Offshore-Windkraft30 Gigawatt nötig

Mehrere Branchenverbände sehen einen notwendigen Zubau von 30 GW Offshore-Windenergie bis 2030.
(Bildquelle: Frank Urbansky)
2021 fand kein Zubau von Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee statt. Die neue Regierung hat im Koalitionsvertrag höhere und langfristigere Ziele fixiert. Diese müssten nun umgehend Eingang in das Wind-auf-See-Gesetz finden, um weitere Zeitverluste zu vermeiden, so die Branchenverbände Bundesverband WindEnergie (BWE), Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore, Stiftung Offshore-Windenergie, VDMA Power Systems und WAB. „Das Bekenntnis der Ampel-Koalition zum deutlich schnelleren Ausbau der Offshore-Windenergie ist ebenso richtig wie die konkrete Zielvorgabe von mindestens 30 Gigawatt bis 2030. Diese Zielsetzung schafft eine positive Perspektive für die gesamte Wertschöpfungskette“, kommentieren die Branchenorganisationen. „Nun sollte umgehend die Netz- und Flächenplanung für die Umsetzung des anvisierten Ausbaupfads überarbeitet werden. Es muss dabei darum gehen, alle Beschleunigungspotenziale zu heben, um einen wirtschaftlichen und klimaschutzgerechten Ausbau zu ermöglichen.“
Die geplanten Ausschreibungsmengen müssen schnellstmöglich deutlich erhöht werden, um das vorhandene Innovationspotenzial sowie die Beschäftigung und Wertschöpfungskette in Deutschland zu erhalten und auszubauen. Darüber hinaus müssen die Flächenpotenziale in deutschen Gewässern voll ausgeschöpft werden. Es sollte bei Nutzungskonflikten um pragmatische und klimaschutzfreundliche Lösungen gehen, nicht zuletzt im Sinne des Umweltschutzes. Es gilt zudem, einen Ausbau-Stau am Ende des Jahrzehnts zu vermeiden, der zu Engpässen in der Lieferkette führen könnte und die Kapazitätsplanung der Industrie vor Herausforderungen stellen würde – zumal auch andere Märkte ihre Ausbauziele erhöht haben. Die schnelle Umsetzung innovativer Konzepte kann ebenfalls dabei helfen, die höheren Ziele zu erfüllen. Hierzu zählt, bei den Offshore-Wind-Netzanbindungen schon früher als bisher geplant mit dem Bau der Systeme mit zwei Gigawatt (GW) zu beginnen. Das Potenzial deutscher Gewässer muss voll ausgeschöpft werden, und auch europäische Lösungen wie grenzübergreifende Projekte sind hilfreich, um ausreichend Erzeugung zu erlangen. Dies erhält und schafft qualifizierte Arbeitsplätze in der Wertschöpfungskette im gesamten Bundesgebiet. Die Bundesregierung sollte frühzeitig klären, welchen zusätzlichen Offshore-Wind-Ausbaubedarf das auf zehn GW erhöhte Ziel für die Elektrolysekapazität für grünen Wasserstoff notwendig macht. Diese Flächen sollten ebenfalls umgehend lokalisiert und zügig ausgeschrieben werden. Der Regulierungsrahmen für grünen Wasserstoff bedarf gemeinsam abgestimmter Vorgaben in Deutschland und Europa, um den Markthochlauf der grünen Wasserstoffwirtschaft wirtschaftlich möglich zu machen.
https://www.wind-energie.de
https://www.offshore-stiftung.de
https://www.vdma.org
RWE: Windkraftausbau im Rheinischen Revier schreitet voran
[21.10.2026] RWE hat im Rheinischen Revier einen weiteren Windpark mit einer Gesamtleistung von rund 14 Megawatt in Betrieb genommen. Die beiden Anlagen bei Düren sollen rechnerisch Strom für rund 9.000 Haushalte erzeugen und den umliegenden Kommunen zusätzliche Einnahmen bringen. mehr...
Stadtwerke München: Baustart für Windpark Holzheim
[20.10.2026] Die Stadtwerke München haben mit dem Bau eines Windparks im Dillinger Land begonnen. Vier Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 28 Megawatt sollen künftig Strom für rund 22.000 Haushalte erzeugen. An dem Projekt sollen auch die Standortgemeinde und eine Bürgerenergiegenossenschaft beteiligt werden. mehr...
JUWI: Verkauf von Windpark Gyhum
[13.10.2026] Der Projektentwickler JUWI hat den im Bau befindlichen Windpark Gyhum in Niedersachsen an einen von Union Investment verwalteten Fonds verkauft. Die vier Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 24 Megawatt sollen Anfang 2027 in Betrieb gehen. mehr...
