Donnerstag, 26. Februar 2026

Dresden/LeipzigCO₂-Rechner für Kultur mit neuen Funktionen

[27.08.2025] Kultureinrichtungen in Deutschland können ab sofort das E-Tool Kultur in erweiterter Form nutzen. Der CO₂-Rechner ist von der Zertifizierungsstelle GUTcert geprüft und mit neuen Funktionen ausgestattet.

E-Tool mit neuen Funktionen.

(Bildquelle: Saar Lor Lux Umweltzentrum 2022)

Wie die Stadt Dresden berichtet, ist der CO₂-Rechner E-Tool Kultur um zentrale Funktionen erweitert worden. Kultureinrichtungen können nun etwa die An- und Abreise von Publikum oder Mitarbeitenden mithilfe integrierter Umfrage-Tools erfassen sowie einen vollständigen Treibhausgasbericht erstellen. Das Programm ist von der unabhängigen Zertifizierungsstelle für Managementsysteme GUTcert verifiziert und erfüllt die Vorgaben des internationalen Standards Greenhouse Gas Protocol (GHG). Damit verfügt das E-Tool Kultur über ein offizielles Prüfzertifikat und kann bundesweit kostenlos genutzt werden.

Die Leipziger Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke erklärte, mit dem geprüften Rechner stehe den Einrichtungen ein Instrument zur Verfügung, das „alle relevanten Anforderungen für die Bestimmung eines vollständigen Corporate Carbon Footprints nach GHG-Protocol“ erfülle. Das stärke die Glaubwürdigkeit der Bilanzen und ermögliche deren Einbindung in Nachhaltigkeitsberichte oder Förderanträge. Auch Dresdens Beigeordnete für Kultur, Annekatrin Klepsch, sprach von einem Meilenstein: Die Erweiterung um den Treibhausgasbericht ermögliche eine transparente Aufbereitung der Daten und fördere die klimabezogene Handlungskompetenz im Kultursektor.

Zu den größten Emissionsquellen im Kulturbereich zählen nach Angaben der Projektpartner die An- und Abreise von Publikum und Gastkünstlern, Transporte von Kunstwerken, Materialbeschaffung für Produktionen sowie Dienstleistungen externer Anbieter wie Catering. Diese Prozesse können mit dem Tool erfasst und bilanziert werden. Entwickelt wurde das Programm seit 2022 in einer Klimapartnerschaft von Leipzig und Dresden mit Unterstützung der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz, den Unternehmen GICON und WIPS-com sowie des Fraunhofer ISI.

Das E-Tool Kultur basiert auf dem bereits etablierten E-Tool der Mittelstandsinitiative, das seit 2021 Handwerksbetrieben zur Verfügung steht. Es wurde an die Besonderheiten des Kulturbereichs angepasst und soll perspektivisch auch in weiteren Branchen Anwendung finden. Das Programm erhielt bereits mehrere Auszeichnungen, darunter den Sächsischen Digitalpreis und den eku-Zukunftspreis. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde es im August 2024 bundesweit freigeschaltet.

Leipzig und Dresden wollen bis 2040 klimaneutral sein. Voraussetzung dafür ist eine standardisierte Treibhausgasbilanzierung nach dem GHG Protocol. Mit dem E-Tool Kultur steht den Kultureinrichtungen nun ein zertifiziertes Instrument zur Verfügung, das sowohl zur Steuerung als auch zur Erreichung dieser kommunalen Klimaziele beitragen soll.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energieeffizienz

Agentur für Erneuerbare Energien: Projekt zur Abwärmenutzung

[16.02.2026] Das Projekt ON_Site erfasst systematisch das Abwärmepotenzial von Rechenzentren und Elektrolyseuren. Das Borderstep Institut und die Agentur für Erneuerbare Energien wollen damit Standortentscheidungen in der Energie- und Digitalinfrastruktur neu ausrichten. mehr...

Essen: Modernisierung der Straßenbeleuchtung

[06.02.2026] Essen modernisiert ihre Straßenbeleuchtung und hat 1.394 Laternen auf LED-Technik umgestellt. Die Maßnahme senkt den Energieverbrauch deutlich und ist Teil eines umfassenden städtischen Umrüstungsprogramms. mehr...

