Sonntag, 8. November 2026

HagerEnergie mit KI managen

[23.06.2026] Auf der Messe The smarter E Europe 2026 stellt Hager neue Lösungen für Energiemanagement, Lade-Infrastruktur und Energieverteilung vor. Im Fokus stehen Systeme für Wohn- und Zweckgebäude sowie die Einbindung erneuerbarer Energien.
Modernes Einfamilienhaus mit großflächiger Photovoltaikanlage auf dem Dach. In der offenen Garage steht ein Elektroauto, das an einer Wallbox geladen wird. Sichtbar sind zudem ein Heimspeicher und ein Energiemanagementsystem, die über grafisch dargestellte Energieflüsse mit Solaranlage und Fahrzeug verbunden sind.

Das Energiemanagementsystem flow R3 verknüpft Stromerzeugung, Speicherung und Verbrauch in Echtzeit.

(Bildquelle: Hager GmbH)

Der Elektrotechnik-Anbieter Hager präsentiert auf der Fachmesse The smarter E Europe 2026 im Bereich EM-Power (23. bis 25. Juni 2026 in München) verschiedene Lösungen für die Energieversorgung von Gebäuden. Wie das Unternehmen mitteilt, stehen dabei Energiemanagementsysteme, Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und Energieverteilungssysteme für den Anschluss von Erzeugungsanlagen an das Stromnetz im Mittelpunkt.

Energiemanagementsystem flow R3

Ein Schwerpunkt ist das Energiemanagementsystem flow R3. Nach Angaben von Hager verknüpft das System Stromerzeugung, Speicherung und Verbrauch in Echtzeit. Ergänzt werde der Energiemanager der aktuellen flow-Generation durch die Künstliche Intelligenz AI360. Diese solle Energieflüsse im Gebäude optimieren und die Teilnahme am Strommarkt ermöglichen. Die Software berücksichtigt laut Hager Wetterprognosen und Strommarktdaten, um geeignete Zeitpunkte für das Laden von Elektrofahrzeugen oder die Speicherung von Energie zu ermitteln. Zudem könne sie Photovoltaikanlagen, Energiespeicher, Wärmepumpen und Ladesäulen steuern. 

Produktfamilie witty

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Lade-Infrastruktur der Produktfamilie witty. Das Angebot reicht nach Angaben des Unternehmens von privaten Ladepunkten bis zu Lösungen für Parkflächen, Fahrzeugflotten und Mehrfamilienhäuser. Die Wallbox witty plus bietet laut Hager Ladeleistungen von bis zu 22 Kilowatt und unterstützt das Laden mit überschüssigem Solarstrom. Bis zu acht Ladestationen könnten in das Energiemanagementsystem flow eingebunden und über eine App gesteuert werden.

Für öffentliche Ladepunkte erweitert Hager nach eigenen Angaben die Doppelladestation witty park 2 um eine eichrechtskonforme Variante mit Kreditkartenterminal. Neu vorgestellt wird zudem die bidirektionale Ladestation witty flex. Nach Angaben von Hager kann sie Elektrofahrzeuge nicht nur laden, sondern auch Strom zurück in Gebäude oder das öffentliche Netz einspeisen.

Lösungen für den Netzanschluss

Im Bereich Energieverteilung zeigt Hager nach eigenen Angaben Systeme für den Anschluss von Erzeugungsanlagen und Speichern an Nieder- und Mittelspannungsnetze. Hintergrund sind neue Anforderungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sowie die Überarbeitung technischer Anschlussregeln des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE).

Darüber hinaus arbeitet Hager beim Thema Mieterstrom mit dem Unternehmen metergrid zusammen. Wie Hager mitteilt, umfasst das Angebot Leistungen von der Wirtschaftlichkeitsprüfung über die technische Umsetzung bis zur Abrechnung. Während metergrid unter anderem die Abstimmung mit Netzbetreibern und die Abrechnung übernimmt, verantwortet Hager die Planung und Umsetzung der elektrotechnischen Infrastruktur.





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