ScharbeutzKonzept für Wärmeplanung zugestimmt

Scharbeutz setzt ein Zeichen für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung.
(Bildquelle: Green Planet Energy eG)
Mit dem Beschluss eines kommunalen Wärmeplans hat sich die Gemeinde Scharbeutz einen wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Energieversorgung getan. Wie Green Planet Energy mitteilt, stimmte der Gemeinderat dem von der Energiegenossenschaft erarbeiteten Konzept am 2. April zu. Der Plan liefert strategische Grundlagen für die zukünftige Wärme- und Kälteversorgung in der Ostseegemeinde und soll die bisher zu etwa 80 Prozent fossile Wärmeversorgung schrittweise dekarbonisieren.
Auch wenn der Wärmeplan gemäß dem Wärmeplanungsgesetz keine rechtlich verbindlichen Maßnahmen vorschreibt, bildet er doch einen zentralen Orientierungsrahmen für kommunale Entscheidungen. Die Planung umfasst unter anderem den Ausbau von Wärmenetzen, den verstärkten Einsatz von Großwärmepumpen, Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sowie eine umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestands. Zudem wird großer Wert auf die Information und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger gelegt.
Die Erstellung des Plans erfolgte in enger Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung, lokalen Akteuren und der Öffentlichkeit. Dabei wurden zentrale Bereiche wie Haffkrug, Wulfsdorf, die Schulstraße und das Neubaugebiet Kattenhöhler Weg als potenzielle Ausbaugebiete für Wärmenetze identifiziert. Projektleiter Erich Pick von Green Planet Energy lobt das klare politische Signal: „Der Beschluss des Wärmeplans zeigt, dass unsere Arbeit überzeugt – und dass der politische Wille da ist, diesen Fahrplan nun auch umzusetzen.“
Mit dem frühen Beschluss übererfüllt Scharbeutz laut Green Planet Energy die landesrechtlichen Vorgaben: In Schleswig-Holstein müssen alle Kommunen unter 100.000 Einwohnern bis spätestens Mitte 2028 eine kommunale Wärmeplanung vorlegen. Scharbeutz gehe diesen Weg nun deutlich früher und setze damit ein Zeichen für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung.
Green Planet Energy begleitet neben Scharbeutz auch weitere Kommunen bei der strategischen Wärmewende, etwa im benachbarten Timmendorfer Strand. Dort steht ein entsprechender Ratsbeschluss noch aus. Die Energiegenossenschaft mit Sitz in Hamburg unterstützt deutschlandweit Städte und Gemeinden mit einem interdisziplinären Team bei der Entwicklung nachhaltiger und zukunftsfähiger Wärmestrategien.
N-Ergie: Genehmigung für Altholz-Heizkraftwerk
[05.10.2026] N-Ergie hat die Genehmigung für ein neues Altholz-Heizkraftwerk am Standort Nürnberg-Sandreuth erhalten. Die Anlage soll ab Ende 2029 Strom und Fernwärme erzeugen und bis zu 40 Megawatt thermische Leistung bereitstellen. mehr...
Naturstrom: Kölner Quartier wird mit Solarstrom und Wärmepumpe versorgt
[02.10.2026] Ein neues Wohnquartier in Köln-Ehrenfeld wird mit Photovoltaik und Wärmepumpen mit Strom und Wärme versorgt. Naturstrom hat das Energiekonzept für die 91 Wohneinheiten umgesetzt und bereitet zudem alle Tiefgaragenstellplätze für Wallboxen vor. mehr...
Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Großwärmepumpe für Abwasserwärme
[02.10.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck konkretisieren ihre Pläne, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für das Wärmenetz zu nutzen. Eine Investitionsentscheidung für das Projekt ANIKA soll 2027 fallen. mehr...
