Sonntag, 8. November 2026

NRW.Energy4ClimateWärmewende in Ostwestfalen-Lippe

[21.09.2026] Kommunen und Stadtwerke haben sich in Lemgo über Wege zu einer bezahlbaren und verlässlichen Wärmeversorgung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die kommunale Wärmeplanung sowie Projekte aus Ostwestfalen-Lippe, die unterschiedliche Ansätze für die Wärmewende verfolgen.

Eine gute, datenbasierte kommunale Wärmeplanung schafft die Grundlage für eine bezahlbare und verlässliche Wärmeversorgung. Viele Städte und Gemeinden in Ostwestfalen-Lippe befinden sich schon mitten in der Umsetzung der Planungen.

(Bildquelle: NRW.Energy4Climate)

Kommunen, Stadtwerke und weitere Akteure aus Ostwestfalen-Lippe haben sich an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) in Lemgo über die Umsetzung der Wärmewende ausgetauscht. Wie die Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate mitteilt, nahmen rund 170 Personen an der Veranstaltung teil. Organisiert wurde sie gemeinsam mit dem Landesverband Erneuerbare Energien NRW, der TH OWL und der Alten Hansestadt Lemgo.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine künftig bezahlbare und verlässliche Wärmeversorgung gestaltet werden kann. Nach Angaben von NRW.Energy4Climate kommt dabei einer datenbasierten kommunalen Wärmeplanung eine wichtige Rolle zu. Zahlreiche Städte und Gemeinden in der Region befänden sich bereits in der Umsetzung ihrer Planungen.

Als Beispiele nennt die Landesgesellschaft unter anderem Lemgo, Minden und Borgholzhausen. In Lemgo werden demnach verschiedene Wärmequellen für das Wärmenetz miteinander kombiniert. Zum Einsatz kommen unter anderem Großwärmepumpen, Photovoltaik und Wärmespeicher. Minden treibt ein Tiefengeothermie-Projekt voran, während Borgholzhausen verstärkt auf die energetische Sanierung von Gebäuden setzt, um den Wärmebedarf zu reduzieren.

„OWL kann Wärmewende“, erklärte Christian Mildenberger, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate. Städte wie Minden und Lemgo zeigten, wie sich die Wärmeversorgung systematisch umstellen lasse. Als Stärke der Region bezeichnete Mildenberger insbesondere die Zusammenarbeit von Kommunen, Wirtschaft, Forschung und regionalen Energieversorgern.

NRW.Energy4Climate begleitet nach eigenen Angaben seit Ende 2025 ausgewählte Pilotkommunen bei der Umsetzung ihrer Wärmepläne, darunter Bad Oeynhausen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen auch anderen Kommunen zugutekommen. Zusätzlich bietet die Landesgesellschaft ein Wärmewende-Coaching für Kommunen und Energieversorger sowie mit dem Wärmeplan.Check ein Werkzeug zur Plausibilitätsprüfung kommunaler Wärmepläne an.

Die Veranstaltung war Teil der Klimakampagne OWL. Diese wurde 2019 von den Kreisen und Kommunen im Regierungsbezirk Detmold ins Leben gerufen. NRW.Energy4Climate koordiniert die Kampagne und unterstützt die beteiligten Kommunen unter anderem mit Veranstaltungen und Informationsmaterialien.





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