Sonntag, 15. Februar 2026

neu.swAcht Millionen für neue Fernwärmetrasse

[20.08.2020] Eine in den 1970er Jahren erbaute Fernwärmetrasse in der Stadt Neubrandenburg soll bis 2027 für circa acht Millionen Euro erneuert werden. Die Stadtwerke beginnen derzeit, die ersten unterirdischen Rohre für das neue System zu verlegen.
Für die neue Fernwärmetrasse ersetzen die Stadtwerke Neubrandenburg Strahlrohre

Für die neue Fernwärmetrasse ersetzen die Stadtwerke Neubrandenburg Strahlrohre, wie das im Vordergrund, jetzt nach und nach durch neue Kunststoffmantelrohre.

(Bildquelle: Stadtwerke Neubrandenburg)

Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) haben mit der Erneuerung einer ihrer wichtigsten Fernwärmetrassen begonnen. Dafür werden sie bis zum Jahr 2027 etwa acht Millionen Euro investieren, informieren die Stadtwerke der Vier-Tore-Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. In einer ersten Etappe würden jetzt unweit der Hochstraße neue Rohre verlegt – und das unterirdisch. Die insgesamt 3,5 Kilometer lange oberirdische Trasse stamme aus den 1970er Jahren und sei mittlerweile in die Jahre gekommen. Auf Sockeln, Stützen und mithilfe von Rohrbrücken seien die alten Fernwärmerohre damals verlegt worden. Mit steigendem Alter des Fernheizleitungssystems würden umso mehr Reparaturen anfallen. Speziell Schäden und Abnutzungen an Rohrisolierungen und Auflagesystemen müssten immer wieder ausgebessert werden. Das sei nach 50 Jahren zwar normal, aber auch ein Grund, in modernen Ersatz zu investieren. In einem ersten Bauabschnitt sollen die alten Stahlrohre zwischen Sponholzer und Tilly-Schanzen-Straße auf rund 260 Metern gegen Kunststoffmantelrohre ausgetauscht und unterirdisch verlegt werden. Die Neuen seien samt Isolierung 67 Zentimeter dick. Ihr Innendurchmesser betrage knapp 45 Zentimeter, um das heiße Wasser für die Fernwärme durch die Stadt zu transportieren. Bereits 2018 seien die Fernwärmerohre im angrenzenden Bereich des Bahnübergangs Sponholzer Straße durch ein erdverlegtes Kunststoff-Mantelrohr-System ersetzt worden. Gebaut werden soll in den kommenden Jahren immer nur im Sommer, also in der heizfreien Zeit. Das erkläre die lange Dauer des Projekts, mit dem die Wärmeversorgung der Stadt für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werde. In den Kosten enthalten ist auch der Rückbau der alten Sockel und Stützen, informieren die Stadtwerke. Im Bereich Kruseshofer Straße sei im Projektverlauf zudem eine neue unterirdische Bahnquerung geplant.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

Cuxhaven: Alter Fischereihafen erhält Energiespundwand

[13.02.2026] Niedersachsen fördert im Alten Fischereihafen Cuxhaven eine bundesweit einzigartige Energiespundwand, die Wärme direkt aus dem Meerwasser gewinnt. Das 3,1-Millionen-Euro-Projekt soll ein 61.000 Quadratmeter großes Quartier klimaneutral mit Heiz- und Kühlenergie versorgen und gilt als Modell für die Wärmewende in Häfen. mehr...

SAENA: Kostenfreies Webinar zur Wärmeplanung

[12.02.2026] Die Sächsische Energieagentur SAENA bietet am 27. Februar 2026 ein kostenfreies Webinar zu Ausschreibung und Vergabe in der kommunalen Wärmeplanung an. mehr...

Stiftung Umweltenergierecht: Webinar zur Wärmeplanung

[09.02.2026] Neue Leitfäden sollen Kommunen den Schritt von der Wärmeplanung in die praktische Umsetzung erleichtern. Die Stiftung Umweltenergierecht stellt zentrale Inhalte und Empfehlungen in einem kostenfreien Online-Seminar vor. mehr...

Stuttgart: Abwärme von Rechenzentrum macht Schule

[06.02.2026] Ein Rechenzentrum in Stuttgart speist seine Abwärme erstmals systematisch in ein lokales Wärmenetz ein. Das Projekt von nLighten und Wärmelösungen Synergiepark Stuttgart zeigt, wie digitale Infrastruktur konkret zur Dekarbonisierung städtischer Wärmeversorgung beitragen kann. mehr...

