BDEW-Ladesäulenregister33.000 öffentliche Ladepunkte

Die Anzahl der Ladesäulen wächst, die Auslastung hingegen stagniert.
(Bildquelle: Frank Urbansky)
33.107 öffentliche Ladepunkte sind aktuell im Ladesäulenregister des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gemeldet, jede zehnte davon ist ein DC-Schnelllader. Damit sind laut BDEW in den vergangenen sechs Monaten mehr als 5.300 neue Ladepunkte hinzugekommen. Der Zuwachs um 19 Prozent trotz Corona-Lockdown macht demnach deutlich: Der Ausbau der öffentlichen Ladepunkte geht ungebremst weiter. „Die Energiewirtschaft ist mit dem Bau und Betrieb der Lade-Infrastruktur bisher massiv in Vorleistung gegangen. Stromtankstellen rechnen sich aufgrund der derzeit niedrigen E-Auto-Anzahl immer noch nicht. Wir freuen uns, dass dank staatlicher Förderung endlich mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße kommen“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Aktuell sind laut einer Hochrechnung des BDEW rund 240.000 vollelektrische Fahrzeuge und 200.000 Plug-In-Hybride zugelassen, wobei Plug-in-Hybride in der Regel zu nicht einmal 50 Prozent elektrisch fahren. Für eine wirtschaftliche Auslastung der rund 33.100 Ladepunkte wären jedoch mindestens 550.000 vollelektrische Fahrzeuge erforderlich.
„Trotz des erfreulichen Anstiegs an Neuzulassungen reicht die Zahl an E-Fahrzeugen also noch nicht aus, um einen wirtschaftlichen Betrieb der Lade-Infrastruktur sicherzustellen. Wir brauchen einen zeitlich und technisch aufeinander abgestimmten Hochlauf von E-Autos und der notwendigen Lade-Infrastruktur“, so Andreae. Aus der Automobilbranche kämen aktuell positive Signale, jetzt deutlich mehr Elektrofahrzeuge in den Markt zu bringen. Andreae berichtet weiter: „80 Prozent der Ladepunkte werden von Unternehmen der Energiewirtschaft bereitgestellt. Sie treiben nicht nur den Ausbau der Lade-Infrastruktur kontinuierlich voran, sondern stellen auch leistungsfähige Netze, zunehmend erneuerbaren Strom und umfangreiche Serviceleistungen bereit. Damit ist klar: Die Energiewirtschaft ist ein zentraler Akteur, damit die Verkehrswende gelingt.“
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