Leuna/LeipzigBau von Fernwärmetrasse genehmigt

Übergabe der Planfeststellungsbeschlüsse für die Fernwärmetrasse Leuna/Leipzig (Kulkwitz).
v.l.: Thomas Pleye, Landesverwaltungspräsident Sachsen-Anhalt; Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer Leipziger Stadtwerke; Clemens Schülke, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales Leipzig; Karsten Rogall, Geschäftsführer Leipziger Stadtwerke; Béla Bélafi, Präsident Landesdirektion Sachsen
(Bildquelle: Landesdirektion Sachsen)
Übergabe der Planfeststellungsbeschlüsse für die Fernwärmetrasse Leuna/Leipzig (Kulkwitz).
v.l.: Thomas Pleye, Landesverwaltungspräsident Sachsen-Anhalt; Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer Leipziger Stadtwerke; Clemens Schülke, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales Leipzig; Karsten Rogall, Geschäftsführer Leipziger Stadtwerke; Béla Bélafi, Präsident Landesdirektion Sachsen
(Bildquelle: Landesdirektion Sachsen)
Mit der Genehmigung beider Planfeststellungsbehörden steht der Umsetzung einer länderübergreifenden Fernwärmetrasse von Leuna nach Kulkwitz bei Leipzig nichts mehr im Weg. Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilt, hat sie gemeinsam mit dem Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt den Bau und Betrieb des Projekts offiziell genehmigt. Der symbolische Startschuss erfolgte am 17. April mit der Übergabe der Planfeststellungsbeschlüsse an die Leipziger Stadtwerke, die als Vorhabenträger agieren.
Das Vorhaben gilt als Pilotprojekt: Erstmals soll industrielle Abwärme aus den Produktionsprozessen der Leunaer Raffinerie großflächig für die Fernwärmeversorgung genutzt werden. Ziel ist es, etwa 100.000 Haushalte in Leipzig klimaneutral mit Wärme zu versorgen. Der Bau der Trasse ist für August 2025 geplant.
Die Leitung verläuft über eine Gesamtlänge von rund 19 Kilometern. Davon liegen 14 Kilometer in Sachsen-Anhalt und wurden vom dortigen Landesverwaltungsamt genehmigt. Der sächsische Abschnitt, der an der Landesgrenze beginnt und bis zum Kraftwerksstandort in Leipzig-Kulkwitz führt, fällt in die Zuständigkeit der Landesdirektion Sachsen.
Technisch setzt das Projekt auf vollständig erdverlegte Rohrleitungen mit einem Außendurchmesser von 90 Zentimetern. Die Verlegetiefe beträgt mindestens 1,20 Meter, bei Querungen wie der Bundesautobahn 9 sogar bis zu elf Meter. Neben der Leitung selbst sind eine Wärmeübertragungsstation in Leuna sowie eine Druckerhöhungsstation in Kulkwitz vorgesehen.
Die Behörden betonen die Bedeutung des Projekts für die regionale Energiewende. Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, bezeichnet das Vorhaben als „wichtigen Schritt zur zukunftsfähigen Energieversorgung“ und betont dessen Beitrag zum Klimaschutz. Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamts Sachsen-Anhalt, sieht in der Trasse einen „Gewinn für die gesamte Region“ und einen entscheidenden Fortschritt auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Dresden: Intelligentes Fernwärmenetz
[19.08.2026] Im Rahmen des Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities haben die Stadt Dresden und der Versorger SachsenEnergie ein digital gesteuertes Fernwärmenetz als Baustein der Dekarbonisierung realisiert. Die Konzepte und Technologien sind auf andere Kommunen übertragbar. mehr...
Steag Iqony Group: Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht
[31.07.2026] Die Steag Iqony Group hat ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Darin beschreibt das Unternehmen den Umbau seines Energieportfolios und nennt Fortschritte bei Fernwärme, Emissionsminderung und Nachhaltigkeitsberichterstattung. mehr...
Trianel Digital Lab: Digitaler Zwilling bildet Tübinger Fernwärmenetz ab
[30.07.2026] Ein sechsmonatiges Pilotprojekt des Trianel Digital Labs, den Stadtwerken Tübingen und retoflow hat einen Digitalen Zwilling für ein Fernwärmenetz in Tübingen unter realen Betriebsbedingungen erfolgreich validiert. Die Ergebnisse zeigen, wie Stadtwerke ihre Wärmenetze mithilfe von Echtzeitdaten künftig präziser steuern und den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen unterstützen können. mehr...
Frankfurt am Main: Fernwärme-Ausbau im Bahnhofsviertel pausiert
[24.07.2026] Mainova passt den Zeitplan für den Fernwärme-Ausbau im Frankfurter Bahnhofsviertel an. Eine sechswöchige Baustellenpause soll Anwohner und Gewerbetreibende nach den Sommerferien entlasten und den Ausbau dennoch planmäßig voranbringen. mehr...
