Dienstag, 10. März 2026

BraunschweigHolzheizkessel in Betrieb genommen

[27.02.2026] BS Energy und SH Kraft & Wärme haben im Braunschweiger Energie Effizienz Quartier Gliesmarode/Querum einen zweiten Holzheizkessel in Betrieb genommen. Mit der Leistungssteigerung um 50 Prozent wächst der Anteil erneuerbarer Wärme im Quartiersnetz weiter und das Ziel einer vollständig regenerativen Versorgung bis 2040 rückt näher.

Bereits seit Herbst 2013 betreiben BS Energy und SH Kraft & Wärme als Projektpartner das Biomasse-Heizkraftwerk Hungerkamp im Braunschweiger Stadtteil Gliesmarode.

(Bildquelle: BS Energy/Nils Hendrik Müller)

Im Energie Effizienz Quartier (EEQ) Gliesmarode/Querum in Braunschweig ist seit Dezember 2025 ein zweiter Holzheizkessel am Standort Hungerkamp in Betrieb. Wie die Unternehmen BS Energy und SH Kraft & Wärme mitteilen, steigt damit die Wärmeleistung des Holzheizwerks von zwei auf drei Megawatt.

Das Nahwärmenetz des Quartiers versorgt mehrere hundert Haushalte, Gewerbebetriebe sowie Liegenschaften der Stadt Braunschweig und des Landes Niedersachsen. Die Projektpartner betreiben das Biomasse-Heizkraftwerk Hungerkamp bereits seit Herbst 2013 gemeinsam. SH Kraft & Wärme verantwortet das Holzheizwerk, BS Energy führt das Biomethan-Blockheizkraftwerk, einen Spitzenlastkessel sowie die Verteilung der erzeugten Wärme.

Mit dem zusätzlichen Kessel erhöhen die Unternehmen nicht nur die installierte Leistung, sondern auch die Betriebssicherheit. „Der neue Holzheizkessel trägt maßgeblich zur Redundanz und Flexibilisierung in der Erzeugung bei“, erklärt Lutz Starke, Geschäftsführer von SH Kraft & Wärme. Volker Lang, Vorstandsmitglied bei BS Energy, betont: „Mit dem Ausbau der regenerativen Wärmeerzeugung am Standort Hungerkamp können wir das Nahwärmenetz des EEQ weiterentwickeln.“ Kundinnen und Kunden profitierten wie bei der Fernwärme von einer zentralen, gesetzeskonformen Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung.

Als Brennstoff dient ausschließlich naturbelassenes Holz aus der Region. Dazu zählen schädlingsbefallene Bäume, Holz aus Verkehrssicherungsmaßnahmen und Material aus Kurzumtriebsplantagen. Im Stadtgebiet stehen sieben solcher Flächen mit rund 15 Hektar, bepflanzt mit schnell wachsenden Weiden und Pappeln. Vor der Verbrennung wird das Holz zu Hackschnitzeln verarbeitet. Bei der thermischen Verwertung setzt es nur so viel Kohlendioxid frei, wie die Bäume zuvor während ihres Wachstums gebunden haben.

Am Standort Hungerkamp ergänzt ein mit Biomethan betriebenes Blockheizkraftwerk die Anlage. Es erzeugt in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme. Ein erdgasbefeuerter Reservekessel deckt Lastspitzen ab. Der Strom fließt in das Braunschweiger Netz, die Wärme in das Nahwärmenetz des Quartiers.

Der Anteil erneuerbarer Energieträger im EEQ-Netz liegt nach Angaben der Unternehmen bereits bei über 90 Prozent. Bis 2040 soll die Versorgung vollständig auf erneuerbare Quellen umgestellt sein.





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