Donnerstag, 24. September 2026

Ostdeutsches EnergieforumVersorgungssicherheit im Fokus

[24.09.2026] Wie lassen sich Energiewende, Versorgungssicherheit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbinden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das 15. Ostdeutsche Energieforum in Leipzig.

Mehr als 500 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Energiewirtschaft, Wissenschaft und Kommunen werden zum 15. Ostdeutschen Energieforum in Leipzig erwartet. Unter dem Leitmotiv „Sicherheit in unsicheren Zeiten“ soll es am 30. September und 1. Oktober vor allem darum gehen, wie die Transformation des Energiesystems praktisch umgesetzt und zugleich wirtschaftliche Wertschöpfung in Ostdeutschland gesichert werden kann.

„An Analysen fehlt es nicht. Entscheidend ist, was jetzt praktisch funktioniert – für Unternehmen, Kommunen und Verbraucher“, sagt Dietrich Enk, Präsident des Unternehmerverbands Sachsen und stellvertretender Sprecher der Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin. Das Forum wolle daher konkrete Projekte, Erfahrungen und Entscheidungen stärker in den Mittelpunkt rücken.

Netze und Speicher im Zusammenspiel

Einen Schwerpunkt bilden Stromnetze und Speicher. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien steigen die Anforderungen an beide Bereiche. Gleichzeitig konkurrieren Batteriespeicher und neue Erzeugungsanlagen zunehmend um verfügbare Netzanschlüsse. Vertreter der Bundesnetzagentur, der Energiewirtschaft, der Speicherbranche und der Bundespolitik wollen darüber beraten, wie sich Netze und Speicher besser aufeinander abstimmen lassen.

Dabei geht es auch um die Absicherung des Energiesystems in Zeiten geringer Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betont vor diesem Hintergrund die wirtschaftliche Dimension. „Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit sind ganz entscheidend für uns als Industrienation“, sagt Kretschmer.

Kommunen sollen stärker profitieren

Auch die kommunale Ebene nimmt einen breiten Raum im Programm ein. Städte und Gemeinden stehen vor der Aufgabe, Wärmeplanung, Netzausbau und den Ausbau erneuerbarer Energien umzusetzen und zugleich die finanziellen Belastungen zu begrenzen. Diskutiert werden deshalb Möglichkeiten, Kommunen stärker an der Wertschöpfung durch Energieanlagen, Speicher und Rechenzentren zu beteiligen.

Bei der Wärmewende stehen unter anderem Fernwärme, industrielle Abwärme, Wasserstoff und weitere Wärmequellen auf der Agenda. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die dafür erforderlichen Investitionen finanziert werden können, ohne Haushalte und Unternehmen übermäßig zu belasten.

Das 15. Ostdeutsche Energieforum findet am 30. September und 1. Oktober auf dem Campus Jahnallee der Universität Leipzig sowie online statt. Veranstalter ist die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin, federführend organisiert vom Unternehmerverband Sachsen.





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