Mittwoch, 22. Juli 2026

LENAOnline-Reihe zur Wasserstoffwirtschaft gestartet

[29.04.2026] Sachsen-Anhalt hat eine neue Online-Reihe zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft mit großem Zuspruch gestartet. Zum Auftakt diskutierten mehr als 100 Fachleute, wie weit Infrastruktur, Elektrolyse und industrielle Anwendungen bereits sind – und wo Unternehmen noch auf Antworten warten.

Der erste Termin der neuen Online-Veranstaltungsreihe zum Wasserstoffland Sachsen-Anhalt hat jetzt stattgefunden.

(Bildquelle: adobestock)

Mehr als 100 Vertreter aus Industrie, Energiewirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung haben sich zum Auftakt der neuen Online-Veranstaltungsreihe „Wasserstoffland Sachsen-Anhalt – Der Hochlauf nimmt Fahrt auf“ über den Stand der Wasserstoffwirtschaft im Land informiert. Wie die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) berichtet, soll die sechsteilige Reihe den Markthochlauf mit praxisnahen Informationen und stärkerer Vernetzung der Akteure unterstützen.

Im Zentrum der ersten Veranstaltung stand eine Bestandsaufnahme. Stefan Scharf, Leiter der Landeskoordinierungsstelle Wasserstoff, und Birte Sönnichsen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft ordneten die Entwicklung auf Landes- und Bundesebene ein. Sie zeigten, dass Sachsen-Anhalt beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in wichtigen Bereichen vorangekommen ist. Der Ausbau der Transport- und Verteilinfrastruktur läuft, neue Elektrolysekapazitäten entstehen und erste industrielle Einsatzfelder werden vorbereitet.

Zugleich machten die Diskussionen deutlich, dass viele Unternehmen weiter konkreten Klärungsbedarf haben. Vor allem Fragen zur künftigen Wasserstoffverfügbarkeit, zu Netzanschlüssen und zu belastbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beschäftigen die potenziellen Anwender. Damit rückt neben dem technischen Ausbau zunehmend die Frage in den Vordergrund, wie schnell aus angekündigten Projekten ein verlässlicher Markt entsteht.

„Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für eine klimaneutrale und wettbewerbsfähige Energieversorgung. Der Auftakt hat gezeigt, wie hoch das Interesse und der Diskussionsbedarf bei den Akteuren im Land ist. Jetzt gilt es, den Hochlauf gemeinsam weiter voranzubringen und Chancen konkret nutzbar zu machen“, sagte Scharf.

Die Veranstaltungsreihe beleuchtet in den kommenden Wochen die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Geplant sind vertiefende Termine zur H2-Infrastruktur, zur Wasserstofferzeugung, zu industriellen Anwendungen sowie zu Förder- und Unterstützungsangeboten auf Landes- und Bundesebene. LENA will damit Wissen bündeln, Investitionshemmnisse abbauen und Unternehmen frühzeitig an konkrete Projekte heranführen.

Sachsen-Anhalt gilt aufgrund seiner energieintensiven Industrie, bestehender Leitungs- und Speicherstrukturen sowie seiner Forschungs- und Innovationslandschaft als aussichtsreicher Standort für den deutschen Wasserstoffmarkt. Die hohe Beteiligung zum Auftakt zeigt, dass der Bedarf an belastbaren technischen und wirtschaftlichen Informationen im Land weiter wächst.





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