Mittwoch, 22. Juli 2026

BöblingenStadtwerk setzt bei Wärmeplanung auf Planungssoftware

[18.11.2025] Die Stadtwerke Böblingen nutzen künftig die KI-gestützte Planungssoftware berta & rudi, um die Wärmewende im Landkreis präziser zu planen. Das Tool soll helfen, Bedarfe besser vorherzusagen und Versorgungskonzepte belastbar zu vergleichen.

Die Stadtwerke Böblingen setzen bei ihrer Wärmeplanung auf die Planungssoftware berta & rudi.

v.l.: Abdelmoez Tajouri, SWBB; Marie Feld, SWBB; Lucas Christner, SWBB; Valentin Ege, berta & rudi; Lukas Obermüller, berta & rudi

(Bildquelle: DBI AG)

Die Stadtwerke Böblingen setzen zur digitalen Energiesystemplanung in Gebäuden und Quartieren auf die Software berta & rudi. Wie der Hersteller DBI berichtet, soll das KI-basierte Werkzeug die kommunale Wärmeplanung unterstützen, die der Landkreis im Zuge der bundesweiten Vorgaben zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bis 2028 vollständig vorlegen muss. Für große Kommunen gelten bereits Fristen bis Mitte 2026. Der zugrunde liegende kommunale Wärmeplan zeigt, wo bestehende Netze ausgebaut werden können und wo dezentrale Erzeugungsgebiete sinnvoll sind. Darauf aufbauend müssen die Stadtwerke einen Transformationsplan für ihre Bestandsnetze erstellen.

Nach Angaben von DBI schwanken Bedarfsprognosen stark, weil Haushalte, Gewerbe und Industrie unterschiedlich schnell auf erneuerbare Energien umstellen. Zudem müssen zentrale Netze, Quartierslösungen und dezentrale Heizsysteme in Varianten berechnet werden, jeweils mit Blick auf Kosten, CO2-Effekte und den Aufwand für den Infrastrukturausbau. Politik, Verwaltung und Bürger erwarten dabei eine transparente Darstellung aller Optionen.

Die Kooperation mit DBI soll hier Entlastung bringen. Die von dem Böblinger Unternehmen entwickelte Software berta & rudi ermöglicht laut Pressemitteilung schnelle, datenbasierte Szenarienvergleiche. Sie soll den Stadtwerken helfen, Bedarfe präzise zu modellieren, Versorgungskonzepte auf Gebäude- und Quartiersebene gegenüberzustellen und deren ökologische wie ökonomische Folgen sofort sichtbar zu machen. DBI-Vorstand Valentin Ege nennt die Stadtwerke einen Partner, der die Wärmewende ganzheitlich denke; die Software liefere dafür die planerische Grundlage.

Aus dem Unternehmen heißt es, das neue Werkzeug verschaffe vor allem Planungssicherheit. Mit dem Schritt positionieren sich die Stadtwerke Böblingen nach Einschätzung von DBI als Vorreiter der digitalen Transformation in der kommunalen Wärmeplanung und zeigen, wie datenbasierte Methoden die praktische Umsetzung der Wärmewende erleichtern können.





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