Dienstag, 22. September 2026

EWEAusbau von Fernwärme in Erkner

[22.09.2026] EWE will seine drei Fernwärmenetze in Erkner weiterentwickeln und zusätzliche Gebäude anschließen. Im bereits modernisierten Netz Erkner Mitte stammen nach Angaben des Unternehmens inzwischen mehr als 50 Prozent der erzeugten Wärme aus erneuerbaren Energien.

Der Energieversorger EWE will die Fernwärmeversorgung in der brandenburgischen Stadt Erkner weiter ausbauen.

(Bildquelle: adobestock)

EWE will die Fernwärmeversorgung in der brandenburgischen Stadt Erkner ausbauen und die drei bestehenden Netze schrittweise stärker auf erneuerbare Energien umstellen. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen dabei auch weitere Gebäude entlang vorhandener Fernwärmetrassen angeschlossen werden. Besonders großes Potenzial sieht EWE im bereits modernisierten Netz Erkner Mitte.

Dort erzeugen zwei Großwärmepumpen mit zusammen 530 Kilowatt Leistung und ein Biomethan-Blockheizkraftwerk laut EWE inzwischen mehr als die Hälfte der Wärme aus erneuerbaren Energien. Ein Erdgaskessel deckt weiterhin Spitzenlasten ab. In die Modernisierung investierte EWE nach eigenen Angaben rund 2,4 Millionen Euro. Davon stammen rund 600.000 Euro aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze.

Weitere Gebäude sollen angeschlossen werden können, sofern sie in der Nähe bestehender Fernwärmetrassen liegen und ein Anschluss wirtschaftlich möglich ist. Potenzial sieht das Unternehmen unter anderem an der Fürstenwalder Straße zwischen dem Kreisverkehr und der Einmündung in die Ernst-Thälmann-Straße.

Auch die Netze in Buchhorst und am Flakensee sollen schrittweise auf Technologien mit erneuerbaren Energien umgestellt werden. Für Buchhorst sind die Planungen laut EWE bereits weiter fortgeschritten. Vorbehaltlich einer Förderzusage und einer abschließenden Investitionsentscheidung strebt das Unternehmen die Umsetzung zur Heizperiode ab Oktober 2027 an. Zusätzliche Anschlüsse hält EWE dort unter anderem im Bereich der Straße Am Kurpark für möglich. Für das Netz am Flakensee prüft das Unternehmen derzeit verschiedene Möglichkeiten zur Umstellung.

Parallel bündelt EWE sein Fernwärmegeschäft in Erkner innerhalb des Konzerns. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 übernimmt EWE Vertrieb das Geschäft von der EWE-Tochter TEWE. Für Bestandskunden sollen Versorgung, Preise und Vertragsbedingungen unverändert bleiben. Geändert werden nach Unternehmensangaben lediglich der Vertragspartner, der Ansprechpartner und abrechnungsrelevante Daten.

Planung, Bau und Betrieb der Wärmeanlagen übernimmt weiterhin EWE Netz im Auftrag von EWE Vertrieb. TEWE soll sich künftig auf Energielösungen für Privatkunden wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wärmepumpen konzentrieren.



Stichwörter: Fernwärme, EWE AG, Erkner


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