Dienstag, 3. November 2026

BBSRStudie zu kommunalen Wärmeplänen

[21.10.2025] Eine neue Analyse des BBSR untersucht erstmals 342 kommunale Wärmepläne in Deutschland. Die Studie zeigt große Unterschiede in Umfang und Tiefe der Planungen – und unterstreicht die Schlüsselrolle von Wärmenetzen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.

Eine neue Studie des BBSR widmet sich jetzt der kommunalen Wärmeplanung.

(Bildquelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung)

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat in seiner aktuellen Veröffentlichung BBSR-Analysen KOMPAKT 11/2025 eine erste Basisanalyse kommunaler Wärmepläne vorgelegt. Wie das Institut berichtet, wurden 342 vorliegende und veröffentlichte Wärmepläne ausgewertet, um grundlegende Parameter der kommunalen Wärmeplanung zu erfassen. Dazu zählen das Basis- und Zieljahr der Planung, die geplante Umsetzungsdauer, der aktuelle Wärmeverbrauch sowie der Anteil von Wärmenetzen an der Versorgung.

Seit Inkrafttreten des Wärmeplanungsgesetzes zum 1. Januar 2024 sind Kommunen bundesweit verpflichtet, strategische Wärmepläne zu erstellen, um die Wärmeversorgung bis spätestens 2045 klimaneutral zu gestalten. Der Untersuchung zufolge unterscheiden sich die bisherigen Planungen stark im Umfang, in der Darstellung und in der Informationstiefe. Besonders deutlich werde, so das BBSR, die zentrale Bedeutung der Wärmenetze: Sie gelten als Schlüsselkomponente beim Umbau der Wärmeversorgung.

Darüber hinaus hebt die Studie die Rolle der Gebäudesanierung hervor. Sanierungsrate und Sanierungstiefe beeinflussen maßgeblich die Ermittlung des zukünftigen Wärmebedarfs in den Kommunen. Insgesamt zeige die Analyse, dass die bisherigen Erfahrungen wertvolle Anhaltspunkte für künftige Fortschreibungen und für eine stärkere Standardisierung der Inhalte kommunaler Wärmepläne bieten.





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