Leverkusen: Wärmeplan liegt öffentlich aus

[05.02.2026] Der Entwurf der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Leverkusen liegt nun öffentlich aus. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, den Plan online einzusehen und Stellung zu nehmen. Das Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. mehr...

Darmstadt/Wiesbaden: Fortschritte bei kommunaler Wärmeplanung

[05.02.2026] Wiesbaden legt den Entwurf seiner kommunalen Wärmeplanung öffentlich aus, Darmstadt hat seine Wärmeplanung bereits beschlossen und vorgestellt. Beide Städte wollen damit den Umbau der Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral, wirtschaftlich tragfähig und planbar gestalten. mehr...

Gebäudeenergiegesetz: Spitzenverbände fordern Reform

[29.01.2026] Mehrere Spitzenverbände aus Energie-, Kommunal- und Immobilienwirtschaft fordern eine schnelle und grundsätzliche Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie verlangen klare, investitionsfreundliche und praxistaugliche Regeln, die nationale und europäische Vorgaben zusammenführen. mehr...

Pforzheim: Energiezentrale in Betrieb gegangen

[29.01.2026] In Huchenfeld ist eine neue Energiezentrale in Betrieb gegangen, die den Pforzheimer Stadtteil künftig mit überwiegend erneuerbarer Wärme versorgen soll. Betreiber sind die Stadtwerke Pforzheim, die damit ihre Nah- und Fernwärmestrategie weiter ausbauen. mehr...

Nexiga/DBI: Wärmebedarf von Gebäuden berechnen

[21.01.2026] Eine neue, normbasierte Methode berechnet erstmals den Wärmebedarf nahezu aller Gebäude in Deutschland gebäudescharf. Entwickelt von Nexiga und der DBI-Gruppe, soll sie Kommunen, Energiewirtschaft und Wohnungswirtschaft präzisere Planungsgrundlagen liefern. mehr...

Herrenchiemsee: Kulturerbe hat Nahwärmesystem erhalten

[19.01.2026] Auf der Herreninsel im Chiemsee ist ein neues Nahwärmesystem mit Holzvergaser-Blockheizkraftwerk in Betrieb gegangen, das mehrere denkmalgeschützte Gebäude nahezu autark mit Wärme und Strom versorgt. Das Projekt zeigt, wie sich erneuerbare Energietechnik auch in sensiblen Kulturerbe-Strukturen technisch anspruchsvoll integrieren lässt. mehr...

Rhein-Hunsrück-Kreis: Wärmeplanung abgeschlossen

[16.01.2026] Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen und zeigt Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung auf. Kennzeichnend ist die interkommunale Zusammenarbeit mehrerer Kommunen, die ihre gesetzlich geforderten Wärmepläne gemeinsam erarbeitet haben. mehr...

bericht

Wärmeversorgung: Hoher Energieeinsatz, große Hebel

[13.01.2026] Wie Gewerbegebiete die Wärmewende vorantreiben können, zeigt ein Projekt im Ruhrgebiet. Im Rahmen von EMG.Ruhr sollen wirtschaftlich genutzte Flächen systematisch für eine klimafreundliche Energie-Infrastruktur erschlossen werden. mehr...

Fellbach: Fortschritte bei Wärmeplanung

[09.01.2026] Fellbach treibt die kommunale Wärmeplanung mit dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 voran. Der Gemeinderat setzt dabei auf Machbarkeitsstudien für Wärmenetze, den Ausbau von Photovoltaik und Wärmepumpen sowie auf eine intensive Information der Bürgerschaft. mehr...

Stadtwerke Osnabrück: Zwischenbilanz zu Wärmepumpen-Komplettpaket

[08.01.2026] Nach einem Jahr ziehen die Stadtwerke Osnabrück eine positive Zwischenbilanz ihres Wärmepumpen-Komplettpakets. Das gemeinsam mit Industriepartnern und regionalem Handwerk entwickelte Modell stößt auf anhaltendes Interesse und wird inzwischen durch PV- und Speicherlösungen ergänzt. mehr...

bericht

Hamburg: Wärme aus Abwasser

[07.01.2026] Mit der größten Abwasserwärmepumpe Deutschlands treiben die Hamburger Energiewerke und Hamburg Wasser die Wärmewende voran. Das Pionierprojekt im Energiepark Hafen demonstriert, wie Städte ihre lokalen Energiepotenziale nutzen können. mehr...