Hertener StadtwerkeZechengelände erhält Großbatteriespeicher

Die Hertener Stadtwerke errichten jetzt einen Batteriegroßspeicher auf dem Zechengelände Ewald.
(Bildquelle: Hertener Stadtwerke/Jan Ahlers)
Die Hertener Stadtwerke planen den Bau eines Großbatteriespeichers auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald. Wie der regionale Energieversorger mitteilt, hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Rat der Stadt Herten dem Projekt zugestimmt. Ziel ist es, die lokale Stromversorgung zu stabilisieren und ein wirtschaftlich tragfähiges Modell zur Vermarktung von Netzflexibilitäten zu entwickeln.
Das Batteriespeichersystem entsteht an der Marie-Curie-Straße auf einem bislang ungenutzten städtischen Grundstück nordöstlich des Anwenderzentrums H2Herten und nahe der Autobahn A2. Der Speicher soll mehr als 20 Megawattstunden elektrische Energie aufnehmen und bei hoher Netzlast wieder einspeisen können. Die Bauarbeiten beginnen nach Angaben der Stadtwerke im Juni 2026, die Inbetriebnahme ist für Februar 2027 vorgesehen.
Ein wesentlicher Standortvorteil ist die vorhandene Leitungsinfrastruktur: Unterhalb der Autobahn verläuft ein leistungsstarker Zehn-Megawatt-Mittelspannungskabelstrang aus der früheren Nutzung einer Grubengasanlage. An diese Leitung wird das neue Speichersystem angeschlossen. Der Speicher ist so ausgelegt, dass er bis zu zwei Stunden Strom ins Netz einspeisen und damit rund ein Drittel der morgendlichen und abendlichen Spitzenlast abdecken kann.
Für die Umsetzung kooperieren die Hertener Stadtwerke mit dem baden-württembergischen Unternehmen W Power, das auf Speicherlösungen spezialisiert ist. Zu diesem Zweck wurde die Hertener Batteriespeicher Ewald GmbH gegründet, an der die Stadtwerke-Tochter Hertener Energiehandelsgesellschaft 70 Prozent und W Power 30 Prozent der Anteile hält. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft wird Marco Netz, Planungsleiter Stromnetz bei den Hertener Stadtwerken.
Der Investitionsaufwand beläuft sich laut Mitteilung auf rund 6,1 Millionen Euro. Das Projekt soll sich durch die Vermarktung von Netzdienstleistungen und Flexibilitäten bereits vor Ablauf der geplanten 15-jährigen Betriebsdauer amortisieren. „Der Batteriespeicher ermöglicht uns, Strom dann einzuspeisen, wenn er am dringendsten gebraucht und am besten vergütet wird“, erklärt Marco Netz. So entstehe ein Geschäftsmodell, das sowohl zur Netzstabilität beitrage als auch verlässliche Einnahmen sichere.
Stadtwerke-Geschäftsführer Thorsten Rattmann betont den Beitrag des Projekts zum Strukturwandel in der Region: „Mit dem Batteriespeicher Ewald stärken wir die Versorgungssicherheit in Herten auf nachhaltige Art und Weise und erschließen als Stadtwerke ein zukunftsfähiges Geschäftsfeld.“
Next Kraftwerke / Eco Stor: Vertrag für Großbatteriespeicher in Förderstedt
[03.06.2026] Für ein Batteriespeicherprojekt in Sachsen-Anhalt haben Next Kraftwerke und Eco Stor eine langfristige Vermarktungsvereinbarung abgeschlossen. Die Anlage soll nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme eine Leistung von 300 Megawatt erreichen. mehr...
Tauber Energy: Bau eines Batteriespeicher in Wertheim
[28.05.2026] Ein Batteriespeicher zur Stabilisierung des Netzes entsteht zur Zeit in Wertheim. Die Anlage von Tauber Energy hat eine Anschlussleistung von über 15 Megawatt. mehr...
Trianel: Batteriepark hat letzte Genehmigungen erhalten
[21.05.2026] Der geplante Batteriepark in Waltrop hat die letzten Genehmigungen für einen 900-MW-Großspeicher erhalten. Das Milliardenprojekt der Partner Trianel, Luxcara und BKW rückt damit näher an den Baustart, stößt aber auf Unsicherheit durch die Debatte um Netzentgelte für Speicher. mehr...
