Mittwoch, 30. September 2026

EWE NetzSmart-Meter-Ausbau über Bundesschnitt

[30.09.2026] EWE Netz hat nach eigenen Angaben 12,1 Prozent seiner Messstellen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. Damit lag der Anteil Ende Juni rund doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

Ein Mitarbeiter von EWE Netz beim Einbau eines intelligenten Messsystems.

(Bildquelle: EWE NETZ/Tristan Vankann)

Der Netzbetreiber EWE Netz kommt beim Smart Meter Roll-out nach eigenen Angaben schneller voran als der Bundesdurchschnitt. Zum 30. Juni 2026 waren im Netzgebiet 12,1 Prozent der Messstellen mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet. Bundesweit lag der Anteil laut Zahlen der Bundesnetzagentur zum selben Stichtag bei 5,9 Prozent. Damit verfügte bei EWE Netz etwa jede achte, deutschlandweit etwa jede 17. Messstelle über ein Smart Meter.

Seit Ende Juni hat der Netzbetreiber nach eigenen Angaben weitere rund 25.000 Smart Meter eingebaut. Derzeit kommen demnach im Schnitt etwa 2.000 Geräte pro Woche hinzu.

Intelligente Messsysteme erfassen nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch den Zeitpunkt des Verbrauchs oder der Einspeisung. Die Daten werden über eine Kommunikationseinheit übertragen. Haushalte können so beispielsweise nachvollziehen, wann sie wie viel Strom verbrauchen. Die Technik ist zudem Voraussetzung für die Nutzung dynamischer Stromtarife, bei denen sich der Preis im Tagesverlauf verändert.

Auch für den Netzbetrieb sollen die zusätzlichen Messdaten genutzt werden. EWE Netz kann nach eigenen Angaben damit genauer erkennen, wann und wo Strom eingespeist oder verbraucht wird. Das soll unter anderem helfen, Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektroautos in das Stromnetz zu integrieren und vorhandene Netzkapazitäten besser auszulasten.

Als Grund für den im europäischen Vergleich langsamen Smart Meter Roll-out in Deutschland nennt EWE Netz unter anderem die Anforderungen an Datenschutz, Cyber-Sicherheit und die Übertragung der Messdaten. Hinzu komme das Zusammenspiel der IT-Systeme von Netzbetreibern, Messstellenbetreibern und Stromlieferanten. Die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für einen breiteren Ausbau seien deshalb erst in den vergangenen Jahren geschaffen worden.



Stichwörter: Smart Metering, EWE Netz,


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