Freitag, 19. Juni 2026

Baden-WürttembergAufbau von Schnellladenetz für E-Lkws

[17.06.2026] Baden-Württemberg baut ein öffentliches Schnellladenetz für batterieelektrische Lkw an 14 Standorten auf, umgesetzt von einem Konsortium aus Regioladen+, LichtBlick eMobility und Partnern aus der Thüga-Gruppe.

Ein Konsortium aus Regioladen+ und LichtBlick eMobility baut in Baden-Württemberg ein öffentlich zugängliches Schnellladenetz für batterieelektrische Lkw auf.

(Bildquelle: scharfsinn86/123rf)

Ein Konsortium aus Regioladen+ und LichtBlick eMobility baut in Baden-Württemberg ein öffentlich zugängliches Schnellladenetz für batterieelektrische Lkw auf. Wie die Kooperationspartner mitteilen, ist daran auch die Thüga Aktiengesellschaft als zentraler Partner innerhalb ihres kommunalen Netzwerks beteiligt, das die Projektentwicklung und Standortsuche unterstützt hat.

Das Projekt trägt den Namen BASE BW und ist Teil eines Förderprogramms zum Aufbau von Schnelllade-Infrastruktur für den Schwerlastverkehr. Insgesamt hat das Konsortium den Zuschlag für zwei von drei ausgeschriebenen Förderlosen erhalten und erreicht damit die maximal mögliche Zuschlagsstufe je Bieterkreis. In den kommenden zwei Jahren entstehen 14 Ladeparks, die schrittweise in Betrieb gehen.

Das Land hatte die Lose in jeweils sieben Suchräume gegliedert. Vorgeschrieben sind pro Standort mindestens vier Lkw-Ladeplätze sowie mindestens ein CCS-Ladepunkt. Zusätzlich muss die gesamte Nennladeleistung eines Standorts mindestens 1.200 Kilowatt betragen.

Die geplanten Ladeparks sollen mindestens vier Ladepunkte, Batteriespeicher sowie perspektivisch auch MCS-Ladepunkte umfassen. Die technische Auslegung zielt auf hohe Ladeleistungen bis zu 600 Kilowatt pro CCS-Ladepunkt und zugleich auf flexible Nutzungsszenarien, etwa für das Laden über Nacht.

LichtBlick eMobility übernimmt die Vorfinanzierung sowie den kommerziellen Betrieb der Ladeinfrastruktur. Regioladen+ verantwortet den technischen Betrieb. Für Planung, Bau und Beschaffung wird eine gemeinsame Projektgesellschaft gegründet, die die Umsetzung der Standorte koordiniert.

Die Thüga-Gruppe brachte nach Angaben der Beteiligten insbesondere regionale Kontakte zu Flächeneigentümern sowie zu Speditionen und Logistikunternehmen ein. Dadurch konnten geeignete Standorte identifiziert und die Grundlagen für die Bewerbung in kurzer Zeit geschaffen werden.

Mit dem Projekt erweitert die Thüga-Gruppe zugleich ihr Engagement im Bereich Elektromobilität um die Schwerlastlogistik. Regioladen+ stärkt seine Rolle als Plattform für regionale Versorger im Lade-Infrastrukturmarkt, während LichtBlick eMobility das Geschäftsfeld für gewerbliche Flottenkunden weiter ausbaut.

Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thüga Aktiengesellschaft, betont die strategische Bedeutung des Vorhabens für die Gruppe und den überregionalen Ausbau der Lade-Infrastruktur im Schwerlastsegment.





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