Stadtwerke JenaPersönliche Ladesäulen für Mieter

Mit Jenas Wohnungsgesellschaften errichten die Stadtwerke zunehmend persönliche Ladesäulen für die Mieter von Park- und Tiefgaragenstellplätzen.
(Bildquelle: Stadtwerke Jena / Anna Schroll)
Der Stadtrat von Jena hat jetzt das Projekt Elektromobilität Jena 2030 um fünf Jahre verlängert. Das berichten die Stadtwerke Jena. Auch sei beschlossen worden, den Fokus des Projekts zu erweitern und die Themenfelder Wasserstoff und synthetische Treibstoffe in die Arbeit aufzunehmen. „Wir freuen uns, dass die Stadt die Bedeutung der Elektromobilität als Antriebsform der Zukunft würdigt und unserem Netzwerk die Chance gibt, mit gebündelter Kraft weitere konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen“, sagt Projektleiter André Kliem von den Stadtwerken Jena. Das Netzwerk vereint laut den Stadtwerken lokale Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, verschiedenen Unternehmen der Stadtwerke Jena Gruppe, Wohnungsgesellschaften und städtischen Eigenbetrieben. Seit 2017 schaffe es die Voraussetzungen dafür, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 10.000 Elektroautos durch die Saalestadt rollen und herkömmliche Kraftstoffe durch elektrische Antriebe ersetzt werden.
Die steigenden Zulassungszahlen für Elektro-Fahrzeuge zeigen, dass die Elektromobilität in Jena angekommen ist: Ende 2020 waren laut den Stadtwerken 510 Fahrzeuge vollelektrisch oder als so genannte Plug-In-Hybride unterwegs. Das Jenaer Stromnetz ist dabei laut Stadtwerke-Kapazitätsanalysen auf die steigende Zahl von E-Fahrzeugen vorbereitet. Darüber hinaus arbeite der kommunale Energieversorger an Ladelösungen für die verschiedenen Bedürfnisse der E-Autofahrer. Beim Ausbau der Lade-Infrastruktur verlagere sich derzeit der Schwerpunkt. In den ersten Projektjahren habe der Fokus im Aufbau möglichst vieler öffentlicher Ladepunkte gelegen; mittlerweile gibt es laut den Stadtwerken davon 50 in Jena. Mit steigenden Zulassungszahlen im privaten und gewerblichen Bereich setzen jedoch immer mehr E-Autofahrer sowie Unternehmen auf eigene Ladesäulen. Inzwischen seien über 100 private und gewerbliche Ladepunkte in Jena entstanden. „Das Laden an herkömmlichen Ladepunkten nimmt mehrere Stunden in Anspruch und ist damit vorrangig für Ladevorgänge Zuhause oder am Arbeitsplatz geeignet. Weil diese Möglichkeiten nicht allen E-Autofahrern offenstehen, wollen wir weitere Anwendungsszenarien ausprobieren und anbieten“, erklärt Matthias Stüwe, verantwortlich für den Ausbau der Lade-Infrastruktur bei den Stadtwerken. In einem neuen Pilotprojekt loten die Stadtwerke Jena deshalb aus, ob und wie Super-Schnell-Ladesäulen in Jena und der Region angenommen werden. Ein weiteres Pilotprojekt ermittle die Bedürfnisse von Mietern in Wohngebieten. In Zusammenarbeit mit Jenas Wohnungsgesellschaften ergänzen die Stadtwerke dabei die öffentlichen Ladesäulen in den Wohngebieten um persönliche Ladesäulen für Mieter von Park- und Tiefgaragenstellplätzen. Sechs solcher Ladepunkte sollen im Frühjahr 2021 in der Winzerlaer Anna-Siemsen-Straße entstehen. Weitere folgen im Jahresverlauf.
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