Sonntag, 8. November 2026

Hertener StadtwerkeStabiles Stromnetz

[05.02.2026] Das Stromnetz in Herten hat 2024 erneut eine sehr hohe Zuverlässigkeit erreicht. Mit einem SAIDI-Wert von rund 1,84 Minuten pro Haushalt liegt die Ausfallzeit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Für das Jahr 2024 weist die Statistik für das Hertener Niederspannungsnetz durchschnittlich 1,64 Minuten ungeplanter Unterbrechungen aus.

(Bildquelle: Hertener Stadtwerke/Jan Ahlers)

Das Hertener Stromnetz hat 2024 erneut sehr niedrige Ausfallzeiten verzeichnet. Wie die Hertener Stadtwerke unter Berufung auf die aktuellen SAIDI-Daten der Bundesnetzagentur berichtet, lag die durchschnittliche ungeplante Versorgungsunterbrechung pro Haushalt bei rund 1,84 Minuten und damit auf dem niedrigsten Stand seit 2014.

Der sogenannte System Average Interruption Duration Index (SAIDI) beschreibt die mittlere Dauer, in der Endverbraucher innerhalb eines Jahres ohne Stromversorgung sind. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht diese Kennzahl jeweils im Folgejahr. Für das Jahr 2024 weist die Statistik für das Hertener Niederspannungsnetz durchschnittlich 1,64 Minuten ungeplanter Unterbrechungen aus, nach 1,04 Minuten im Vorjahr. Im Mittelspannungsnetz sank der Wert deutlich auf 0,2 Minuten, nachdem er 2023 noch bei 2,05 Minuten gelegen hatte. Zusammengenommen ergibt sich daraus ein Gesamtwert von etwa 1,84 Minuten je Entnahmestelle.

Umgerechnet entspricht dies laut Angaben der Stadtwerke einer Störungsdauer von rund 110 Sekunden innerhalb eines Jahres mit etwa 31,5 Millionen Sekunden. Damit liegt Herten deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Dieser betrug 2024 für Mittel- und Niederspannung zusammen rund 11,7 Minuten pro Haushalt und damit etwa das Sechsfache des Hertener Werts.

Frank Girke, Betriebsleiter Stromnetz bei den Hertener Stadtwerken, bewertet die Entwicklung positiv. „Obwohl wir schon in den Vorjahren stets sehr zufriedenstellende Werte erzielt haben, haben wir die Ausfallzeiten nochmals verringern können“, erklärte Girke. Auch im Vergleich mit anderen Netzbetreibern schneide Herten erneut sehr gut ab.

Nach Angaben der Hertener Stadtwerke werden rund 40.000 Entnahmestellen im Stadtgebiet versorgt. Um die Zuverlässigkeit dauerhaft zu sichern, investiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge kontinuierlich in die Modernisierung und den Ausbau der Netzinfrastruktur. Störungen werden inzwischen per Fernübertragung nahezu in Echtzeit erfasst. Dadurch können Einsatzteams schneller zur Fehlerstelle gelangen und die Dauer von Unterbrechungen weiter reduzieren.

Bundesweit waren 2024 laut Bundesnetzagentur rund 830 Netzbetreiber registriert, die insgesamt etwa 165.000 Versorgungsunterbrechungen meldeten. Im europäischen Vergleich gilt das deutsche Stromnetz als besonders stabil und erreicht im internationalen SAIDI-Ranking regelmäßig Spitzenplätze.





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