Lausitz: Höhenwindrad erreicht 365 Meter
[08.10.2026] In Schipkau in der Lausitz hat eine neuartige Windenergieanlage mit 300 Metern Nabenhöhe ihre endgültige Höhe von 365 Metern erreicht. Die Pilotanlage soll zeigen, ob sich Höhenwinde für höhere und gleichmäßigere Stromerträge nutzen lassen. mehr...
Offshore-Windpark: Ocean Breeze Energy übernimmt alpha ventus
[05.10.2026] EWE, RWE und Vattenfall verkaufen den Offshore-Windpark alpha ventus an Ocean Breeze Energy. Der neue Eigentümer plant, Deutschlands ersten Offshore-Windpark über die ursprünglich vorgesehene Laufzeit von 20 Jahren hinaus zu betreiben. mehr...
RWE: Zuschläge für 119 Megawatt Windenergie erhalten
[25.09.2026] RWE hat bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für zwei Onshore-Windprojekte mit zusammen 119 Megawatt erhalten. Die Anlagen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sollen vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung 2028 in Betrieb gehen. mehr...
50Hertz: LanWin3-Konverter wird in Rostock gebaut
[24.09.2026] 50Hertz hat den Auftrag für den Bau des Offshore-Konverters für das Nordsee-Netzanbindungsprojekt LanWin3 vergeben. Wesentliche Komponenten der Zwei-Gigawatt-Anlage sollen in Rostock-Warnemünde entstehen. mehr...
ABO Energy: Zuschläge für drei Windenergieprojekte erhalten
[23.09.2026] ABO Energy hat in der August-Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für drei Windenergieprojekte mit insgesamt 102,2 Megawatt erhalten. Die Windparks in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sollen zwischen Mitte 2028 und Anfang 2029 in Betrieb gehen. mehr...
Windenergie: Verbände fordern Südquote
[22.09.2026] Bei der jüngsten Ausschreibung für Windenergie an Land sind nach Angaben von Erneuerbaren-Verbänden nur knapp fünf Prozent der bezuschlagten Leistung auf Bayern und Baden-Württemberg entfallen. Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg und der Landesverband Erneuerbare Energien Bayern fordern deshalb Änderungen am Ausschreibungssystem und eine Südquote im EEG. mehr...
EnBW: Offshore-Windpark He Dreiht eingeweiht
[18.09.2026] Der Offshore-Windpark He Dreiht in der Nordsee ist offiziell eingeweiht worden. Mit 64 Windenergieanlagen und 960 Megawatt Gesamtleistung handelt es sich um den bislang größten Offshore-Windpark Deutschlands. mehr...
Offshore-Windpark Gennaker: Finanzierung steht
[15.09.2026] Der Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee geht in die Realisierungsphase. Die Stadtwerke München sind mit 25 Prozent an dem Projekt beteiligt. Mit einer Leistung von bis zu 976,5 Megawatt soll Gennaker Ende 2028 in Betrieb gehen. mehr...
Berliner Stadtwerke: Windprojekt von JUWI übernommen
[14.09.2026] Die Berliner Stadtwerke erweitern ihre Windenergie-Erzeugung in Brandenburg. Zwei neue Anlagen bei Eisenhüttenstadt sollen ab 2027 jährlich rund 40 Gigawattstunden Strom erzeugen. mehr...
Österreich: Windkraft erreicht im August Rekordwert
[10.09.2026] Die Windkraft hat in Österreich im August 2026 so viel Strom erzeugt wie noch nie in diesem Monat. Auch im Juli lag die Produktion deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. In den beiden Sommermonaten deckten Windenergieanlagen knapp 14 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. mehr...
Artenschutz: Erprobung von Anti-Kollisionssystem
[03.09.2026] Das ZSW erprobt ein mobiles, KI-gestütztes Anti-Kollisionssystem für Vögel und Fledermäuse an Windenergieanlagen. Gemeinsam mit ABO Energy soll der Bird- und BatRecorder 2.0 unter realen Bedingungen Daten für einen artenschutzgerechteren Windparkbetrieb liefern. mehr...
Bundesregierung: Windenergie-auf-See-Gesetz beschlossen
[03.09.2026] Das Bundeskabinett hat die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes beschlossen. VKU und BDEW begrüßen wichtige Änderungen, fordern aber Nachbesserungen bei Ausschreibungen, Netzanbindung und bereits vergebenen Projekten. mehr...
















