RatingenBatteriespeicher angeschlossen

Im Dezember ist in Ratingen ein neuer Batteriespeicher mit einer Leistung von 2,5 Megawatt in Betrieb gegangen.
(Bildquelle: SWK AG)
In Ratingen ist ein neuer Batteriespeicher mit einer Leistung von 2,5 Megawatt in Betrieb gegangen. Wie der Stadtwerke-Zusammenschluss Quantum mitteilt, wurde die Anlage im Dezember 2025 an das Mittelspannungsnetz angeschlossen und markiert den Einstieg des Unternehmens in das Geschäftsfeld Speicher und Flexibilisierung.
Quantum ist ein Zusammenschluss von derzeit 16 Gesellschaftern aus der kommunalen Energiewirtschaft und hat seinen Sitz in Ratingen. Nach Angaben des Unternehmens richtet sich das neue Angebot vor allem an kleinere und mittlere Stadtwerke, für die Speicherlösungen bislang oft schwer umzusetzen sind. Die nun in Betrieb genommene Batterie ist in einem schiffscontainergroßen Gehäuse untergebracht und steht auf einem Grundstück der Stadtwerke Lingen, einem Gesellschafter von Quantum, unmittelbar neben einer Umspannanlage. Zur technischen Ausstattung gehören unter anderem eine Ortsnetzstation sowie ein Wechselrichter zur Netzanbindung.
Die Geschäftsführer Dirk Hardt und Andreas Benz sehen in dem Projekt einen wichtigen Schritt für das Unternehmen. Quantum zufolge deckt das Angebot die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Planung über die Umsetzung bis zum Betrieb. Nach Darstellung der Geschäftsführung lag zwischen dem Projektbeschluss und der Inbetriebnahme lediglich rund ein Jahr, was bei Anlagen dieser Größenordnung als vergleichsweise kurze Umsetzungszeit gilt.
Auch die Stadtwerke Lingen ziehen eine positive Bilanz. Deren technischer Geschäftsführer Hermann Cordes berichtet, dass die Zusammenarbeit von Beginn an partnerschaftlich verlaufen sei und das Projekt zeige, wie Stadtwerke gemeinsam innovative Beiträge zur Energiewende leisten können.
Mit dem Geschäftsfeld Speicher und Flexibilisierung will Quantum nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit im Gesellschafterkreis weiter vertiefen. Zum Leistungsumfang zählen demnach Marktsondierungen zu Speichertechnologien wie LFP und NMC, die Auswahl von Wechselrichtern für verschiedene Spannungsebenen sowie Gutachten zu Brand-, Lärm- und Wasserschutz bei Batteriespeichersystemen. Hinzu kommen Planungsleistungen, etwa für Aufstellkonzepte, Datenschnittstellen und die technische Ansteuerung der Anlagen.
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