Donnerstag, 4. Juni 2026

KölnSchnellladesäulen für E-Reisebusse geplant

[17.10.2025] Ab 2026 sollen in Köln erstmals öffentliche Schnellladesäulen für elektrische Reisebusse entstehen. Die Stadt kooperiert dazu mit Daimler Buses und der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate in einem Pilotprojekt für nachhaltigen Tourismusverkehr.

Am Busparkplatz Kuhweg in Köln sollen ab 2026 erstmals öffentliche Schnellladesäulen für elektrische Reisebusse entstehen.

(Bildquelle: OpenStreetMap in Koop. mit Koeln.de)

In Köln werden ab 2026 vier öffentliche Schnellladesäulen für elektrische Reisebusse errichtet. Wie die Stadt Köln mitteilt, entsteht das Projekt in Kooperation mit Daimler Buses und auf Initiative der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz NRW.Energy4Climate. Ziel ist es, den Umstieg auf emissionsfreie Antriebe auch im Reisebusverkehr zu erleichtern.

Daimler Buses plant, auf dem Reisebus-Parkplatz am Kuhweg nahe der Kölner Innenstadt vier Schnellladesäulen mit einer Leistung von jeweils 400 Kilowatt zu installieren. Die Ladepunkte sollen allen Reisebusunternehmen markenunabhängig zur Verfügung stehen und rund um die Uhr geöffnet sein. Im Gegensatz zu Stadtbussen, die meist über Nacht mit geringerer Leistung geladen werden, benötigen Reisebusse besonders starke Lade-Infrastruktur, um lange Strecken mit kurzen Aufenthalten verbinden zu können.

Der Standort am Kuhweg gilt wegen seiner zentralen Lage und der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr als besonders geeignet. Der Parkplatz „Buspark Köln“ liegt westlich des Rheinufers und wird bereits heute von vielen Reisegruppen genutzt, die Köln als touristisches Ziel ansteuern.

Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln, betont die Bedeutung des Projekts für den nachhaltigen Tourismus: „Köln ist ein beliebtes Ziel für Reisegruppen aus dem In- und Ausland. Wir möchten unterstützen, dass sie künftig auch problemlos mit emissionsfreien Bussen anreisen können.“

Wie Daimler Buses berichtet, ist Köln der Auftakt für ein europaweites Vorhaben, mit dem das Unternehmen hochfrequentierte touristische Standorte mit öffentlicher Lade-Infrastruktur ausstatten will – etwa Busparkplätze in Städten oder Freizeitparks. Das Tochterunternehmen Daimler Buses Solutions übernimmt Planung, Bau, Betrieb und Wartung der Anlagen. Die Finanzierung erfolgt eigenständig, die Refinanzierung über den Verkauf des Ladestroms.

Till Oberwörder, CEO von Daimler Buses, erklärt: „Die Zukunft des Busses ist elektrisch. Der Aufbau der notwendigen öffentlichen Lade-Infrastruktur dauert jedoch zu lange. Wir wollen mit unseren Ladesäulen einen wichtigen Impuls geben.“ Das Pilotprojekt in Köln soll zeigen, wie sich ein flächendeckendes Netz leistungsstarker Ladepunkte für den elektrischen Reiseverkehr wirtschaftlich betreiben lässt.





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