Montag, 21. September 2026

beegyWhite-Label-Lösung für Stadtwerke

[22.09.2025] Mit einem neuen Energiemanagementsystem will das Unternehmen beegy Stadtwerke dabei unterstützen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Das System soll den Stromverbrauch und die -einspeisung intelligent steuern und sich einfach in bestehende Angebote integrieren lassen.

Heimenergiemanagement: Steuerbefehle werden an Geräte wie Wallbox, Wärmepumpe oder Wechselrichter weitergeleitet.

(Bildquelle: beegy GmbH)

Das Unternehmen beegy hat ein Home Energy Management System (HEMS) vorgestellt, das Stadtwerke als sogenannte White-Label-Lösung einsetzen können. Damit lassen sich nach Angaben von beegy die Vorgaben aus dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erfüllen. 

Das System nimmt Steuerbefehle des Verteilnetzbetreibers über ein Smart-Meter-Gateway entgegen und leitet sie an Geräte wie Wallbox, Wärmepumpe oder Wechselrichter weiter. Alle Schritte würden lokal dokumentiert. „Unsere Architektur trennt Haus, Netz und Backend strikt, setzt Steuersignale lokal um und dokumentiert jede Maßnahme auditfest. So reduzieren wir die Komplexität in der Implementierung und schaffen Freiräume – und das ‚out of the box‘, mit minimalem Installationsaufwand“, erklärte Geschäftsführer Carsten Bruns.

Verbrauchssteuerung bei hoher Netzlast

Nach Angaben des Unternehmens können die Funktionen auch dann greifen, wenn die Internetverbindung kurzfristig ausfällt. Die Steuerung bleibt lokal aktiv, Nachweise werden später synchronisiert. Damit sollen Stadtwerke ihren Kundinnen und Kunden eine gesetzeskonforme Lösung anbieten, ohne an Portale einzelner Hersteller gebunden zu sein. Ein Beispiel ist die Verbrauchssteuerung bei hoher Netzlast: Wird ein Steuerbefehl geschickt, verteilt das System das verfügbare Leistungsbudget auf die angeschlossenen Geräte. So kann etwa die Ladeleistung einer Wallbox gedrosselt oder der Betrieb einer Wärmepumpe verschoben werden.

Auch beim Einspeisemanagement zeigt sich der Ansatz. Fordert der Netzbetreiber eine Reduzierung der Einspeisung aus Photovoltaikanlagen, wird überschüssiger Strom lokal genutzt – zum Laden einer Batterie, eines Elektroautos oder zur Warmwasserbereitung. Das soll Ertragsverluste verringern. Gleichzeitig werden die erforderlichen Nachweise bereitgestellt.

Eigenes Subnetz mit Firewall

Besonders hervorgehoben wird von beegy die Sicherheit: Ein eigenes Subnetz mit Firewall kontrolliert die Kommunikation, alle Verbindungen laufen verschlüsselt. Unkontrollierte Verbindungen zu Hersteller-Backends seien damit ausgeschlossen. Stadtwerke könnten das System nach Angaben von beegy in ihre Tarife und Portale einbinden und so ihren Kundinnen und Kunden einen sofort einsatzfähigen Dienst bieten.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

G&W Software: Unterstützung bei Investitionsentscheidungen

[21.09.2026] Der Umbau der Energieversorgung stellt Versorger vor langfristige Investitionsentscheidungen bei Gas-, Wärme- und Stromnetzen. Die Software CaliforniaX soll dabei helfen, unterschiedliche Szenarien zu kalkulieren und Infrastrukturprojekte auf ihre Wirtschaftlichkeit zu prüfen. mehr...

GISA: Stadtwerke Bonn modernisieren Data Warehouse

[17.09.2026] Die Stadtwerke Bonn haben ihr bisheriges SAP Business Warehouse durch eine neue Plattform auf Basis von SAP BW/4HANA ersetzt. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister GISA wurde die Analytics-Landschaft des kommunalen Unternehmens neu aufgestellt. mehr...

Thüga SmartService: KI-Plattform für Stadtwerke gestartet

[09.09.2026] Thüga SmartService hat mit SKIP eine speziell auf die Energiewirtschaft zugeschnittene Plattform für Künstliche Intelligenz entwickelt. Stadtwerke und Energieversorger sollen damit KI-Agenten für Wissensmanagement und Geschäftsprozesse einsetzen können, ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben. mehr...

cortility: KI automatisiert Standardanliegen

[03.09.2026] cortility und Pipeforce wollen Künstliche Intelligenz stärker für die automatisierte Bearbeitung von Kundenanliegen bei Energieversorgern einsetzen. Standardvorgänge wie Zählerstandsmeldungen, Umzüge oder Abschlagsfragen sollen sich damit weitgehend ohne manuelle Eingriffe verarbeiten lassen. mehr...

