VaillantWasserstoffnetz im Regelbetrieb

Im Projekt „H2Dahoam“ wurden Testgeräte durch Serien-Brennwertgeräte ersetzt.
(Bildquelle: Vaillant)
In Hohenwart in Oberbayern ist nach Angaben von Vaillant Deutschlands erstes Wasserstoffnetz in den Regelbetrieb gestartet. Mehrere Privathaushalte und ein Gewerbebetrieb werden dort über ein bestehendes Gasnetz mit 100 Prozent Wasserstoff versorgt. Das Vorhaben knüpft an das Forschungs- und Pilotprojekt „H2Direkt“ an, das in den vergangenen zwei Jahren die technische Machbarkeit einer Wasserstoffversorgung im Gebäudebestand untersucht hat.
Serien-Brennwertgeräte im Einsatz
Wie Vaillant mitteilt, begleitet das Unternehmen das Projekt gemeinsam mit Energienetze Bayern und Energie Südbayern als Technologiepartner. Der Regelbetrieb von „H2Dahoam“ markiere den Übergang von der Erprobungsphase in den dauerhaften Betrieb. Im Mai 2026 wurden die während der Pilotphase eingesetzten Feldtestgeräte durch Serien-Brennwertgeräte des Typs ecoTEC plus VC ersetzt. Laut Vaillant haben sich die zuvor verwendeten Prototypen über zwei Heizperioden im Alltagsbetrieb bewährt. Die nun eingesetzten Geräte könnten mithilfe spezieller Umrüstkits mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden.
Mobile Trailer liefern Wasserstoff
Der Wasserstoff wird derzeit über mobile Trailer angeliefert. Ab 2027 soll nach Angaben der Projektpartner ein Elektrolyseur den Energieträger direkt vor Ort erzeugen. Darüber hinaus sind ein Wasserstoffspeicher sowie ein schrittweiser Ausbau des Netzes geplant. „Das Projekt in Hohenwart zeigt, wie durch moderne Heiztechnik Wasserstoff über bestehende Infrastruktur im Gebäudebereich genutzt werden kann“, sagt Daniel Fox, Produktmanager für Wasserstoffsysteme sowie Brennwert- und Abgassysteme bei Vaillant Deutschland.
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