Freitag, 9. Oktober 2026

MünchenNeues Vergabeverfahren für Ausbau der Lade-Infrastruktur

[09.09.2026] München will den Ausbau öffentlicher Lade-Infrastruktur künftig über Konzessionen organisieren und damit das bisherige Verteilverfahren ablösen. Anlass für den Wechsel ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts München, das Mängel am bisherigen Auswahlverfahren festgestellt hatte.

München will den Ausbau öffentlicher Lade-Infrastruktur künftig über Konzessionen organisieren.

(Bildquelle: adobe stock)

Die Stadt München bereitet ein neues Vergabeverfahren für den Aufbau und Betrieb von Ladesäulen im öffentlichen Raum vor. Wie die Stadt mitteilt, hat der Feriensenat des Stadtrats das Mobilitätsreferat beauftragt, eine Konzessionsvergabe vorzubereiten. Das bisherige verwaltungsrechtliche Verteilverfahren wird aufgehoben.

Hintergrund ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) München vom Februar 2026. Nach Angaben der Stadt hatte das Gericht das bisherige Vorgehen zwar grundsätzlich bestätigt, zugleich aber Mängel am Auswahlverfahren festgestellt. Dieses sei nicht ausreichend wettbewerbsorientiert und damit nicht diskriminierungsfrei ausgestaltet gewesen. Grund dafür sei unter anderem gewesen, dass die bestehende Ladeinfrastruktur von der Verteilung ausgenommen war.

Das Mobilitätsreferat will bis November einen nichtöffentlichen Vergabebeschluss für die Konzessionsvergabe vorbereiten. Anschließend sollen die Ausschreibung veröffentlicht und die Konzessionen vergeben werden.

Die Stadt verspricht sich von dem neuen Verfahren mehr Möglichkeiten, Anforderungen an Qualität und Leistung der Lade-Infrastruktur festzulegen. Zudem bewertet sie das rechtliche Risiko einer Konzessionsvergabe als geringer als bei anderen Verfahren.

Sabine Effner, Stadtdirektorin und Stellvertreterin des Mobilitätsreferenten, bezeichnet München als attraktiven Markt für Betreiber von Lade-Infrastruktur. Die Konzessionsvergabe biete der Stadt aus ihrer Sicht einen großen Gestaltungsspielraum und sei die „beste und rechtssicherste Möglichkeit“, den Ausbau voranzutreiben.

Bürgermeisterin Mona Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen) sieht eine flächendeckend verfügbare Ladeinfrastruktur als Voraussetzung für einen stärkeren Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Mit dem neuen Verfahren wolle die Stadt die Grundlage schaffen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen.





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