Freitag, 30. Oktober 2026

AmprionDialog für A-Nord gestartet

[07.10.2016] Zu Jahresbeginn hat der Gesetzgeber beschlossen, die großen Gleichstromtrassen der Energiewende als Erdkabel umzusetzen. Nach entsprechenden Neuplanungen startet Amprion jetzt die Analyse des Untersuchungsraums für A-Nord und den Dialog mit den Bürgern.

Der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Amprion startet jetzt die erste Dialogphase für das Gleichstromprojekt A-Nord zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung an der Suche nach der bestmöglichen Verbindung zwischen Emden Ost an der Nordsee und Osterath im Rheinland soll sich bis in das Jahr 2018 hinein erstrecken. Wie der ÜNB mitteilt, bildet das Projekt A-Nord den rund 300 Kilometer langen nördlichen Teil des Korridors A. Damit ist A-Nord Teil einer der drei Hauptschlagadern der Energiewende. Nach ihrer Fertigstellung soll die neue Leitung Strom aus dem windreichen Norden in die Verbrauchszentren im Westen und Süden des Landes transportieren. Während der südliche Teil, das so genannte Ultranet, als Hybrid-Freileitung geplant ist, soll der nördliche Streckenabschnitt als Erdkabel verlegt werden. Ziel der Planung ist es, eine möglichst geradlinige Trasse zu finden. Verfahrensführende Behörde ist die Bundesnetzagentur (BNetzA). Die Fertigstellung der Leitung ist für das Jahr 2025 geplant. Klaus Wewering, Projektleiter A-Nord, erläutert: „Wir wollen vor dem Genehmigungsverfahren einen möglichst genauen Blick auf den Raum bekommen, in dem wir das Projekt später umsetzen.“ Seit dem Frühjahr 2016 ist Amprion alleiniger Vorhabenträger des Projekts. A-Nord als Erdkabel zu realisieren, hat der Gesetzgeber beschlossen. Deshalb hat Amprion seine Planungen neu aufgerollt. Bevor der Netzbetreiber genaue Trassenkorridore ermitteln will, sind in mehreren Stufen Gespräche mit Bürgern, Verwaltung und Politik geplant. „Wir setzen den Schwerpunkt in der frühen Planungsphase auf den Dialog in den Regionen, bevor wir konkrete Verläufe skizzieren“, sagt Wewering. „Das wird auch Einfluss darauf haben, wie unser Antrag zur Bundesfachplanung aussieht.“ Das Genehmigungsverfahren ist zweistufig aufgebaut. Im Zuge der Bundesfachplanung wird ein bestmöglicher Trassenkorridor für die Leitung festgelegt, wobei die Schutzgüter Mensch, Natur und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Während des nachfolgenden Planfeststellungsverfahrens, wird schließlich der konkrete Trassenverlauf bestimmt und die BNetzA erteilt die rechtliche Zulassung für das Bauvorhaben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid

Advertorial: Netzdigitalisierung für kleinere Netzbetreiber – Wie der Einstieg mit begrenzten Ressourcen gelingt

[28.10.2026] Steigende Anschlussanfragen, lückenhafte Netzdaten und wachsende Anforderungen fordern kleinere Netzbetreiber. Wie sich die Digitalisierung mit begrenzten Ressourcen angehen lässt, zeigt die envelio Roadshow im November 2026. Im Mittelpunkt stehen Praxisberichte, der Austausch mit anderen Netzbetreibern und konkrete Schritte für den eigenen Betrieb. mehr...

sw netz: Neues Umspannwerk in Wiesbaden

[27.10.2026] Der Wiesbadener Netzbetreiber sw netz baut im Stadtteil Amöneburg ein neues Umspannwerk. Die Anlage soll die Stromversorgung angesichts steigender Anforderungen durch Wärmewende, Elektromobilität und neue Gewerbeansiedlungen langfristig sichern. mehr...

Ultranet: TransnetBW schließt Leitungsbau für ab

[23.10.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW hat den Leitungsbau für die Gleichstromverbindung Ultranet zwischen Mannheim-Wallstadt und Philippsburg abgeschlossen. Der erste Stromfluss ist für Ende 2026 vorgesehen. mehr...

Kisters: Neue Softwaregeneration für Messstellenbetreiber

[23.10.2026] Auf den metering days 2026 stellt Kisters neue webbasierte Anwendungen für das Messdatenmanagement und die Zählerfernauslesung vor. Weitere Schwerpunkte sind die Steuerung nach § 14a EnWG und die Integration intelligenter RLM-Messsysteme. mehr...

