Donnerstag, 8. Oktober 2026

Stadtwerke AugsburgWärmeliefervertrag mit AVA verlängert

[08.10.2026] Die Stadtwerke Augsburg und die Augsburger Abfallverwertung haben ihren Wärmeliefervertrag um zehn Jahre bis Ende 2040 verlängert. Die Abfallverwertung stellt für das Augsburger Fernwärmenetz eine Einspeiseleistung von bis zu 45 Megawatt bereit.

AVA-Vorstand Dirk Matthies (r.) und swa-Geschäftsführer Rainer Nauerz haben jetzt die Verlängerung des Wärmeliefervertrags für das Augsburger Fernwärmenetz besiegelt.

(Bildquelle: wa/Thomas Hosemann)

Die Stadtwerke Augsburg (swa) und die Augsburger Abfallverwertung (AVA) setzen ihre Zusammenarbeit bei der Fernwärmeversorgung bis Ende 2040 fort. Wie die Stadtwerke mitteilen, gilt der neue Wärmeliefervertrag vom 1. Januar 2031 bis zum 31. Dezember 2040. Die AVA speist Wärme aus der Abfallverwertung in Lechhausen mit einer Leistung von bis zu 45 Megawatt in das Fernwärmenetz ein. Rechnerisch entspricht dies nach Angaben der swa dem Wärmebedarf von rund 26.500 Haushalten.

Mit dem neuen Vertrag wollen die beiden Partner auch die Voraussetzungen für eine höhere Einspeiseleistung schaffen. Die Vertragsverlängerung gebe langfristige Planungssicherheit für die Fernwärmeversorgung und den weiteren Netzausbau, erklärt Frank Kaminke, Leiter Vertrieb Wärme bei den Stadtwerken Augsburg.

Nach Angaben der Stadtwerke stammt rund die Hälfte der von der AVA eingespeisten Wärme aus biogenen Abfällen und wird als erneuerbare Wärme eingestuft. Die übrige Wärme fällt bei der Müllverbrennung als Abwärme an. Insgesamt lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Fernwärmeerzeugung der swa nach den Kennzahlen für 2025 bei rund 39 Prozent. Unter Einbeziehung der Abwärme waren es 56 Prozent.

AVA und Stadtwerke arbeiten bei der Fernwärmeversorgung seit 1996 zusammen. Damals ging eine Verbindungsleitung in Betrieb, über die erstmals Wärme aus der Abfallverwertung in das Netz der Stadtwerke eingespeist wurde.

Parallel bauen die swa ihr Fernwärmenetz aus. Es umfasst derzeit rund 233 Kilometer. Im Jahr 2026 sollen nach Angaben des Versorgers mehr als zehn Kilometer hinzukommen, sodass die Gesamtlänge auf mehr als 240 Kilometer steigt. Damit sollen weitere Gebäude und Quartiere an die Fernwärmeversorgung angeschlossen werden können.





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