Stadtwerke MünsterBrennstoffzelle heizt Kindergarten

In der Kita in Münster wird jetzt mit Wasserstoff geheizt. Die neue Anlage wurde von Vertretern der Stadwerke, der Stadt und der Firma Heinze & Rincke übergeben.
(Bildquelle: Stadtwerke Münster GmbH)
Die städtische Kindertageseinrichtung „Am Gievenbach“ in Münster erzeugt seit Mitte Juni umweltfreundlichen Strom und Wärme mit einer modernen Brennstoffzellen-Heizung. Wie die Stadtwerke Münster mitteilen, ist das Pilotprojekt zusammen mit der Stadt Münster realisiert worden. „Mit dieser Pilotanlage erproben wir eine innovative Technik: Eine Heizung, die auch Strom erzeugt, ist ein sinnvolles Konzept, um Ressourcen schonend einzusetzen“, erklärt Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. „Ganz normales Erdgas wird in Wasserstoff umgewandelt, aus dem in der Brennstoffzelle Strom gewonnen wird. Die dabei entstehende Abwärme wird zum Heizen und für Warmwasser genutzt.“
Die Anlage sei so ausgelegt, dass sie den Grundstrombedarf der vier Kindergartengruppen abdeckt, informieren die Stadtwerke. Der darüber hinausgehende Verbrauch wird wie gewohnt von den Stadtwerken geliefert. Die Abwärme wird gespeichert und bei Bedarf genutzt. Im Sommer zum Beispiel für das warme Wasser in den Bädern und der Küche. Um Verbrauchsspitzen und den erhöhten Heizbedarf im Winter abfangen zu können, enthält die Anlage zusätzlich ein herkömmliches Brennwertgerät, das ebenfalls Erdgas nutzt.
„Für die Stadt Münster hat das Thema Klimaschutz eine herausragende Bedeutung“, sagt Christoph Gerdemann vom Amt für Immobilienmanagement der Stadt Münster. „Daraus resultiert auch die umweltfreundliche Energieversorgung unserer städtischen Gebäude, sowie die Vielzahl der erfolgten energetischen Sanierungen. Eine Möglichkeit, zukünftig weitere Reduzierungen des CO2-Ausstoßes zu erreichen, ist in dem Einsatz von gasbetriebenen Brennstoffzellen zu sehen. Bestehende Gasanschlüsse können für Brennstoffzellen genutzt werden, die erforderliche Infrastruktur ist somit vielfach bereits vorhanden.“ Im Probebetrieb sammeln die Stadtwerke nun Erkenntnisse über Emissions- und Kostenersparnisse der neuen Technik.
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