BMWKKlimaschutzbericht 2022 beschlossen
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) teilt mit, dass der letzte Woche Mittwoch (28. September) vom Bundeskabinett beschlossene Klimaschutzbericht 2022 zum einen zeigt, dass die Klimaschutzmaßnahmen an Tempo zulegen. Zum anderen seien aber weitere Anstrengungen notwendig, um die Lücke bis 2030 zu schließen.
Der jährliche Bericht basiere auf § 10 Absatz 1 des Klimaschutzgesetzes und stelle gemäß den gesetzlichen Vorgaben die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland sowie den Stand der Umsetzung der Klimaschutzprogramme und ihrer Minderungswirkungen vor. Die Maßnahmen aus dem Klimaschutzprogramm 2030, das im Herbst 2019 verabschiedet wurde, befänden sich nun fast vollständig in Umsetzung oder seien bereits umgesetzt worden. Die Bundesregierung habe darüber hinaus bereits weitere Maßnahme beschlossen, die auf das neue Klimaziel ausgerichtet sind. Bis zum Jahr 2030 müssten die Treibhausgasemissionen Deutschlands um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken.
Der Bericht mache zugleich klar, dass weitere enorme Anstrengungen notwendig sind und das Tempo weiter deutlich erhöht werden muss. Die Treibhaugasemissionen in Deutschland müssten deutlich schneller sinken als bisher. Im Jahr 2021 sei eine Minderung von 38,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 erzielt worden. Nach einem deutlichen, auch Corona-bedingten Rückgang im Jahr 2020 seien die Emissionen im Jahr 2021 wieder angestiegen. So seien im Jahr 2021 rund 762 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt worden – das sind gut 33 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,5 Prozent mehr als 2020, aber immerhin weniger als die 800 Millionen Tonnen, die noch 2019 emittiert wurden.
Größtes energiepolitisches Gesetzespaket seit Jahrzehnten
Anfang Juli 2022 hätten Bundestag und Bundesrat das größte energiepolitische Gesetzespaket seit Jahrzehnten beschlossen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien werde umfassend beschleunigt, zu Wasser, zu Land und auf dem Dach. Bis 2030 sollten mindestens 80 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien bezogen werden. Dies bedeute eine massive Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Im Jahr 2030 sollten rund 600 Terawattstunden Strom in Deutschland aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Im Wärmebereich sei die Bundesförderung für effiziente Gebäude Ende Juli 2022 stärker auf Sanierungen fokussiert gewesen und die Abkehr der Förderung fossiler Heizsysteme umgesetzt worden, da dort die Einspareffekte am größten sind.
Flankiert würden die Beschlüsse zum Erneuerbaren Ausbau auch durch die Beschlüsse des EU-Energierats vom 27. Juni 2022. So habe der EU-Energierat sich erstmals auf ein verbindliches EU Energieeffizienzziel und neues ambitioniertes EU-Erneuerbaren Ziel von 40 Prozent bis 2030 verständigt.
Damit die gesamte Klimapolitik auf Zielpfad kommt, werde in der Bundesregierung derzeit ein umfassendes Klimaschutz-Sofortprogramm abgestimmt. Die Bundesregierung werde ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen, wesentliche für das Erreichen der Klimaziele notwendige Gesetze, Verordnungen und Maßnahmen bis Ende 2022 abzuschließen, damit sie zum 1. Januar 2023 in Kraft treten können.
Tempo beim Klimaschutz sei dringend notwendig, die negativen Folgen des Klimawandels werden zunehmend auch in Deutschland spürbar. Steigende Temperaturen bedingen auch hier mehr Dürren und Starkregenereignisse, mit teils katastrophalen Folgen für Mensch, Umwelt und Wirtschaft.
Hier finden Sie den Klimaschutzbericht 2022.
BDEW/VKU: Stellungnahme zum Brandanschlag
[02.09.2026] Nach dem Angriff auf ein Umspannwerk in Turnow-Preilack haben sich BDEW und VKU zum Schutz Kritischer Energie-Infrastruktur geäußert. Beide Verbände fordern Konsequenzen, unterscheiden sich aber in der Frage, welche Rolle Staat und Betreiber beim Schutz der Stromnetze übernehmen sollen. mehr...
Bundesregierung: Eckpunkte für ein Wärmenetzpaket beschlossen
[28.08.2026] Die Bundesregierung hat Eckpunkte für ein neues Wärmenetzpaket beschlossen. Der geplante Rechtsrahmen soll Investitionen erleichtern und zugleich Preise sowie Verbraucherrechte neu regeln. mehr...
