Rheinland-PfalzAusbauziele übertroffen

Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder: „Unsere Maßnahmen greifen.“
(Bildquelle: MKUEM/Christof Mattes)
Rheinland-Pfalz verzeichnet nach vorläufigen Zahlen der Bundesnetzagentur im Jahr 2023 erstmals einen Zubau von mehr als einem Gigawatt Leistung aus erneuerbaren Energien. Das Netto-Ausbauziel von 500 Megawatt (MW) pro Jahr im Bereich der Photovoltaik wird damit deutlich übertroffen. Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen) zeigte sich erfreut über diesen Erfolg: „Ohne den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien werden wir den notwendigen Schub im Klimaschutz nicht erreichen. Deshalb ist es ein wichtiger Schritt, dass der Zubau im Solarbereich im vergangenen Jahr mit rund 940 MW fast doppelt so hoch war wie angestrebt.“
Der Ausbau der Photovoltaik habe sich seit 2020 verfünffacht und liege deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Dazu habe die Freiflächenverordnung wesentlich beigetragen, so Ministerin Eder. Insgesamt habe sich der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz seit 2020 vervierfacht, wobei auch der Ausbau der Windenergie um 50 Prozent gesteigert werden konnte. Eder betonte: „Dass wir erstmals einen Zubau von mehr als einem Gigawatt Leistung aus erneuerbaren Energien erreicht haben, zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen. Diesen positiven Trend gilt es fortzusetzen.“
In Rheinland-Pfalz drehen sich nach Angaben des Energieministeriums insgesamt 1.782 Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund vier Gigawatt. Im vergangenen Jahr wurden weitere 85 Anlagen mit einer Leistung von 450 MW neu genehmigt. Ministerin Eder: „Die neu genehmigte Zubauleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Das zeigt, dass Bundes- und Landesgesetze wie die Abstandsverkürzung Wirkung zeigen.“ Gleichzeitig würden immer mehr Kommunen die Bedeutung von Windenergieanlagen als wichtige Einnahmequelle erkennen, um die örtliche Infrastruktur aufzuwerten und die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen.
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