BayWa r.e.Übernahme von Deutschlands größtem Batteriespeichersystem

Deutschlands größtes Batteriespeichersystem entsteht derzeit im niedersächsischen Alfeld.
(Bildquelle: BayWa r.e.)
Deutschlands größtes Batteriespeichersystem entsteht derzeit im niedersächsischen Alfeld. BayWa r.e. hat dafür einen achtjährigen Servicevertrag mit dem dänischen Investmentfonds Scale Fund abgeschlossen und baut damit sein Geschäft im Bereich Asset Operations aus. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Anlage über eine Leistung von 137 Megawatt (MW) und eine Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh) verfügen. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist für den Beginn des dritten Quartals 2026 geplant.
Das Speichersystem soll vor allem Systemdienstleistungen für das Stromnetz erbringen, insbesondere Primärregelleistung. Ziel ist es, die Netzstabilität zu erhöhen und die Integration erneuerbarer Energien abzusichern. Mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie steigt der Bedarf an flexiblen Speichern deutlich, weil sie Lastschwankungen ausgleichen und kurzfristig Energie bereitstellen können.
Für BayWa r.e. hat das Projekt strategische Bedeutung. Bislang betrieb das Unternehmen Batteriespeicher nur im Zusammenhang mit Hybridprojekten aus Wind- und Solarenergie. Alfeld ist eines der ersten eigenständigen Großspeicherprojekte im Betriebsführungsportfolio des Unternehmens.
„Dieser Abschluss ist ein bedeutender Meilenstein für BayWa r.e. in der Betriebsführung von Batteriespeichersystemen in Deutschland und darüber hinaus“, erklärt COO Daniel Gäfke. Simon Slapka, Geschäftsführer von BayWa r.e. Data Services, verweist auf die technische Komplexität solcher Anlagen: „Batteriespeichersysteme sind eine Wissenschaft für sich und noch eine relativ junge Technologie.“ BayWa r.e. kombiniere technologische Expertise mit digitalen Methoden im Asset Management und arbeite dabei mit Softwarespezialisten wie TWAICE zusammen.
Auch Scale Fund misst dem Projekt hohe Bedeutung bei. Geschäftsführer Poul Mogensen bezeichnet großskalige Batteriespeicher als entscheidend für die Stabilisierung des Stromnetzes und die zuverlässige Integration erneuerbarer Energien. Aufgrund seiner Größe werde das Projekt Teil der Kritischen Infrastruktur sein.
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