itemsITS Group übernimmt Fernwärme-Software

Vertragsunterzeichnung für die Fernwärme-Software Grid Insight: Heat
v.l.: Alexander Sommer, Ludger Hemker, beide items; Ludger Schulte, ITS
(Bildquelle: items GmbH & Co. KG)
Mit der Übernahme erweitert die ITS Group ihr Softwareangebot für die Versorgungswirtschaft um eine Lösung zur Analyse und Optimierung von Wärmenetzen. Wie der IT-Dienstleister items mitteilt, soll der Geschäftsbetrieb von Grid Insight: Heat zum 1. November vollständig an die ITS Group übergehen. Das bisherige Team bleibt demnach für die Software zuständig und soll sie beim neuen Eigentümer weiterentwickeln.
Grid Insight: Heat verbindet Live-Daten aus dem Netzbetrieb mit Prognosemodellen und hydraulischen Simulationen. Fernwärmeversorger können damit Betriebszustände untersuchen sowie Wärmenetze und Erzeugungsanlagen analysieren. Nach Angaben von items ist die Software bereits bei mehreren Fernwärmeversorgern im Einsatz.
items begründet die Übertragung mit der Nachfrage nach der Lösung, die über den eigenen Kundenkreis hinausreiche. Die ITS Group verfüge bereits über eine größere Kundenbasis im Fernwärmebereich und die entsprechenden Strukturen für die weitere Vermarktung, erklärt items-Geschäftsführer Ludger Hemker.
Bei der ITS Group ergänzt Grid Insight: Heat unter anderem das Geo-Informationssystem Smallworld mit einer Fachschale für Fernwärme sowie das Betriebsmittelinformationssystem Lovion BIS. Die neue Software soll das Portfolio um die Verknüpfung von operativen Netzdaten, Prognosen und hydraulischen Analysen erweitern.
Zu den Funktionen von Grid Insight: Heat gehört eine hydraulische Echtzeitsimulation. Damit lassen sich Druckverhältnisse, Fließgeschwindigkeiten und Fließrichtungen in Vor- und Rücklaufleitungen untersuchen. Die Ergebnisse können mit Druckwerten aus Schachtmessungen abgeglichen werden. Laut items konnten Anwender mithilfe der Software bereits ihre Rücklauftemperaturen senken.
Ein weiteres Modul erstellt Wärmeprognosen mithilfe von Machine Learning und bezieht dafür unter anderem Wetter-, Kalender- und Feiertagsdaten ein. Historische und prognostizierte Wärmemengen lassen sich gegenüberstellen und anhand von Fehlermetriken bewerten. Das Modul Kraftwerkswirtschaft dient dazu, die Erzeugungsstruktur sowie Plan- und Ist-Werte zu analysieren. Dabei können auch Fernwärme- und Stromproduktion gemeinsam betrachtet sowie Betriebsstunden, geschätzte Stromerträge und erzeugte Wärmemengen ausgewertet werden.
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