Furo: Softwareplattform für Batteriespeicher
[19.05.2026] Das Münchner Softwareunternehmen Furo bringt eine Plattform auf den Markt, die Planung, Echtzeitsteuerung und Energiehandel für Batteriespeicher in einem System vereint. Die Lösung soll Industrieunternehmen helfen, Speicher ab 150 kW deutlich wirtschaftlicher zu betreiben und schneller zu amortisieren. mehr...
BayWa r.e.: Übernahme von Deutschlands größtem Batteriespeichersystem
[13.05.2026] BayWa r.e. übernimmt den Betrieb von Deutschlands größtem Batteriespeichersystem in Alfeld mit 137 MW Leistung und 282 MWh Kapazität. Der Vertrag mit dem dänischen Investor Scale Fund markiert für das Unternehmen den Einstieg in den Betrieb eigenständiger Großspeicher und zeigt die wachsende Bedeutung solcher Anlagen für die Netzstabilität. mehr...
Trianel: Greentech nimmt Batteriegroßspeicher in Betrieb
[12.05.2026] greentech hat für Trianel in Groß Laasch einen netzgekoppelten Batteriegroßspeicher mit 27 MWh Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage kombiniert Photovoltaik und Speicher an einem gemeinsamen Netzanschluss und soll die Netzstabilität erhöhen. mehr...
NTT DATA: E-Autos als mobile Stromspeicher
[08.05.2026] Bidirektionales Laden macht Elektroautos zu mobilen Stromspeichern für Haushalte, Unternehmen und Stromnetze. Nach Einschätzung von NTT DATA könnte die Technik Kommunen helfen, Netze zu stabilisieren, Energiekosten zu senken und die Energiewende schneller voranzutreiben. mehr...
BSW-Solar: Markt für stationäre Batteriespeicher wächst
[07.05.2026] Deutschlands Markt für stationäre Batteriespeicher wächst so stark wie nie zuvor: Im ersten Quartal kamen mehr als zwei Gigawattstunden neue Kapazität hinzu. Der Rekordzubau verschärft die Debatte um die künftige Stromversorgung, weil Speicher bei Netzstabilität und Kraftwerksplanung eine immer größere Rolle spielen. mehr...
Bremen: Batteriespeicher im Hafen geplant
[04.05.2026] In Bremen soll ein großer Batteriespeicher entstehen. Das Projekt ist auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks im Industriehafen geplant und soll bis Anfang 2028 fertig sein. mehr...
Kaiserslautern: Photovoltaikanlagen erhalten Batteriespeicher
[04.05.2026] Kaiserslautern rüstet mehrere städtische Gebäude mit Batteriespeichern für bestehende Photovoltaikanlagen aus. Die zusätzlichen Speicher sollen den Eigenverbrauch deutlich steigern, Energiekosten senken und sind Teil eines größeren kommunalen Klimaschutzprogramms. mehr...
Studie: Hürden für Quartierspeicher
[29.04.2026] Ein Forschungsprojekt unter Leitung der TH Köln hat untersucht, wie gemeinschaftliche Batteriespeicher in Neubaugebieten genutzt werden können. Nach Angaben der Hochschule ist der technische Betrieb möglich. Neue gesetzliche Vorgaben erschwerten jedoch die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen. mehr...
Sachsen-Anhalt: Neues Umspannwerk mit Großspeicher
[29.04.2026] In Klostermansfeld soll ein neues 380-Kilovolt-Umspannwerk mit angeschlossenem Batteriespeicher entstehen. Nach Angaben von WT Energiesysteme ist der Baustart für Anfang 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für Ende 2028. mehr...
Wilhelmshaven: Bau von Batteriespeicher begonnen
[22.04.2026] In Wilhelmshaven hat der Bau eines Batteriespeichers mit 50 MW Leistung und 100 MWh Kapazität begonnen. Das Projekt von Uniper und NGEN soll das Stromnetz stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien voranbringen. mehr...
Halle (Saale): Batteriespeicher in Betrieb
[09.04.2026] In Halle (Saale) ist ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 20 Megawattstunden und einer Leistung von 10 Megawatt in Betrieb gegangen. Die Anlage dient der Speicherung von Strom, dessen Bereitstellung bei Bedarf sowie der Netzstabilisierung. Das Projekt wurde von Intilion und CCE umgesetzt. mehr...
Laichingen: Übertragung von Flächenpooling auf Großbatteriespeicher
[01.04.2026] Die Stadt Laichingen überträgt das kommunale Flächenpooling erstmals auf den Bau eines Großbatteriespeichers. Das Verfahren soll Konflikte um Flächen und Pachterlöse lösen und Kommunen mehr Kontrolle über Speicherprojekte geben. mehr...