Illustration eines Laptops, aus dessen Bildschirm eine Rechnung in Papierform ausgegeben wird. Die Darstellung symbolisiert den digitalen Rechnungsversand.

E-Rechnung: Versandpflicht wird ausgeweitet

[26.08.2026] Für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz verschärfen sich zum Jahreswechsel die Vorgaben für elektronische Rechnungen. Ab Januar 2027 müssen sie E-Rechnungen nach der europäischen Norm EN 16931 versenden. Ein Jahr später gilt die Vorgabe für alle Unternehmen. mehr...

bericht

KRITIS-Schutz: Resilienz ist Pflicht

[18.08.2026] Mit dem KRITIS-Dachgesetz sind Städte und Gemeinden unter Zugzwang: Bis Mai 2027 müssen Schutzkonzepte stehen. Doch zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Resilienz klafft häufig noch eine gefährliche Lücke. mehr...

Maingau: Portfoliomanagement in der Cloud

[14.08.2026] Maingau hat sein Portfolio-Management auf eine Cloud-Lösung von Kisters umgestellt. Damit will der Energieversorger Handelsprozesse stärker automatisieren und weitere Funktionen in die Systemlandschaft integrieren. mehr...

bericht

Kundenservice: Vom Antrag zur Lösung

[13.08.2026] Stadtwerke können ihre Kundenservices mit durchgängigen End-to-End-Prozessen effizienter gestalten. Standardisierte Abläufe, intelligentes Routing und KI sollen Bearbeitungszeiten verkürzen und Mitarbeitende entlasten – entscheidend bleibt dabei die Verbindung von Technik, Daten und Menschen. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Joules erhält KI-Funktionen

[13.08.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat die Software Joules erweitert. Das aktuelle Release bringt KI-gestützte Funktionen für verschiedene Arbeitsabläufe sowie ein neu aufgebautes Kunden-, Lead- und Servicemanagement. mehr...

bericht

IT-Infrastruktur: Vollumfassende Integration

[11.08.2026] Neue digitale Angebote und gesetzliche Anforderungen überfordern die IT-Landschaften der Stadtwerke zunehmend. Insbesondere bei systemübergreifenden Prozessen reichen punktuelle Integrationen nicht mehr aus. Gefragt sind vielmehr durchgängige Prozessketten, die verteilte Anwendungen zuverlässig verbinden. mehr...

cortility: EDM-Kooperation mit endica

[11.08.2026] Das Unternehmen cortility überträgt die bislang von endica eingesetzten Lösungen für das Energiedatenmanagement auf SAP S/4HANA Utilities. Damit soll das Energiedatenmanagement für Strom und Gas auch in der neuen Systemlandschaft von endica verfügbar sein. mehr...

Kraftwerk Software Gruppe: Neue KI-gestützte Wissensplattform vorgestellt

[24.07.2026] Die Kraftwerk Software Gruppe hat mit der Lösung kraftwerk.Knowledge eine KI-gestützte Wissensplattform für Versorgungsunternehmen vorgestellt. Sie soll Stadtwerke bei der Dokumentation, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und der schnellen Suche nach Fachinformationen unterstützen. mehr...

Civitas Connect: Offene digitale Basisinfrastrukturen

[20.07.2026] Ein offener Brief fordert, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen stärker in die föderalen Digitalstrukturen einzubinden. Laut Initiator Civitas Connect richtet sich die Initiative an Bund, Länder und weitere zuständige Gremien. Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich der Erklärung bis Ende September anschließen. mehr...

cortility: SAP-Umstellung bleibt eine Herausforderung

[17.07.2026] Mit dem Ende des Supports für SAP R/3 Ende 2027 wächst der Zeitdruck für Energieversorger. Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters cortility werden jedoch zahlreiche Unternehmen den Termin nicht einhalten können. mehr...

enercity: Test für KI-Energie-Assistenten

[16.07.2026] enercity hat die Testphase eines KI-Energie-Assistenten gestartet, der Kundinnen und Kunden die Verwaltung ihres Energievertrags direkt über ChatGPT ermöglichen soll. Nach Angaben des Unternehmens können unter anderem Vertragsdaten eingesehen, Rechnungen abgefragt und Zählerstände übermittelt werden. mehr...