Baden-WürttembergEnergie bei landeseigenen Gebäuden eingespart

Das Schloss Hohentübingen ist eines der energetischen Bauprojekte vergangenen Jahres.
(Bildquelle: Unsplash/Marcel Strauß)
Im Zuge seiner Klimaschutzstrategie hat Baden-Württemberg im Jahr 2024 mehr als 500 Maßnahmen zur Energieeinsparung und CO₂-Minderung an eigenen Gebäuden umgesetzt. Wie das Land mitteilt, standen im Mittelpunkt bauliche und technische Verbesserungen wie Wärmedämmungen, der Austausch veralteter Heizsysteme, die Installation von Photovoltaikanlagen, die Umrüstung auf LED-Beleuchtung sowie die energetische Optimierung technischer Anlagen. Insgesamt wurden hierfür über 90 Millionen Euro bereitgestellt.
Die erzielten Effekte sind dem Land zufolge beachtlich: Der jährliche Wärmeverbrauch der Landesliegenschaften wurde um rund 9,8 Millionen Kilowattstunden (kWh) reduziert oder durch erneuerbare Energien ersetzt. Beim Stromverbrauch ergibt sich ein Rückgang beziehungsweise eine Substitution um etwa 12,7 Millionen kWh. Daraus resultiert eine jährliche Einsparung von etwa 2.100 Tonnen CO₂.
Auch beim Ausbau der Solarstromnutzung gab es Fortschritte. Die Photovoltaikflächen auf landeseigenen Gebäuden wurden im vergangenen Jahr um rund 43.000 Quadratmeter erweitert, sodass nun insgesamt etwa 211.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Die installierte Gesamtleistung beläuft sich mittlerweile auf über 34 Megawatt peak. Neben Dachanlagen kommen verstärkt auch Lösungen an Fassaden, auf Parkflächen und geeigneten Freiflächen zum Einsatz – zunehmend auch bei denkmalgeschützten Objekten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Umstellung der Wärmeversorgung in Landesgebäuden. Vermögen und Bau Baden-Württemberg entwickelt derzeit Machbarkeitsstudien für rund 60 Heizwerke, um konkrete Projekte zur klimaneutralen Versorgung auf den Weg zu bringen. Fossile Energieträger sollen durch ökostrombetriebene Wärmepumpen oder den Anschluss an Wärmenetze mit wachsendem Anteil regenerativer Energien ersetzt werden.
Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Bündnis 90/Die Grünen) betonte in diesem Zusammenhang: „Die über 90 Millionen Euro hierfür sind gut investiertes Geld. Denn die Maßnahmen dienen der Erreichung unserer Klimaschutzziele und sie helfen uns, zukünftig Energiekosten einzusparen.“
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