Mittwoch, 4. November 2026

Kreis EbersbergPilotkommune für digitales Energiemanagementsystem

[22.07.2025] Mit Unterstützung des Bayerischen Digitalministeriums startet der Landkreis Ebersberg die landesweite Transferphase seines digitalen Energiemanagementsystems. Die Plattform soll nun bayernweit Kommunen helfen, Energie zu sparen, Kosten zu senken und CO₂-Emissionen zu reduzieren.

Das Bayerische Staatsministerium für Digitales unterstützt das Energiemanagementsystems des Landkreises Ebersberg mit einem Förderbescheid von 36.360 Euro.

(Bildquelle: Landratsamt Ebersberg)

Der Landkreis Ebersberg treibt als Pilotkommune die bayernweite Verbreitung eines digitalen Energiemanagementsystems voran. Wie das Bayerische Staatsministerium für Digitales mitteilt, unterstützt es mit einem Förderbescheid von über 36.360 Euro den nun beginnenden Roll-out an weitere Kommunen. Bereits die Entwicklung des Projekts war mit rund 500.000 Euro finanziert worden. Die Plattform soll kommunalen Verwaltungen ermöglichen, ihre Gebäude energetisch zu analysieren, Einsparpotenziale zu erkennen und fundierte Entscheidungen zur energetischen Sanierung zu treffen. Ziel ist es, die kommunalen Energieverbräuche zu senken, Haushaltsmittel effizienter einzusetzen und die CO₂-Emissionen messbar zu reduzieren.

Elf Liegenschaften im Landkreis Ebersberg – darunter das Landratsamt, Schulen und Förderzentren – sind bereits digital erfasst. Erste Auswertungen zeigen klare Sanierungsbedarfe und liefern Anhaltspunkte für eine Optimierung von Heizsystemen und -zeiten. Das System überzeugt laut Ministerium durch seine einfache Bedienbarkeit und eine offene Schnittstellenstruktur, die eine flexible Anpassung an unterschiedliche kommunale Anforderungen ermöglicht. Dieser modulare Aufbau erleichtert auch anderen Kommunen den Einstieg in die digitale Energiebilanzierung.

Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) lobte Ebersberg als Beispiel für gelungene Digitalisierung mit konkretem Nutzen vor Ort: „Der Landkreis hat mit seiner Lösung vorgemacht, wie digitaler Fortschritt, Klimaschutz und kommunale Praxis zusammengehen.“ Auch Landrat Robert Niedergesäß (CSU) unterstrich den kooperativen Ansatz des Projekts: „Unser Ziel war es von Anfang an, eine Lösung zu entwickeln, die auch andere nutzen können.“

Das Projekt ist Teil des Programms Kommunal? Digital!, bei dem im Rahmen eines landesweiten Wettbewerbs zehn Modellprojekte ausgewählt und mit insgesamt über vier Millionen Euro gefördert wurden. Zwischen Dezember 2021 und September 2024 wurden die Projekte entwickelt und erprobt. In der aktuellen Transferphase sollen nun die erfolgreichen Ansätze in weiteren Kommunen angewendet werden. Damit leistet das Programm einen Beitrag zur digitalen Transformation kommunaler Infrastrukturen in Bayern – praxisnah, skalierbar und klimarelevant.





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