HeidelbergEnergiebedarf städtischer Gebäude gesunken

Die Stadt Heidelberg hat jetzt ihren Energiebericht 2025 vorgelegt.
(Bildquelle: Jahanzeb Ahsan/unsplash)
Die städtischen Gebäude in Heidelberg haben 2025 rund 43,2 Millionen Kilowattstunden Energie verbraucht. Das sind rund 65 Prozent weniger als 1993, wie die Stadt Heidelberg in ihrem Energiebericht 2025 mitteilt. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Verbrauch allerdings um rund fünf Prozent.
Als Gründe für jährliche Schwankungen nennt die Stadt unter anderem die Witterung, eine veränderte Gebäudenutzung und das Verhalten der Nutzer. Beim Stromverbrauch spiele zudem die zunehmende technische Ausstattung eine Rolle, insbesondere im IT-Bereich. Auch Lüftungsanlagen und Wärmepumpen erhöhen den Strombedarf, können nach Angaben der Stadt jedoch den Wärmeverbrauch oder den Einsatz fossiler Energieträger senken.
Einen wachsenden Teil ihres Strombedarfs decken die kommunalen Liegenschaften selbst. Rund 7.000 Megawattstunden kamen 2025 aus einem Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen. Davon entfielen etwa 5.800 Megawattstunden auf das Blockheizkraftwerk und 1.200 Megawattstunden auf Photovoltaik. Ohne die Straßenbeleuchtung entsprach die Eigenerzeugung damit 48 Prozent des Stromverbrauchs der städtischen Liegenschaften.
Auf kommunalen Gebäuden sind derzeit 56 Photovoltaikanlagen mit insgesamt rund 4,3 Megawattpeak Leistung installiert. Im vergangenen Jahr kamen Anlagen auf der Geschwister-Scholl-Schule und einer Lagerhalle der Feuerwehr-Hauptwache hinzu. Nach Berechnungen der Stadt vermieden die Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden in den vergangenen fünf Jahren rund 8.200 Tonnen CO₂.
Gesunken sind auch die CO₂-Emissionen der rund 100 besonders energieintensiven Gebäude, die das städtische Energiecontrolling erfasst. Sie gingen von rund 9.360 Tonnen im Jahr 2021 auf rund 7.760 Tonnen im Jahr 2025 zurück. Gegenüber 2024 blieb der Wert nahezu unverändert.
Für weitere Einsparungen setzt die Stadt vor allem auf den Gebäudebestand. Vorgesehen sind die Umstellung der Wärmeversorgung auf Fernwärme oder Wärmepumpen, der weitere Ausbau der Photovoltaik sowie die energetische Sanierung von Gebäuden mit vergleichsweise hohem Verbrauch. Der Energiebericht weist darauf hin, dass dafür in den kommenden Haushalten entsprechende Mittel bereitgestellt werden müssen.
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