HannoverBeteiligung an Wärmeplanung

Bereits Ende vergangenen Jahres konnte die Landeshauptstadt Hannover ihre Wärmeplanung an das Land überreichen.
(Bildquelle: Stadt Hannover)
Die Landeshauptstadt Hannover lädt jetzt zur öffentlichen Beteiligung an seiner Wärmeplanung ein. Wie die Stadt mitteilt, hatte sie im Dezember 2023 als erste Kommune in Niedersachsen ihre Wärmeplanung an das Land übermittelt. Die in präzisen Karten dargestellten Ergebnisse habe Hannover gemeinsam mit dem Energiedienstleister enercity auf Basis von dessen Vorabplanungen entwickelt (wir berichteten).
Hannover habe den Berechnungen von Stadt und enercity zufolge ausreichend erneuerbare und Abwärme-Potenziale zur Verfügung, um den prognostizierten Wärmebedarf in Höhe von 3.200 Gigawattstunden im Jahr 2045 abzudecken. Dem Zielszenario zur Wärmeversorgung liegen gebietsbezogene Analysen der so genannten Wärmegestehungskosten für eine Vielzahl möglicher Heizsystem-Varianten zugrunde. Die Wärmegestehungskosten seien die auf den Wärmebedarf bezogenen Gesamtkosten für die Erzeugung unter Berücksichtigung der Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten. Je niedriger diese vollständigen Wärmekosten seien, umso günstiger lasse sich eine Kilowattstunde Wärme mit dem jeweiligen Heizsystem erzeugen. Für die Definition der Wärmeversorgungsgebiete sei das jeweils vorherrschende günstigste Heizsystem ausschlaggebend gewesen, das vor Ort verfügbar ist. Weitere wichtige Faktoren seien auch die Nähe zum Fernwärmenetz oder die Dichte der Bebauung gewesen. Für das Jahr 2045 verdoppele sich der prognostizierte Anteil der Fernwärme am Wärmebedarf auf 56 Prozent, dezentrale Wärmepumpen erreichen 34 Prozent, während Nahwärmenetze zukünftig etwa neun Prozent des Wärmebedarfs abdecken könnten.
Start des öffentlichen Beteiligungsverfahrens
Mit der Bekanntgabe der Wärmekarten starte nun auch das öffentliche Beteiligungsverfahren. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie die Träger öffentlicher Belange haben bis zum 29. Februar 2024 Gelegenheit, ihre Wünsche zur Gestaltung der Wärmeplanung in Hannover einzubringen. In der Beteiligungsphase seien Anregungen zur Wärmeversorgung eines Quartiers ebenso gefragt wie Ideen zum Ausbau des Informations- und Beratungsangebots.
Im Zuge der öffentlichen Beteiligung werde die Stadtverwaltung alle Anregungen prüfen und anschließend eine Drucksache zum Wärmeplan Hannover vorlegen. Diese werde in allen Stadtbezirken und den zuständigen Ratsgremien beraten und vom Rat voraussichtlich im Laufe dieses Jahres entschieden. Der Wärmeplan werde am Ende dieses Prozesses unter anderem auch Fragen wie individuelle Beratungs- und Fördermöglichkeiten beantworten.
„Schon jetzt bietet die Klimaschutzagentur Region Hannover als unsere Partnerin eine Reihe an Heizungs- und Energieberatungen für Hauseigentümer*innen an“, sagt Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel und nennt dabei zum Beispiel Online-Energieberatungen zu den Schwerpunktthemen Heizungserneuerung, Wärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie sowie energieeffiziente Sanierung der Gebäudehülle. Die Klimaschutzagentur bietet zudem einen Fördermittel-Kompass für Privathaushalte und wir prüfen laufend den Ausbau der Beratung.
https://www.hannover.de
Hier können sich Interessierte über die Wärmeplanung informieren.
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