RWE/Amprion: Stromanbieter kritisieren geplante Übernahme
[19.08.2026] Die geplante Übernahme von Amprion durch RWE stößt bei vier Ökostromanbietern auf Kritik. Sie fordern von der Bundesnetzagentur eine neue Prüfung, weil sie Risiken für Wettbewerb, Netzunabhängigkeit und den Zugang zu Flexibilitätsmärkten sehen. mehr...
Windenergie-auf-See-Gesetz: VKU fordert Ausbau mit Augenmaß
[19.08.2026] Der VKU fordert für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie mehr Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Stromertrag. Zur Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes schlägt der Verband unter anderem ein niedrigeres Ausbauziel und kleinere Ausschreibungsflächen vor. mehr...
Interview: Schocks absorbieren
[10.08.2026] Die Energiebranche fordert klare Regeln für den Schutz Kritischer Infrastrukturen. stadt+werk sprach mit Kerstin Andreae, BDEW, und Ingbert Liebing, VKU, über die Bedrohungslage und mögliche Wege zu höherer Sicherheit. mehr...
Verband Region Stuttgart: Ausbau der Stromnetze beschleunigen
[06.08.2026] Der Verband Region Stuttgart und zahlreiche Partner wollen den Ausbau der Stromnetze in der Region beschleunigen. Eine gemeinsame Absichtserklärung soll Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und die Zusammenarbeit von Kommunen, Netzbetreibern und Stadtwerken stärken. mehr...
Bundesregierung: StromVKG verabschiedet
[04.08.2026] Das neue Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz schafft den Rahmen für zusätzliche flexible Stromkapazitäten. Es soll die Versorgung auch bei wachsendem Anteil erneuerbarer Energien und dem Kohleausstieg absichern. mehr...
EEG-Novelle/Netzanschlusspaket: Stellungnahmen zu Reformschritten
[29.07.2026] Das Bundeskabinett hat heute die Entwürfe für die EEG-Novelle und das Netzanschlusspaket beschlossen. Energieverbände begrüßen den Reformkurs, verlangen im parlamentarischen Verfahren aber an zentralen Punkten Änderungen. mehr...
Thüringen: Energie-Anlagen schneller genehmigen
[28.07.2026] Thüringen will Genehmigungsverfahren für Industrie- und Energie-Anlagen weiter beschleunigen. Neue Vorgaben und organisatorische Maßnahmen sollen Investitionen sowie den Ausbau der Energie-Infrastruktur erleichtern, ohne den Umweltschutz zu schwächen. mehr...
Politik: Stellungnahmen zur EEG-Novelle und zum Netzanschlusspaket
[24.07.2026] Die Referentenentwürfe zur EEG-Novelle und zum Netzanschlusspaket stoßen bei Ländern und Verbänden auf ein geteiltes Echo. Während einige Akteure Nachbesserungen verlangen, sehen andere wichtige Fortschritte – fordern aber mehr Zeit und einen strukturierten Dialog vor dem Kabinettsbeschluss. mehr...
Sokratherm: Politische Entscheidungen verbessern Bedingungen für KWK
[22.07.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz und ein EuGH-Urteil stärken die Rahmenbedingungen für Kraft-Wärme-Kopplung. Beide Entscheidungen könnten den Einsatz von Blockheizkraftwerken erleichtern und die anstehende Reform des KWK-Gesetzes beeinflussen. mehr...
EEG-Novelle: Kritik aus der Biogasbranche
[22.07.2026] Ein Netzwerk der Biogasbranche kritisiert den Entwurf zur EEG-Novelle als existenzielle Bedrohung für bestehende Biogasanlagen. Nach Ansicht der Flexperten gefährden die geplanten Ausschreibungsregeln Versorgungssicherheit, Wärmewende und ländliche Wertschöpfung – und fordern deutliche Nachbesserungen. mehr...
Energiewende: Hybridlösungen statt neuer Lock-ins
[14.07.2026] Die Kraftwerksstrategie des Bundes setzt auf zentrale Großprojekte – doch die kommen zu spät und schaffen neue Abhängigkeiten. Kommunale Hybridlösungen aus KWK, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Speichern bieten einen schnelleren, resilienteren Weg. mehr...
Naturstrom: Weniger Negativpreise
[07.07.2026] An der Strombörse gab es im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Stunden mit negativen Preisen als im Vorjahr. Eine Analyse zeigt, warum die Preise trotz der globalen Energiekrise insgesamt stabil blieben und welche Rolle erneuerbare Energien und Flexibilität dabei spielen. mehr...
TenneT: Bund steigt ein
[06.07.2026] Der Bund hat seine Beteiligung am Stromübertragungsnetzbetreiber TenneT Germany abgeschlossen. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hält der Staat nun 25,1 Prozent der Anteile. Nach Angaben der Bundesregierung soll damit der Ausbau des Stromübertragungsnetzes unterstützt werden. mehr...