Kommunale Wärmeplanung: Umsetzung bleibt unverbindlich
[01.10.2026] Fast alle deutschen Großstädte haben fristgerecht eine kommunale Wärmeplanung vorgelegt. Eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln von 57 Wärmeplänen zeigt jedoch Grenzen des Instruments bei der Umsetzung auf. mehr...
evm/Iqony: Wärmegeschäft in Koblenz gebündelt
[30.09.2026] Energieversorgung Mittelrhein und Iqony bündeln zum 1. Oktober 2026 ihr Wärmegeschäft im Koblenzer Stadtteil Rauental. Die gemeinsame Gesellschaft Wärme Moselbogen soll die bestehenden Netze verbinden und bis 2034 rund 500 weitere Gebäude anschließen. mehr...
dena: Kommunenumfrage zur Wärmeplanung zeigt geteiltes Bild
[29.09.2026] Die kommunale Wärmeplanung kommt voran, doch die Umsetzbarkeit der Pläne wird unterschiedlich beurteilt. Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur unter 778 Kommunen zeigt zudem Lücken bei eingeplanten Ressourcen und der angenommenen Sanierungsrate. mehr...
Fraunhofer IEG: KI-Plattform soll Wärmeplanung verständlicher machen
[29.09.2026] Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro. mehr...
Advertorial: Wärmewende für Stadtwerke finanzierbar machen – Was erfolgreiche Wärmeprojekte ausmacht
[24.09.2026] Die Wärmewende erfordert von Stadtwerken enorme Investitionen – und häufig wird ausgerechnet das knappe Eigenkapital zum Engpass. Wie sich Wärmeprojekte dennoch finanzieren und bis zur Investitionsreife entwickeln lassen und welche Rolle starke Partner dabei spielen, zeigt die Steag Iqony Group. mehr...
Stuttgart: Rechenzentrum versorgt Wärmenetz
[24.09.2026] Im Stuttgarter Synergiepark ist eine neue Wärmeversorgung mit Abwärme aus einem Rechenzentrum in Betrieb gegangen. Das Gebäudenetz soll jährlich rund fünf Gigawattstunden Wärme liefern und bildet den Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau der Wärmeversorgung im Quartier. mehr...
Tettnang: Nahwärmenetz geht in Betrieb
[24.09.2026] In Tettnang ist nach 14 Monaten Bauzeit das neue Nahwärmenetz schrittweise in Betrieb gegangen. Die ersten öffentlichen und privaten Gebäude werden seit Mitte September mit Wärme aus regionalen Holzhackschnitzeln versorgt. mehr...
Stadtwerke Münster: Zweite Großwärmepumpe ist in Betrieb
[23.09.2026] Die Stadtwerke Münster haben am Stadthafen ihre zweite Großwärmepumpe in den Regelbetrieb genommen. Die Anlage nutzt Wärme aus dem Dortmund-Ems-Kanal und soll mit zwei Megawatt Leistung Fernwärme für rund 800 Haushalte erzeugen. mehr...
Baden-Württemberg: Aquathermie bietet großes Potenzial
[22.09.2026] Ein Gutachten des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) sieht in Flüssen und Seen ein erhebliches Potenzial für die Wärmeversorgung in Baden-Württemberg. Bis 2030 könnten Gewässerwärmepumpen demnach jährlich mindestens 2,5 Terawattstunden Wärme bereitstellen. mehr...
Waldalgesheim: Solarthermie ergänzt Nahwärmenetz
[22.09.2026] Waldalgesheim erweitert sein seit mehr als 20 Jahren bestehendes Nahwärmenetz um eine Solarthermieanlage. Sie soll künftig rund 26 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs decken und den Verbrauch von Holzhackschnitzeln reduzieren. mehr...
Frankfurt am Main: Wärmeplan laut Gutachten rechtswidrig
[21.09.2026] Ein vom Bündnis Wärmewende Frankfurt am Main beauftragtes Rechtsgutachten sieht rechtliche Mängel im kommunalen Wärmeplan der Stadt. Das Bündnis fordert deshalb Nachbesserungen vor der geplanten Beschlussfassung am 1. Oktober. mehr...
NRW.Energy4Climate: Wärmewende in Ostwestfalen-Lippe
[21.09.2026] Kommunen und Stadtwerke haben sich in Lemgo über Wege zu einer bezahlbaren und verlässlichen Wärmeversorgung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die kommunale Wärmeplanung sowie Projekte aus Ostwestfalen-Lippe, die unterschiedliche Ansätze für die Wärmewende verfolgen. mehr...