Ahlerstedt: Batteriespeicher in Betrieb genommen

[30.01.2026] Terra One hat im niedersächsischen Ahlerstedt einen Batteriespeicher mit 15 MW Leistung und 30 MWh Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage soll Überschüsse aus Wind- und Solarstrom aufnehmen und zur Stabilisierung des regionalen Stromnetzes beitragen. mehr...

dena: Gebäudereport 2026 erschienen

[29.01.2026] Der dena-Gebäudereport 2026 zeigt: Der Gebäudesektor verfehlt weiterhin seine Klimaziele, bietet zugleich aber erhebliche Markt- und Beschäftigungschancen. Vor allem energetische Sanierungen, Speicherlösungen und der Ausbau der Wärmepumpen gelten als zentrale Hebel für Klimaschutz und Konjunktur. mehr...

Mannheim: Aktualisierung thermografischer Energiedaten

[29.01.2026] MVV aktualisiert in Mannheim-Sandhofen die thermografischen Energiedaten des Gebäudebestands. Die neuen Aufnahmen sollen die kommunale Wärmeplanung unterstützen und Eigentümern Hinweise auf energetische Schwachstellen liefern. mehr...

Kreis Viersen: Kom.EMS-Zertifikat erhalten

[27.01.2026] Der Kreis Viersen ist als erster Kreis in Nordrhein-Westfalen nach dem Standard des Kommunalen Energiemanagement-Systems Kom.EMS zertifiziert worden. Das digitale System soll der Energieverbrauch senken, Kosten reduzieren und den Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden effizienter machen. mehr...

Bonn: Projektstart zu Echtzeit-Energiecontrolling

[20.01.2026] Bonn testet erstmals ein Echtzeit-Energiecontrolling für ausgewählte kommunale Gebäude. Das Pilotprojekt soll Verbrauchsdaten kontinuierlich erfassen, Einsparpotenziale sichtbar machen und die Grundlage für weitere Investitionen liefern. mehr...

BMWSB: Neustart von Förderprogramm

[01.12.2025] Nach einem Jahr Förderpause startet das Programm Energetische Stadtsanierung erneut und unterstützt Kommunen beim klimafreundlichen Umbau ihrer Quartiere. Laut Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen stehen 2025 wieder umfangreiche Mittel für Konzepte und Sanierungsmanagement bereit. mehr...

LENA: Bauherrenmappe feiert Jubiläum

[01.12.2025] Seit zehn Jahren dient die Bauherrenmappe Sachsen-Anhalt als kostenloser Leitfaden für private Bau- und Sanierungsprojekte. Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt blickt zum Jubiläum auf ein Jahrzehnt kontinuierlicher Aktualisierung und Beratung zurück. mehr...

Trier: Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED

[28.11.2025] Die Stadt Trier hat ihre gesamte Straßenbeleuchtung schneller als geplant auf vernetzte LED-Technik umgestellt und senkt damit deutlich den Energieverbrauch. Das neue System ermöglicht zudem eine zentral gesteuerte, bedarfsgerechte Beleuchtung im gesamten Stadtgebiet. mehr...

Energieatlas Rheinland-Pfalz: Zehnjähriges Jubiläum

[27.11.2025] Der Energieatlas Rheinland-Pfalz feiert sein zehnjähriges Bestehen und erscheint jetzt in einem neuen Design. Das Datenportal gilt als zentrales Werkzeug für die Analyse regionaler Energiewende-Fortschritte. mehr...

beegy: Mit HEMS Eigenversorgung steuern

[05.11.2025] Sinkende Einspeisevergütungen lenken den Fokus privater PV-Anlagen zunehmend auf den Eigenverbrauch. Laut beegy können intelligente Heim-Energiemanagementsysteme die Wirtschaftlichkeit für Prosumer deutlich steigern. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Förderung energieeffizienter Schulgebäude

[28.10.2025] Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union fördern den Bau energieeffizienter Schulgebäude mit rund 43 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm. Das Land will damit moderne Lernorte schaffen und zugleich die Energiekosten der Kommunen senken. mehr...

Konstanz: Entwicklung eines Szenarieneditors

[28.10.2025] In Konstanz entsteht derzeit eine digitale Anwendung, die die Energieplanung auf Quartiersebene erleichtern soll. Im Rahmen des Smart-Green-City-Projekts entwickelt die Universität Konstanz gemeinsam mit Stadt und Stadtwerken einen sogenannten Szenarieneditor, mit dem sich verschiedene Energieversorgungskonzepte simulieren und vergleichen lassen. mehr...

Herten: Umrüstung der Straßenbeleuchtung abgeschlossen

[28.10.2025] Nach rund sechseinhalb Jahren ist die LED-Umrüstung der Hertener Straßenbeleuchtung abgeschlossen. Mehr als 7.000 Laternen im Stadtgebiet leuchten nun energieeffizient und klimafreundlich. mehr...