TrierKaltes Nahwärmenetz im Bau

Projekt in Trier: Heizen mit Wärme aus dem Erdreich.
v.l.: Estella Cartus, Peter Hardt, beide Architekturbüro Hardt und Partner; Paul Ngahan, Energie- und Klimaschutzagentur RLP; Schwester M. Solina, Florian Bauer, beide Schwestern vom Heiligen Geist GmbH; Markus Schleimer, Josef Schleimer GmbH
(Bildquelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz)
Projekt in Trier: Heizen mit Wärme aus dem Erdreich.
v.l.: Estella Cartus, Peter Hardt, beide Architekturbüro Hardt und Partner; Paul Ngahan, Energie- und Klimaschutzagentur RLP; Schwester M. Solina, Florian Bauer, beide Schwestern vom Heiligen Geist GmbH; Markus Schleimer, Josef Schleimer GmbH
(Bildquelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz)
In Trier-Gartenfeld wird ein kaltes Nahwärmenetz aufgebaut. Dies geht aus einer Mitteilung der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz hervor. Die Anlage soll mehrere Neubauten und bestehende Gebäude mit Wärme versorgen. Grundlage ist die sogenannte oberflächennahe Geothermie. Dabei wird Wärme aus dem Erdreich genutzt. Zunächst werden zwei neu geplante Gebäudekomplexe sowie zwei Bestandsgebäude mit mehreren Wohneinheiten an das Netz angeschlossen. Einer der Neubauten ist für soziale Zwecke vorgesehen. Er soll die soziale Infrastruktur im Quartier stärken.
Klimafreundliches Heizen
Bauherr ist die Krankenpflege-Genossenschaft der Schwestern vom Heiligen Geist in Koblenz. An Planung und Bau sind nach Angaben der Beteiligten mehrere regionale Unternehmen beteiligt. Die Planung übernehmen das Ingenieurbüro Josef Schleimer, das Architekturbüro Hardt und Partner sowie die Firma Ehlen aus der Eifel. So bleiben Know-how und Wertschöpfung in der Region, heißt es.
„Wir nutzen hier eine Energiequelle, die direkt unter unseren Füßen liegt und das ganze Jahr über verfügbar ist. Die oberflächennahe Geothermie ermöglicht nicht nur klimafreundliches Heizen im Winter, sondern auch effizientes Kühlen im Sommer. Damit wird sie in Zeiten steigender Temperaturen immer wichtiger. So schaffen wir eine nachhaltige, standortgebundene Wärmeversorgung mit langfristiger Perspektive“, erklärt Markus Schleimer, Geschäftsführer des Ingenieurbüros.
Nutzung von Erdwärme
Das kalte Nahwärmenetz nutzt Erdsonden. Diese erschließen Wasser in einer Tiefe von 240 Metern. Laut den Projektpartnern hat dieses Wasser eine Temperatur von rund zehn Grad Celsius. Die gewonnene Umweltenergie wird zu Sole-Wasser-Wärmepumpen in den Gebäuden geleitet. Diese heben die Temperatur auf ein nutzbares Niveau an.
Ein Vorteil des Systems ist, dass es nicht nur heizen, sondern auch kühlen kann. In den Sommermonaten wird überschüssige Wärme aus den Gebäuden in das Erdreich zurückgeführt und dort gespeichert. So kann das System ganzjährig genutzt werden.
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