Baden-Württemberg: Task Force soll Netzausbau beschleunigen

[22.10.2026] Baden-Württemberg will den Ausbau der Stromverteilnetze deutlich beschleunigen. Eine neue Task Force soll Netzengpässe beseitigen, Anschlussverfahren verkürzen und die Infrastruktur für die Energiewende stärken. mehr...

Bundesnetzagentur: Netzengpässe verursachen höhere Kosten

[15.10.2026] Das Volumen der Maßnahmen gegen Netzengpässe ist im zweiten Quartal 2026 um rund zehn Prozent gesunken. Dennoch stiegen die Kosten auf 673 Millionen Euro, vor allem wegen höherer Vorhaltekosten für Reservekraftwerke. mehr...

Hager: Neue Lösungen für intelligente Netze

[12.10.2026] Hager erweitert sein Portfolio für die Energiewende. Im Mittelpunkt stehen netzdienlich steuerbare Lade-Infrastruktur, bidirektionales Laden und eine vereinfachte Spannungsversorgung intelligenter Messsysteme. Die neuen Lösungen reagieren unter anderem auf regulatorische Anforderungen an Elektromobilität und Smart-Meter-Infrastruktur. mehr...

Netzentgelte: Zahlen für das kommende Jahr veröffentlicht

[05.10.2026] Die vorläufigen Übertragungsnetzentgelte für 2027 liegen bei durchschnittlich 3,54 Cent je Kilowattstunde und damit über dem Wert von 2026. Ohne den vorgesehenen Bundeszuschuss von 5,525 Milliarden Euro würden sie nach Angaben der Netzbetreiber auf 6,52 Cent steigen. mehr...

SüdLink: Umplanung erforderlich

[01.10.2026] Beim Bau der Stromtrasse SüdLink sind im Raum Heilbronn in Baden-Württemberg Umplanungen erforderlich. Wegen neuer geologischer Erkenntnisse kann ein bereits gebauter Schacht bei Bad Friedrichshall-Kochendorf nicht wie vorgesehen genutzt werden. mehr...

Westnetz: Reaktion auf Kritik am Smart-Meter-Roll-out

[23.09.2026] Westnetz reagiert auf die Kritik der Smart-Meter-Initiative an Problemen beim Smart-Meter-Roll-out. Der Netzbetreiber räumt Einschränkungen bei der Marktkommunikation ein und will offene Vorgänge mit zusätzlichen Ressourcen und spezialisierten Teams schneller abbauen. mehr...

Smight: Kritische Netzsituationen erkennen

[15.09.2026] Der Anbieter Smight hat mit SMIGHT NeMS ein neues Netzmanagementsystem für die Niederspannung vorgestellt. Die Plattform soll Messdaten, Steuerung und Prognosen zusammenführen und Verteilnetzbetreiber bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben unterstützen. mehr...

Regensburg: Netzbetreiber modernisiert Schaltanlage

[11.09.2026] Regensburg Netz hat eine Mittelspannungsschaltanlage im Norden der Stadt umfassend modernisiert. Die neue Anlage kommt ohne das Isoliergas Schwefelhexafluorid aus und soll die Betriebssicherheit erhöhen. Zum Einsatz kommt Clean-Air-Technologie von Schneider Electric. mehr...

Konstanz: Erneuerung von Hochspannungsleitung

[08.09.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben eine grenzüberschreitende 110-Kilovolt-Leitung aus der Schweiz erneuert. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Netzausbaus, mit dem sich der Versorger auf einen bis zu dreimal höheren Leistungsbedarf vorbereitet. In den kommenden Jahren sollen dafür mehr als 150 Millionen Euro investiert werden. mehr...

Netzplanung: Strom, Gas und Wasserstoff rücken enger zusammen

[08.09.2026] Die Bundesnetzagentur hat die Entwürfe für die neuen Szenariorahmen Strom sowie Gas und Wasserstoff zur Konsultation gestellt. Sie zeigen mögliche Entwicklungen von Energieerzeugung und -verbrauch bis 2040 und 2045 und bilden damit die Grundlage für die weitere Netzplanung. mehr...

Mitnetz Strom: Pilotprojekt zur Auswertung historischer Netzdaten

[04.09.2026] Künstliche Intelligenz soll bei mehreren Verteilnetzbetreibern historische Netzdaten zu Niederspannungskabeln besser nutzbar machen. Das Pilotprojekt Cable Age prüft, wie sich daraus belastbare Informationen für Datenmanagement, Netzplanung und Asset Management gewinnen lassen. mehr...