Freitag, 23. Oktober 2026

ednaBereit für 24-Stunden-Wechsel

[05.12.2024] Die edna-Mitglieder sehen sich für 24-Stunden-Lieferantenwechsel gerüstet, fordern aber eine Testphase und einen späteren Starttermin.

Eine aktuelle Blitzumfrage unter den Mitgliedern des edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation zeigt: Die befragten Softwarehersteller sind zuversichtlich, die notwendigen Funktionalitäten für den geplanten 24-Stunden-Lieferantenwechsel bis April 2025 bereitstellen zu können. Auch die mehr als 50 kleinen und mittleren Stadtwerke, die sich unter dem Dach von edna in der Initiative evu+ zusammengeschlossen haben, sind grundsätzlich startklar – vorausgesetzt, die notwendigen Lösungen sind bis dahin implementiert.

Trotz dieser positiven Rückmeldungen empfehlen edna und evu+ der Bundesnetzagentur, den Marktteilnehmern etwas mehr Zeit einzuräumen. Konkret schlagen sie eine dreimonatige Testphase vor dem endgültigen Produktivstart vor. „Da der neue Prozess nicht mit dem bisherigen kompatibel ist, sollte ausreichend Zeit für die Implementierung und Tests eingeplant werden, um einen reibungslosen Start zu gewährleisten. Zudem ist bereits jetzt absehbar, dass ein relevanter Teil der Marktteilnehmer das neue Verfahren nicht bis April umsetzen kann“, erklärt edna-Geschäftsführer Richard Plum.

Verschiebung auf Juli besser

Darüber hinaus sprechen sich edna und evu+ für eine Verschiebung des endgültigen Starttermins auf spätestens den 1. Juli 2025 aus. Ein späterer Termin würde nicht nur dem Markt mehr Zeit für eine reibungslose Umstellung geben, sondern auch mögliche Konflikte mit der nächsten großen Formatumstellung GeLi Gas 2.0 vermeiden, die für den 1. April 2026 geplant ist. Hierzu sollen die Prozessvorgaben im ersten Halbjahr 2025 und die Formatvorgaben bis spätestens Oktober desselben Jahres durch den BDEW vorgelegt werden.

Für die meisten edna-Mitglieder bedeutet dies, dass sie ihre Entwicklungskapazitäten bereits ab Mitte 2025 für die Arbeiten an der GeLi Gas 2.0 freihalten müssen. Ein verzögerter Start des 24-Stunden-Lieferantenwechsels könnte diese Kapazitäten jedoch in der Stabilisierungsphase binden und damit die Vorbereitungen für die nächsten Anpassungen erschweren.





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