windenergie in Kiel ein. Die drei Dokumente würden an den Netzbetreiber weitergeleitet, der für den ermittelten Zeitraum die erhöhte Anfangsvergütung gewähre.
Offshore-Windpark Gennaker: Finanzierung steht
[15.09.2026] Der Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee geht in die Realisierungsphase. Die Stadtwerke München sind mit 25 Prozent an dem Projekt beteiligt. Mit einer Leistung von bis zu 976,5 Megawatt soll Gennaker Ende 2028 in Betrieb gehen. mehr...
Berliner Stadtwerke: Windprojekt von JUWI übernommen
[14.09.2026] Die Berliner Stadtwerke erweitern ihre Windenergie-Erzeugung in Brandenburg. Zwei neue Anlagen bei Eisenhüttenstadt sollen ab 2027 jährlich rund 40 Gigawattstunden Strom erzeugen. mehr...
Österreich: Windkraft erreicht im August Rekordwert
[10.09.2026] Die Windkraft hat in Österreich im August 2026 so viel Strom erzeugt wie noch nie in diesem Monat. Auch im Juli lag die Produktion deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. In den beiden Sommermonaten deckten Windenergieanlagen knapp 14 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. mehr...
Artenschutz: Erprobung von Anti-Kollisionssystem
[03.09.2026] Das ZSW erprobt ein mobiles, KI-gestütztes Anti-Kollisionssystem für Vögel und Fledermäuse an Windenergieanlagen. Gemeinsam mit ABO Energy soll der Bird- und BatRecorder 2.0 unter realen Bedingungen Daten für einen artenschutzgerechteren Windparkbetrieb liefern. mehr...
Bundesregierung: Windenergie-auf-See-Gesetz beschlossen
[03.09.2026] Das Bundeskabinett hat die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes beschlossen. VKU und BDEW begrüßen wichtige Änderungen, fordern aber Nachbesserungen bei Ausschreibungen, Netzanbindung und bereits vergebenen Projekten. mehr...
JUWI: Fünf neue Anlagen am Netz
[01.09.2026] Im Landkreis Warendorf speisen fünf neue Windenergieanlagen Strom ins Netz ein. Der Windpark Sassenberg-Füchtorfer Moor II soll jährlich knapp 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. mehr...
Trianel: Windpark Borkum stabilisiert Stromnetz
[31.08.2026] Der Trianel Windpark Borkum I nimmt mit rund 70 Megawatt Leistung am Regelenergiemarkt teil. Seit Juli 2026 stellt der Offshore-Windpark negative Sekundärregelleistung bereit und kann dafür seine Einspeisung auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers automatisch reduzieren. mehr...
Schleswig-Holstein: Zehn GW Windenergieleistung an Land
[27.08.2026] Schleswig-Holstein hat erstmals mehr als zehn Gigawatt Windenergieleistung an Land installiert. Das Land will den Ausbau nun mit Blick auf die geplante EEG-Novelle weiter absichern. mehr...
Windenergie: Richtung tragfähiger Märkte
[25.08.2026] In einem schwierigen Marktumfeld stellt sich das Unternehmen JUWI neu auf und setzt auf Effizienz und internationale Wachstumsprojekte. Dazu gehören eine neue Organisationsstruktur sowie die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle. mehr...
Windenergie-auf-See-Gesetz: VKU fordert Ausbau mit Augenmaß
[19.08.2026] Der VKU fordert für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie mehr Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Stromertrag. Zur Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes schlägt der Verband unter anderem ein niedrigeres Ausbauziel und kleinere Ausschreibungsflächen vor. mehr...
Windenergie: Akzeptanz schaffen
[17.08.2026] Mit dem Windprojekt Schäferköppel realisiert Mainova derzeit den ersten Windpark auf Frankfurter Gemarkung. Das Projekt zeigt, welche Rolle interkommunale Zusammenarbeit, regionale Verankerung und Bürgerbeteiligung für den Ausbau erneuerbarer Energien spielen. mehr...
EnBW: Bau von Offshore-Windpark abgeschlossen
[17.08.2026] Beim Offshore-Windpark He Dreiht sind alle 64 Windkraftanlagen mit jeweils 15 Megawatt Leistung installiert. Der 960-Megawatt-Park soll noch im Spätsommer vollständig in Betrieb gehen, allerdings läuft nach einem Rotorblattschaden Ende Juli noch eine Untersuchung. mehr...
Windenergie: Weniger ist mehr
[12.08.2026] Der Repowering-Windpark Elster zählt zu den größten Projekten dieser Art in Europa. Er zeigt, wie Kommunen, Betreiber und regionale Energieakteure bestehende Windstandorte neu bewerten können. mehr...
Kreis Steinfurt: Bürgerwind sichert Wertschöpfung vor Ort
[11.08.2026] Im Kreis Steinfurt soll Bürgerwind dafür sorgen, dass ein größerer Teil der Wertschöpfung aus Windenergie in der Region bleibt. Kommunen, Bürger, Banken und Unternehmen sind dabei über ein regionales Netzwerk in die Projekte eingebunden. mehr...
Rheinland-Pfalz: Kommunale Anstalt für Flächenpooling
[11.08.2026] Die Verbandsgemeinde Bad Bergzabern bündelt Flächen für den Ausbau der Windenergie und hat dafür eine kommunale Anstalt gegründet. Mehr als 80 Verhandlungsmandate stärken die Position der Kommune gegenüber Projektentwicklern und sollen regionale Wertschöpfung sichern. mehr...
