Preistransparenzplattform: Fernwärmepreise auf stabilem Niveau
[23.07.2026] Die Preise für Fernwärme haben sich erneut als stabil erwiesen. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Auswertung der Preistransparenzplattform waermepreise.info, dass der Anteil klimafreundlich erzeugter Fernwärme wächst und viele Wärmenetze bereits die gesetzlichen Vorgaben für 2030 erfüllen. mehr...
Konstanz: Gute Voraussetzung für Nahwärmenetz mit Seewärme
[23.07.2026] Im Konstanzer Ortsteil Litzelstetten sprechen Umfrage und Vorstudien für den Bau eines Nahwärmenetzes mit Seewärme. Die hohe Anschlussbereitschaft und eine positive Wirtschaftlichkeitsprognose ebnen den Weg für die nächsten Planungsschritte. mehr...
enercity: Power-to-Heat-Kapazitäten erweitert
[14.07.2026] enercity baut in Hannover die Nutzung von Stromüberschüssen für die Fernwärmeversorgung aus. Eine neue Power-to-Heat-Anlage mit 50 Megawatt Leistung sowie die Erweiterung einer bestehenden Anlage sollen künftig erneuerbaren Überschussstrom in Wärme umwandeln und die Versorgung flexibler machen. mehr...
Lastvorhersage: Die oberen ein Prozent
[08.07.2026] In der kommunalen Wärmeversorgung kann eine scheinbar geringe Prognoseverbesserung um nur ein Prozent ein erhebliches Einsparpotenzial freisetzen. Der Schlüssel hierfür sind datengetriebene Analysen, die neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Wettereinflüssen auf die Energieversorgung liefern. mehr...
Stadtwerke Duisburg: RZ-Abwärme für Fernwärme
[03.07.2026] Die Stadtwerke Duisburg binden erstmals die Abwärme eines Rechenzentrums in die Fernwärmeversorgung ein. Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage die Wärmeversorgung klimafreundlicher machen und jährlich rund 1.000 Tonnen CO₂ einsparen. mehr...
Stadtwerke Wittenberge: Flusswasser-Wärmepumpenanlage erzeugt Fernwärme
[01.07.2026] Die Stadtwerke Wittenberge erzeugen Fernwärme mit einer neuen Flusswasser-Wärmepumpenanlage an der Stepenitz. Das im Juli 2024 in Betrieb gegangene iKWK-Projekt soll den Erdgasanteil senken und rund 200 bis 300 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen. mehr...
Borken: Kaltes Nahwärmenetz geplant
[27.05.2026] Borken will ein kaltes Nahwärmenetz aufbauen, das Wärme aus gereinigtem Abwasser nutzt. Für das kommunale Modellprojekt stellen Bund und Kommune zusammen mehr als zehn Millionen Euro bereit – mit dem Ziel, öffentliche Gebäude weitgehend ohne fossile Energien zu beheizen. mehr...
Hildburghausen: Förderung für Ausbau der Fernwärmeversorgung
[30.04.2026] Hildburghausen baut seine Fernwärmeversorgung mit 7,9 Millionen Euro Fördergeld grundlegend um und errichtet dafür eine neue Wärmeerzeugung samt erweitertem Netz. Nach dem Wegfall einer bislang genutzten BHKW-Abwärme muss die Stadt ihre klimafreundliche Wärmeversorgung neu absichern und will zugleich zusätzliche Quartiere anschließen. mehr...
Bad Salzungen: Fernwärmenetz erweitert
[27.04.2026] Bad Salzungen erweitert sein innerstädtisches Fernwärmenetz um eine neue, gedämmte Trasse mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das mit EU-Mitteln geförderte Projekt soll CO2 sparen und die Wärmewende im Stadtkern voranbringen. mehr...
Neue Studie: Fernwärme bleibt fossil geprägt
[17.04.2026] Eine Analyse zeigt große Unterschiede bei der Fernwärme in deutschen Städten. Kraft-Wärme-Kopplung gilt zwar als effizient, doch meist werden fossile Energieträger eingesetzt. Der Anteil erneuerbarer Quellen ist noch gering. mehr...
Schwalbach: Grüne Fernwärme bis 2045
[15.04.2026] Die Stadt Schwalbach sichert ihre Wärmeversorgung neu. Ein Vertrag mit dem Energieversorger Süwag und dem Rechenzentrumsbetreiber maincubes soll den Betrieb modernisieren und ihn künftig klimaneutral machen. Auch die Abwärme aus einem Rechenzentrum soll genutzt werden. mehr...













