PositionspapierSpeicher besser einbinden

Verbände fordern politische Anreize für den gemeinsamen Ausbau von erneuerbaren Energien und Energiespeichern.
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Der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) und der Bundesverband Windenergie (BWE) haben sich für neue politische Anreize zum gemeinsamen Ausbau von Anlagen für erneuerbare Energien und Energiespeichern ausgesprochen. Wie beide Verbände mitteilen, soll die sogenannte Co-Location – also der gleichzeitige Ausbau von Windkraftanlagen und Speichersystemen – helfen, die Energiewende günstiger und effizienter zu gestalten.
In einem gemeinsamen Positionspapier schlagen die Verbände Maßnahmen vor, um Erzeugungsanlagen und Speicher besser in das Energiesystem einzubinden. Vorgestellt wurde das Papier gestern (15. Oktober 2025) bei einem parlamentarischen Frühstück in Berlin vor Mitgliedern des Bundestags und der Bundesregierung. „Gemeinsam machen Erneuerbare Energien und Flexibilitäten teure fossile Stromerzeugung überflüssig, entlasten die Netze und ermöglichen eine maximal effiziente Nutzung der vorhandenen Grünstromkapazitäten“, heißt es in der Erklärung von BVES und BWE.
Abregelungen durch Speicher vermeiden
Nach Angaben der Verbände soll die Integration von Speichern Abregelungen vermeiden, also das Abschalten von Windrädern bei Stromüberschuss. Sie ermögliche außerdem, Einspeisung und Verbrauch netzdienlich zu verschieben. So ließe sich die Energieeffizienz erhöhen und die Versorgungssicherheit stärken. Dafür müsse der rechtliche Rahmen – vom Marktdesign über das Energierecht bis zum Netzanschluss – angepasst werden. Das Positionspapier nennt mehrere konkrete Forderungen:
- Systemische Anreize: Flexible Netzentgelte und variable Stromtarife sollen weiterentwickelt werden. Voraussetzung sei ein schnellerer Einbau intelligenter Stromzähler (Smart Meter).
- Rechtssicherheit: Es brauche eine Nachfolgeregelung zur Netzentgeltbefreiung und eine klare Regelung, dass Stromspeicher auch im Außenbereich gebaut werden dürfen.
- Investitionshemmnisse: Baukostenzuschüsse sollen sinken, Netzbetreiber sollen Informationspflichten bekommen.
- Regionaler Verbrauch: Direktversorgung und regionale Strommärkte sollen erleichtert werden. Energy Sharing müsse unbürokratisch möglich sein.
- Netzanschluss: Verfahren sollen vereinfacht, vereinheitlicht und digitalisiert werden. Außerdem sei ein Rechtsanspruch auf die Überbauung bestehender Netzverknüpfungspunkte im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nötig.
- Praxisgerechte Gesetze: Anpassungen im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und im EEG sollen die Nutzung bestehender Optionen erleichtern.
- Bürokratieabbau: Die Verfahren sollen insgesamt schneller und einfacher werden.
Erneuerbare und Speicher gemeinsam denken
BVES-Geschäftsführer Urban Windelen betonte, dass Erneuerbare und Speicher „gemeinsam gedacht“ werden müssten. Nur ein moderner Regulierungsrahmen könne das Zusammenspiel beider Technologien voll nutzbar machen. Dass zwei große Verbände hier gemeinsam aufträten, sei „ein starkes Signal“, um alte Strukturen zu überwinden und Innovationen zuzulassen.
BWE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm verwies darauf, dass Flexibilität im Energiesystem entscheidend für eine kosteneffiziente Energiewende sei. Die Bundesregierung könne dies über „systemische Anreize, den Abbau von Bürokratie und Investitionshemmnissen“ unterstützen. Windenergie sei der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix. In Kombination mit Speichern könne sie helfen, die Versorgung zu sichern und Systemkosten zu senken.
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