EW Forum Netzsicherheit und NetzwiederaufbauVorbereitung für den Ernstfall

Das EW-Forum am 19. November 2026 beleuchtet, wie Netzbetreiber, Anlagenbetreiber und weitere Akteure die Stromversorgung nach schweren Störungen wiederherstellen können.
(Bildquelle: EW Medien und Kongresse GmbH/KI generiert)
Der sichere und koordinierte Wiederaufbau der Stromversorgung nach einer schweren Störung gewinnt für Netzbetreiber an Bedeutung. Wie EW Medien und Kongresse berichtet, widmet sich das EW Forum Netzsicherheit und Netzwiederaufbau am 19. November 2026 den technischen, organisatorischen und regulatorischen Voraussetzungen für den Ernstfall.
Cyber-Angriffe, Sabotage und andere Bedrohungen Kritischer Infrastruktur stellen Netzbetreiber vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit Kritischer Infrastrukturen. Mit dem seit März 2026 geltenden KRITIS-Dachgesetz werden unter anderem Risikoanalysen, Sicherheitskonzepte und Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen verbindlicher.
Doch Resilienz bedeutet nicht nur, Störungen möglichst zu verhindern. Entscheidend ist auch, wie gut Betreiber und weitere beteiligte Akteure vorbereitet sind, wenn Schutzmaßnahmen nicht ausreichen und die Stromversorgung tatsächlich ausfällt. Dann kommt es darauf an, schnell zu reagieren, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Versorgung koordiniert wiederherzustellen.
Strategische Fragen
„Der Netzwiederaufbau wird in der Diskussion um Netzsicherheit häufig erst dann relevant, wenn der Ernstfall bereits eingetreten ist. Dabei müssen die Voraussetzungen dafür lange vorher geschaffen werden. Genau diesen Aspekt wollen wir mit dem Forum stärker in den Mittelpunkt rücken“, sagt Frank Schmilowski, Bereichsleiter Tagungen und Konferenzen bei EW Medien und Kongresse.
Das Forum befasst sich deshalb mit dem Netzwiederaufbau und den Voraussetzungen, die bereits im Vorfeld geschaffen werden müssen. Auf dem Programm stehen strategische Fragen und neue Anforderungen ebenso wie die konkrete Umsetzung im Netzbetrieb.
Den Auftakt bildet der Blick auf den Operationsplan Deutschland und die Frage, warum die Vorbereitung auf Krisensituationen eine gesamtstaatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Anschließend geht es um den Wandel von Rollen und Prozessen im Netzwiederaufbau sowie um aktuelle Entwicklungen im VDE FNN.
Wie sich die Rahmenbedingungen für den Netzwiederaufbau verändert haben und welche Herausforderungen sich daraus für die Praxis ergeben, zeigt ein weiterer Vortrag anhand konkreter Umsetzungserfahrungen. Auch das Management von Lasten und Erzeugung spielt eine wichtige Rolle. Digitale Last- und Erzeugungsanweisungen sowie Lastaustauschbänder stehen dabei ebenso im Fokus wie die Frage, wie mit den neuen Vorgaben umzugehen ist.
Konkreter Praxisbezug
Ein konkreter Praxisbezug steht beim Thema Schutz Kritischer Infrastruktur für Stromnetzbetreiber im Mittelpunkt. Am Beispiel der Störung nach dem Anschlag in Berlin-Lichterfelde geben die Referenten Einblicke in die Arbeit des Krisenstabs. Dabei geht es sowohl um Handlungsoptionen für mehr Sicherheit im Verteilnetz als auch um Strategien zur Störungsbeseitigung.
Auch die Anlagenbetreiber spielen beim Netzwiederaufbau eine wichtige Rolle. Das Forum beleuchtet deshalb ihre Rolle, regulatorische Hürden und Voraussetzungen sowie die notwendige Kommunikations- und Steuerungsinfrastruktur.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der schwarzfallfesten Kommunikation. Am Beispiel von 450 MHz wird gezeigt, wie eine zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur als Grundlage für einen koordinierten Netzwiederaufbau und die Steuerbarkeit vom Übertragungsnetz bis zur dezentralen Erzeugung eingesetzt werden kann. Den Abschluss bildet der Blick aus der Praxis eines Batteriespeicher-Betreibers und damit auf eine weitere Perspektive des zukünftigen Netzwiederaufbaus.
Das EW Forum Netzsicherheit und Netzwiederaufbau findet am 19. November 2026 online statt. Es richtet sich insbesondere an Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber, Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen sowie Fach- und Führungskräfte aus Netzbetrieb, Netzsicherheit, IT-/OT-Sicherheit und KRITIS.
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